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Risiko für ESM: Bankenhilfe gefährdet Rating für Rettungsschirm
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Für Europas Krisenstaaten sind sie die große Hoffnung: direkte Finanzhilfen des Rettungsschirms ESM für angeschlagene Banken. Doch ein internes Papier des Europäischen Rates warnt: Bankenhilfen könnten das Risiko des ESM deutlich steigern - und damit sein Top-Rating gefährden.

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Dr.pol.Emik 19.10.2012, 13:55
1. Der Geldkrieg …

… machen wir uns doch nichts vor. Es geht hier doch schon lange nicht mehr um seriöse Geschäfte. Hier geht es nur noch um Abzocken in astronomischen Dimensionen … der „Geldkrieg“ ist ausgebrochen und keiner sagt es laut. Es reicht wenn am Ende die Masse Mensch in Europa, natürlich auch weltweit, dafür zahlt. Dieses Geldsystem „hat fertig”.

Geht nur noch mit schwarzem Humor, so witzlos wie die Angelegenheit ist. Hier eine Karte von Europa nach Ende des Geldkrieges:

Europa nach dem großen Geldkrieg in den Grenzen von 2020 … ist schneller zu erfassen als die tägliche, öder Kriegsberichtserstattung zum Thema, die sowieso nur die wenigsten wirklich begreifen. Die normalen Menschen ahnen nur, dass da eine Menge schief läuft, krigen das Thema aber innerlich nicht wirklich zu packen.

Die Rate-Schlacht um den ESM, der sich gerne zur europäischen FED aufschwingen möchte, dürfte noch lange nicht zu Ende sein. Noch einmal darüber nachdenken wer hier wohl wieder die Deutungshoheit hat.

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james-100 19.10.2012, 14:06
2.

Wie üblich. Banken sollen gerettet werden und im Gegenzug werden Reformen verlangt, die die unteren Schichten weiter in den Dreck treten!

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ehf 19.10.2012, 14:09
3.

Hahaha. Der tolle Bazooka-ESM (aka Enteignung Deutschlands) ist noch gar nicht richtig eingeführt, da kommen sie wieder aus den Löchern und senken Ratings. Wer hätte DAS bloss gedacht?

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Grafsteiner 19.10.2012, 14:12
4. Schon wieder belogen.

Der ESM sollte nur für EU-Staaten sein, die sich zu hoch verschuldet haben und denen die Pleite droht. Von Banken war nie die Rede.

Was bilden sich die EU-Bonzen eigentlich ein. Dass sie den Souverän nach Belieben belügen dürfen?

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localpatriot 19.10.2012, 14:14
5. Wer steht hinter dem ESM

Zitat von Dr.pol.Emik
Die Rate-Schlacht um den ESM, der sich gerne zur europäischen FED aufschwingen möchte, dürfte noch lange nicht zu Ende sein. Noch einmal darüber nachdenken wer hier wohl wieder die Deutungshoheit hat.
Um ueber die Bonitaet des ESM urteilen zu koennen muss man doch erst einmal seine Garantoren anschauen.
Also D ist mit etwas unter 300 Mrd drin. Dann ziehen sie mal alles von der Liste der uebrigen ab was wackelt, also Italien und schlechter.
Und dann schauen sie sich an wer fuer die anderen 500 Mrd + gerade steht und dann schaetzen sie die Rating mal selbst ab.
Interessant, aber AAA+ wuerde ich da nicht geben. Nicht einmal am Stammtisch.

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fritzyoski 19.10.2012, 14:16
6. Lasst mal den Michel ran...

...der will zahlen. Deshalb waehlt er auch mit Begeisterung immer wieder die Euroretter von CDU/CSU/SPD/Gruene/FDP. Die einzig Euro kritische Partei im Bundestag, die Linken, wurden bei den letzten Wahl schwer abgestraft. Ich hoffe der Michel bekommt wofuer er waehlt, Renten weg, Ersparnisse weg, Rentenalter rauf und Steuern rauf.
Am besten nur noch Essensmarken und Wohnungsbezugscheine fuer den Michel, das Gehalt wird direkt and den ESM ueberwiesen.
Dann hat er endlich was er will der Michel. Allen Anderen rate ich auszuwandern aus dem Reich der Euroretter.
Im Prinzip geht es nur noch darum das die Banken und deren Polit-Marionetten die Bevoelkerung Europas moeglichst effizient bewirtschaften. Ein aehnliches Verhaeltnis wie der Bauer zu seinem Nutzvieh, und der Michel findet das auch noch gut wie die letzten Wahlen beweisen.

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pewehh 19.10.2012, 14:16
7.

Zitat von Dr.pol.Emik
Es reicht wenn am Ende die Masse Mensch in Europa, natürlich auch weltweit, dafür zahlt. Dieses Geldsystem „hat fertig”.
Und das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche und außerdem, da hat Mutti Recht, alternativlos. Denn, würden sich die EU-Normalbürger solidarisieren und, wie die Isländer, den Banken den Vogel zeigen, nach dem Motto: 'Ihr habt euch rein geritten, dann seht mal, wie ihr raus kommt!', dann würde in der Tat das kapitalistische System zusammen brechen. Was kommt dann? Auf jeden Fall etwas besseres.

Bloß im Moment schlottern ja allen Politikern die Knie, dank perfekter Banken-Lobbyarbeit; also muss es erst ganz schlimm kommen, damit es endlich besser wird. Im Ernst kann ja niemand glauben, dass die maroden Großbanken tatsächlich noch zu retten wären, nein, die gehen hübsch über den Jordan, aber erst, wenn die großen Privatinvestoren und Spekulanten ihr Geld gerettet haben, mit schmerzhafter und tatkräftiger Hilfe von Millionen Steuerzahlern.

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Berliner42 19.10.2012, 14:22
8.

Zitat von Dr.pol.Emik
Dieses Geldsystem „hat fertig”.
Und was kommt danach? Ach so, das Geldsystem. Geld wird es immer geben.

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Berliner42 19.10.2012, 14:27
9.

Solvency II regelt für Versicherungen, daß Typ 1-Aktien mit 32% Eigenkapital abgesichert werden müssen, aber Staatsanleihen nur mit 0%, denn die sind ja risikolos... meint die EU. Dann wäre die "Lösung" doch, spanische Staatsanleihen zu kaufen und den spanischen Staat zu verpflichten, dafür Bankanktien zu kaufen. Solche Dreiecksgeschäfte sind doch jetzt in Mode bei der EU.

Davon abgesehen ist das ganz nur ein Vehikel der Spanier und Franzosen, um ihre Banken mit deutschem Geld herauszuhauen.

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