Forum: Wirtschaft
Risiko-Lebensversicherungen: Aus dem Leben gerissen

Die Police springt ein, wenn der Hauptverdiener stirbt. Deshalb ist eine Risiko-Lebensversicherung gerade für junge Paare mit Kindern unentbehrlich. Doch es gibt Fallstricke.

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Munku 28.03.2010, 12:20
1. ob es sich "lohnt"

Eine Versicherung "lohnt" sich nur für den Versicherer, der Versicherte deckt damit nur sein Risiko (der Hinterbliebenen) ab. Die Versicherung sollte also so klein wie möglich gehalten werden.

Wünschenswert für den Hausbau wäre daher eine Versicherung, dessen Versicherungssumme im Todesfall nur die Restschuld abdeckt - dem Tilgungsplan entsprechend also immer kleiner wird. Damit kann man dann niedrigere Prämien über die gesamte Laufzeit anbieten, oder wahlweise die Prämien gegen Ende reduzieren.

Ersteres wäre vermutlich günstiger, weil dann mehr Geld für die Tilgung zur Verfügung steht.

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**Kiki** 28.03.2010, 13:06
2. Teure Versicherung

260 DM pro Monat - also 130 Euro, sprich: jährlich fast 1600 Euro -, das kam mir bei einer Versicherungssumme von weniger als 200.000 Euro fast schon absurd hoch vor. Neugiershalber habe ich bei meinem eigenen Risiko-LV-Anbieter jetzt mal gecheckt, was ein 44jähriger Mann heute eigentlich für eine fünfzehn Jahre laufende Risiko-LV mit Versicherungssumme 200.000 Euro bezahlen würde. Das sind gerade mal 500 Euro jährlich. Bei zwanzig Jahren sind es 650 Euro.

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3-plus-1 28.03.2010, 13:08
3. Warum ich trotz Familie keine Risikolebensversicherung habe

Trotz Familie habe ich keine Risikolebensversicherung. Warum?

Ganz einfach, aus Selbstschutz. Ich glaube wenn mich was umbringt kann das nur ein plötzlich diagnostizierter Krebs sein.

Was passiert dann? Ohne Risikolebensversicherung kann ich wenigstens auf Gnade und Unterstützung der Familie hoffen mein Leben selbst zu beenden. Mit so einer Versicherung im Rücken wird man mir aber unentwegt ins Gewissen reden das Leiden bis zum elendigen Verrecken zu ertragen, da sonst die Police nicht zahlt.

Ich halte das für einen furchtbaren Gedanken!

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wortgewalt87 28.03.2010, 13:37
4. nix Titel

Zitat von 3-plus-1
Trotz Familie habe ich keine Risikolebensversicherung. Warum? Ganz einfach, aus Selbstschutz. Ich glaube wenn mich was umbringt kann das nur ein plötzlich diagnostizierter Krebs sein. Was passiert dann? Ohne Risikolebensversicherung kann ich wenigstens auf Gnade und Unterstützung der Familie hoffen mein Leben selbst zu beenden. Mit so einer Versicherung im Rücken wird man mir aber unentwegt ins Gewissen reden das Leiden bis zum elendigen Verrecken zu ertragen, da sonst die Police nicht zahlt. Ich halte das für einen furchtbaren Gedanken!
Das ist absolut nachvollziehbar. Deshalb habe ich mir auch eine Risiko-LV ausgesucht, die auch bei Selbstmord zahlt. Bei meiner günstigen LV ist nach einer Wartezeit von 5 (?) Jahren Selbstmord eingeschlossen.

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Oscar Madison 28.03.2010, 14:15
5. So ein Unsinn.

Zitat von 3-plus-1
Trotz Familie habe ich keine Risikolebensversicherung. Warum? Ganz einfach, aus Selbstschutz. Ich glaube wenn mich was umbringt kann das nur ein plötzlich diagnostizierter Krebs sein. Was passiert dann? Ohne Risikolebensversicherung kann ich wenigstens auf Gnade und Unterstützung der Familie hoffen mein Leben selbst zu beenden. Mit so einer Versicherung im Rücken wird man mir aber unentwegt ins Gewissen reden das Leiden bis zum elendigen Verrecken zu ertragen, da sonst die Police nicht zahlt. Ich halte das für einen furchtbaren Gedanken!
Unsinn. Vielleicht sollten Sie mal das VVG lesen.

