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Risiko Immobilienkauf: Lage, Lage, Lage - und Lebensentwurf
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Der eine will den großen Hof im Emsland, der andere eine Altbauwohnung in Berlin - für wen ist das Risiko größer? Es kommt darauf an. Zwei zentrale Faktoren helfen bei der Entscheidung weiter.

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jungletiger9 24.06.2017, 11:22
20. Teleworking

Ich weiss nicht, wie es in Deutschland ist, aber international gesehen wird Heimarbeit in computerbasierten Berufen (IT usw.) immer mehr zur Norm. Wenn sich dieser Trend auch in Deutschland verstaerkt, koennte der Druck auf die Staedt allmaehlich abnehmen und die Arbeitnehmer arbeiten dort, wo sie die fuer ihre finanziellen Verhaeltnisse die beste Lebensqualitaet haben. Das koennte eine Chance sein fuer die laendlichen Regionen und der Verteuerung in den Grossstaedten entgegen wirken. Ich hoffe nur, dass dann auch die schon verbauten Flaechen bewohnt werden und die Landschaft nicht immer weiter zersiedelt wird.

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supergrobi123 24.06.2017, 11:37
21. Aktien

Aktien schlagen die Immobilie in Rendite, Risiko, Liquidität und Befassungsaufwand.

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apotheka 24.06.2017, 11:41
22. So früh wie möglich Immobilie

Man muss nicht gleich die Rente im Blick haben. Eine Immobilie ist fast immer eine gute Anlage und Vorsorge. Ich kann jedem 25 jährigen, der nach dem Studium einen guten Job hat, empfehlen, zuzuschlagen. Eine günstige 2 Zimmerwohnung im Einzugsgebiet einer Großstadt, mit guter Verkehrsanbindung, ist immer richtig. Nicht zum selber wohnen. Mit ein bisschen Erbe, 10 jaheskredit und etwas sparen sind 120000 EUR stemmbar. Mit 35 ist die Bude abbezahlt. Mit ihr als Eigenkapital kann ich dann sehen, wo ich mit Familie in Zukunft selbst wohnen will und bauen.
Oder eine zweite Wohnung kaufen, zum vermieten

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kladderadatsch 24.06.2017, 11:57
23. Immobilie = großes Risiko

Wer würde 500 T€ in eine Aktie von einem Unternehmen investieren? Bei Immobilien denken alle, die Preise würden nicht so stark schwanken oder immer nach oben gehen. Dem ist aber in der längeren Perspektive nicht so. Auf 30 Jahre gesehen kann sich eine gute Lage in eine schlechte ändern wie bspw. im Frankfurter Süden, Dank des Frankfurter Flughafen oder in London Dank des Brexits Haben wir starke Trends in Immobilien wie derzeit, dann kauft man meistens zu teuer. Auch Mitte der 80er Jahre und Ende der 90er Jahre hatten wir einen Einbruch. Wenn die derzeit niedrigen Zinsen wieder steigen kommen auch die Preise wieder runter.

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spmc-12355639674612 24.06.2017, 11:59
24. Erbe?

Zitat von apotheka
Man muss nicht gleich die Rente im Blick haben. Eine Immobilie ist fast immer eine gute Anlage und Vorsorge. Ich kann jedem 25 jährigen, der nach dem Studium einen guten Job hat, empfehlen, zuzuschlagen. Eine günstige 2 Zimmerwohnung im Einzugsgebiet einer Großstadt, mit guter Verkehrsanbindung, ist immer richtig. Nicht zum selber wohnen. Mit ein bisschen Erbe, 10 jaheskredit und etwas sparen sind 120000 EUR stemmbar. Mit 35 ist die Bude abbezahlt. Mit ihr als Eigenkapital kann ich dann sehen, wo ich mit Familie in Zukunft selbst wohnen will und bauen. Oder eine zweite Wohnung kaufen, zum vermieten
Welches Erbe? Ich habe noch nie etwas geerbt und bin schon weit jenseits des Studiums. Musste alles selbst erarbeiten. Und etwas sparen? Mit 25 haben Sie da bei einem normalen Job noch nicht viel zusammen. Um 30000 Euro anzusparen brauchen die meisten jungen Leute ca. 10 Jahre, dann sind sie schon 30-35 Jahre alt.
Probieren Sie das mit den 120000 Euro übrigens mal in der Umgebung von München! Dafür kriegen Sie nichts und die Renditen sind so schlecht, dass Sie damit auch nichts abbezahlen - schon gar nicht innerhalb von 10 Jahren.
Also: noch einmal mit dem Einkommen "normaler" junger Leute nachrechnen!

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jujo 24.06.2017, 12:00
25. ...

Unsere unverbaubare ( für immer?) Lage,Lage, Lage am See, wird Lage bleiben auch wenn unser Haus verschwindet und ersetzt wird, das war vor 50 Jahren so, als das Haus gebaut wurde und wird in 50 Jahren immer noch so sein, denn die Hanglage und der See, bestehen seit der Eiszeit und das wird so bleiben.
Fragezeichen bleiben immer, (betrifft Bebauung) nichts hat heutzutage Ewigkeitswert,
Es gibt aber Lagen, welche unsere kurze Verweildauer auf der Erde berechenbar machen, mich hat es beruhigt. Wir beschäftigen uns seit 1979 mit Immobilien.Die Lage war immer (!!!) eine Trumpfkarte.