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CorvusCornix 28.03.2010, 14:29
6. gefahrlose Wattewelt

Zitat von 3-plus-1
Trotz Familie habe ich keine Risikolebensversicherung. Warum? Ganz einfach, aus Selbstschutz. Ich glaube wenn mich was umbringt kann das nur ein plötzlich diagnostizierter Krebs sein. ...
Nichts für ungut (und ja, die Wahrscheinlichkeit ist wirklich relativ gering), aber Sie GLAUBEN (und sind sich nicht SICHER) daß sie nicht zu den jährlich etwa 100.000 plötzlich versterbenden Menschen gehören?
Kein Opfer des Straßenverkehrs, kein sonstiger Unfall, kein Herzinfarkt, keine schwere Infektionskrankheit - nichts?
Sie sterben also entweder an Alterschwäche oder an einem plötzlich diagnostizierten Krebs; schön, wenn man sowas schon vorher weiß.

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stanis laus 28.03.2010, 14:42
7. Eine Versicherung ist nur sinnvoll, wenn im Schadensfalle gezahlt wird

Und da hapert´s aber gewaltig.

Wer glaubt, er habe seine Familie gut abgesichert, wird das Gegenteil im Todesfall ja nicht erleben. Beim Zahlen der Beiträge hat er sich getäuscht. Die Versicherungsgesellschaft wird alles tun, nicht zahlen zu müssen, hat jede Menge abstruser Gerichtsentscheidungen im Hintergrund und die feste Überzeugung, das eine Versicherung nicht zahlen muss. Dies kommt u.a. auch aus der Erfahrung, dass die Versicherungsnehmer oft genug nichts anderes als Versicherungsbetrüger sind.

Ich halte mich aus diesen beiden Gruppen heraus und habe längst alle Versicherung (bis auf die, die ich aus Zwang brauche) gekündigt. Das Leben ist zu schön und das Absichern bringt gar nichts, weil, wenn es zum Schaden kommt, das Leben eben nicht mehr schön ist.

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**Kiki** 28.03.2010, 15:01
8. Fehlschluß

Zitat von stanis laus
Und da hapert´s aber gewaltig. Wer glaubt, er habe seine Familie gut abgesichert, wird das Gegenteil im Todesfall ja nicht erleben. Beim Zahlen der Beiträge hat er sich getäuscht. Die Versicherungsgesellschaft wird alles tun, nicht zahlen zu müssen, hat jede Menge abstruser Gerichtsentscheidungen im Hintergrund und die feste Überzeugung, das eine Versicherung nicht zahlen muss. Dies kommt u.a. auch aus der Erfahrung, dass die Versicherungsnehmer oft genug nichts anderes als Versicherungsbetrüger sind. Ich halte mich aus diesen beiden Gruppen heraus und habe längst alle Versicherung (bis auf die, die ich aus Zwang brauche) gekündigt. Das Leben ist zu schön und das Absichern bringt gar nichts, weil, wenn es zum Schaden kommt, das Leben eben nicht mehr schön ist.
Gerade im Fall einer Risiko-LV mit dem Zweck, eine Immobilienfinanzierung abzusichern, sehe ich kein besonders großes Risiko, am Ende um den Auszahlungsbetrag beschissen zu werden, sofern nicht grobe Schummeleien bei den Angaben beim Abschluß nachgewiesen werden können. Die Interessen der Hinterbliebenen werden ja schon aus schierem Eigennutz auch von der finanzierenden Bank mitvertreten.

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OlafKoeln 28.03.2010, 15:03
9. ....

Zitat von 3-plus-1
Trotz Familie habe ich keine Risikolebensversicherung. Warum? Ganz einfach, aus Selbstschutz. Ich glaube wenn mich was umbringt kann das nur ein plötzlich diagnostizierter Krebs sein. Was passiert dann? Ohne Risikolebensversicherung kann ich wenigstens auf Gnade und Unterstützung der Familie hoffen mein Leben selbst zu beenden. Mit so einer Versicherung im Rücken wird man mir aber unentwegt ins Gewissen reden das Leiden bis zum elendigen Verrecken zu ertragen, da sonst die Police nicht zahlt. Ich halte das für einen furchtbaren Gedanken!
Schlichtweg Unsinn und unverantwortlich. Die meisten zahlen nach einer Karrenzzeit auch bei Selbstmord.

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