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spmc-12355639674612 24.06.2017, 12:03
26. Heimarbeit

Zitat von jungletiger9
Ich weiss nicht, wie es in Deutschland ist, aber international gesehen wird Heimarbeit in computerbasierten Berufen (IT usw.) immer mehr zur Norm. Wenn sich dieser Trend auch in Deutschland verstaerkt, koennte der Druck auf die Staedt allmaehlich abnehmen und die Arbeitnehmer arbeiten dort, wo sie die fuer ihre finanziellen Verhaeltnisse die beste Lebensqualitaet haben. Das koennte eine Chance sein fuer die laendlichen Regionen und der Verteuerung in den Grossstaedten entgegen wirken. Ich hoffe nur, dass dann auch die schon verbauten Flaechen bewohnt werden und die Landschaft nicht immer weiter zersiedelt wird.
Sie können ja mal versuchen, in Heimarbeit Autos zu bauen oder Smartphones oder Glühlampen oder Häuser. So gute 3D-Drucker gibt's leider noch nicht.
Das was Sie vorschlagen, funktioniert für maximal 10-20% der Bevölkerung. Städte sind ja eben zu Städten geworden, weil es sinnvoller ist, wenn Menschen nahe zusammen wohnen. Die alten Germanen haben sich zwar lange gegen diese Entwicklung gewehrt, aber am Ende gesehen, dass die Römer doch recht hatten ;-)

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juku 24.06.2017, 12:05
27. € Zeichen

Jene glaubt man doch wahrlich in Herr Tenhagens Augen zu sehen während er in seiner banalen wie offenherzigen Kapitalismus für Anfänger Kolumne über Renditen schwadroniert. Hat er sich wohl vor kurzem die Wertentwicklung seiner Wohnung am Kollwitzplatz von seinem Bankberater darlegen lassen, und dachte sich, das muss ich kundtun. Kann man nur hoffen, dass der ganze Immobilienwahnsinn in Berlin ein jähes Ende findet. Unterm Strich gibt es mehr die unter der Entwicklung leiden. Herr Tenhagen ist es offensichtlich nicht dabei. Interessant wäre diesbezüglich mal ein Standpunkt zum Thema Erbschaftssteuer von Herr T.

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spmc-12355639674612 24.06.2017, 12:07
28. Aktien und Immobilien

Zitat von supergrobi123
Aktien schlagen die Immobilie in Rendite, Risiko, Liquidität und Befassungsaufwand.
Eine Wohnung in Berlin-Kreuzberg, 2010 gekauft, hat inzwischen fast jede Aktie in Bezug auf die Rendite geschlagen. Außerdem vergeben Banken für den Kauf von Aktien i. d. R. keine Kredite, für den Kauf von Immobilien aber schon. Damit lässt sich die Eigenkapitalrendite noch weiter steigern.

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niemalsnicht 24.06.2017, 12:11
29. Blick in die Glaskugel

Lage, Lage, Lage mag sicher ein gutes Argument sein. Die meisten lassen jedoch mögliche "radikale" Änderungen in der Zukunft außer Blick. Man merkt es im Freundeskreis, die Arbeitswelt verändert sich. Immer mehr Leute legen Wert auf Homeoffice. Der Arbeitgeber kann damit auch gern mal 150km weit weg sein, wenn ein Tag in der Woche reicht, um sich mit den Kollegen im Büro abstimmen zu können. Videokonferenzen ermöglichen Abstimmungen über noch weitere Distanzen. Sinnlose Tagesdienstreisen wo man sonst durch die ganze Republik, für 1h Stunde Meeting, gefahren ist werden heute per Videokonferenz erledigt. Und die Arbeitswelt wird sich dahingehend weiter dezentralisieren. Den Werker am Montageband oder der Maschine wird das sicher nicht betreffen, aber IT, Software und Automatisierung nehmen zu und diese Leute werden weniger.
Auch mit dem autonomen Fahren wird sich einiges ändern. Den sinnlos verschwendeten Arbeitspendelweg wo ich womöglich noch im Stau stehe, kann ich für Frühstück, Zähneputzen, Nachrichten lesen, Bürokram oder noch ein Nickerchen nutzen, was ich sonst vorn- oder hinten dran hängen musste. Längere Pendlerwege wo es wohntechnisch attraktiver und günstiger ist werden damit entspannter. Dazu kommt noch der Bevölkerungsrückgang, der trotz einer Obergrenze von 200T Menschen im Jahr, laut Prognosen, vorhanden sein wird. Wirtschaftliche Umbrüche können den auch noch beschleunigen oder eben verlangsamen. Ein Blick in die Glaskugel.
Auch ein Blick auf die "digital" aufwachsenden Kids von heute zeigt uns. In 20 Jahren muss man nicht mehr in der Stadt wohnen, wichtig ist nur ein vernünftiger Breindbandanschluss und den gibts notfalls auch per Satellit oder ist eh schon im Mobilfunkvertrag enthalten. Einkäufer werden dann von Amazon, Lieferservice & Co. vor die Haustür gebracht, der Supermarkt um die Ecke wird obsolet.
Wird sicher alles nicht heute und morgen passieren, aber in 20 Jahren wird man mit einer anderen Perspektive darauf schauen.
Nichts ist so beständig wie der Wandel und das lässt mich eher entspannt auf die Entwicklung von Immobilienpreisen blicken bzw. das Ganze etwas kritischer sehen, ob das jetzt für mich und meine Altersplanung überhaupt Sinn macht. Und daher ist die Lage, Lage, Lage natürlich entscheident, aber viel Schrott der derzeit angeboten wird und auch gebaut wird, gehört für mich mit Sicherheit nicht dazu.

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