Forum: Wirtschaft
Risiko-Lebensversicherungen: Aus dem Leben gerissen

Die Police springt ein, wenn der Hauptverdiener stirbt. Deshalb ist eine Risiko-Lebensversicherung gerade für junge Paare mit Kindern unentbehrlich. Doch es gibt Fallstricke.

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**Kiki** 28.03.2010, 15:24
10. Paranoid.

Zitat von OlafKoeln
Schlichtweg Unsinn und unverantwortlich. Die meisten zahlen nach einer Karrenzzeit auch bei Selbstmord.
Unverantwortlich finde ich es bei einer solchen Einstellung sogar schon, überhaupt eine Familie zu gründen. Wer aus der bloßen Möglichkeit einer Krebserkrankung solche paranoiden Schlußfolgerungen zieht, mit dem würde ich gar nicht erst anfangen, eine Zukunft zu planen oder gar Kinder in die Welt zu setzen und ihnen womöglich dann noch von klein auf zu vermitteln, daß der Papa im Fall einer Krankheit von ihnen natürlich volles Verständnis für seinen Selbstmord erwartet.

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gimly 28.03.2010, 16:11
11. Kritik

Ich denke der Artikel bietet alles Andere als eine gute Grundlage um diese Thematik zu diskutieren. Im vorliegenden Fall gelingt es der Autorin nicht, den plumpen Werbecharakter ihres schlecht recherchierten Kommentars - welcher zu allem Überfluß auch noch Artikel genannt wird und somit dem geneigten Leser einen objektiven Standpunkt suggeriert - zu verbergen. Es iar beängstigend zu sehen, dass die einseitige und stark subjektiv geprägte Abwägung des Leistungsspektrum von ein paar ausgewählten Policen ausreicht, um auf Spiegel Online publiziert zu werden - illustriert die sinkende journalistische Qualität dieser Webpräsenz aber nur zu deutlich.

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**Kiki** 28.03.2010, 16:54
12. Interessant ...

... und des Diskutierens wert ist das Thema dann aber doch.

Risiko-Lebensversicherungen sind viel weniger populär als kapitalbildende Lebensversicherungen, weil man, sofern der Schadensfall nicht eintritt, am Ende kein Geld bekommt. Das schreckt viele ab. Dabei ist die Rendite von Kapital-LVs nun wirklich nichts, wonach man sich die Finger zu lecken braucht. Wenn man den im Vergleich zur Risiko-LV höheren Betrag stattdessen in eine Immobilienfinanzierung steckt, hat man praktisch immer mehr davon.

Aber Ihr Einwand bringt mich auf einen Gedanken: Vielleicht war der absurd überhöhte Betrag, der im Beispielfall für eine Risiko-LV angegeben wurde, ja dazu gedacht, die später erwähnten anderen Tarife umso verlockender erscheinen zu lassen?

Das hat mich jetzt doch einmal neugierig gemacht.

Zitat von
Bei dem Tarif Risk-Vario des auf biometrische Risiken spezialisierten Versicherers Dialog liegt der Ein-Jahres-Beitrag für einen 30-jährigen Mann und eine Todesfallsumme von 100.000 Euro beispielsweise anfangs bei 165 Euro (ohne Überschüsse). 20 Jahre später muss derselbe Versicherte schon 542 Euro jährlich zahlen, mit 60 Jahren sind es 1.450 Euro pro Jahr, die anfallen. Bei der konstanten Beitragszahlung wären es über eine Laufzeit von 35 Jahren jährlich knapp 570 Euro gewesen.
Bei meinem Versicherer zahlt ein dreißigjähriger Mann für 100.000 Euro Versicherungssumme für eine Laufzeit von 35 Jahren knapp unter 500 Euro ohne Berücksichtigung der Überschüsse. Mit Berücksichtigung dieser Gewinnanteile sind es noch 180 Euro. Damit gibt's eigentlich kaum noch einen Grund, sich auf das Risiko einer jährlichen Neufestlegung einzulassen.

Aber eine Laufzeit von 35 Jahren, wozu soll die eigentlich gut sein? Ein Darlehen über 100.000 Euro läuft bei einem Zinssatz von 5 % und bei einer zweiprozentigen anfänglichen Tilgung nicht 35, sondern 25 Jahre. Auch bei der Risiko-LV ist dann eine Laufzeit von 25 Jahren natürlich völlig ausreichend.

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siebi 28.03.2010, 18:41
13. Titel

Zitat von **Kiki**
... und des Diskutierens wert ist das Thema dann aber doch. Aber eine Laufzeit von 35 Jahren, wozu soll die eigentlich gut sein? Ein Darlehen über 100.000 Euro läuft bei einem Zinssatz von 5 % und bei einer zweiprozentigen anfänglichen Tilgung nicht 35, sondern 25 Jahre. Auch bei der Risiko-LV ist dann eine Laufzeit von 25 Jahren natürlich völlig ausreichend.
Mmmh. Die meisten Darlehn werden zwar tatsächlich bei einem Hausbau abgeschlossen, aber warum? Muss meine Familie nicht abgesichert werden, wenn sie eine Miete zu zahlen hat? Als vernünftige Absicherung würde ich 60 - 70 % des Rest-Lebens-Netto ansehen. Also z.B. 0,6 * Nettojahreseinkommen * (60 - Alter)

Was die meisten vergessen: Sich dagegen abzusichern, wenn die/der "Nur"-Hausfrau/mann ausfällt. Zwar verdient sie kein Geld, aber wenn man die Dienstleistung Kinderbetreuung/Haushalt dazukaufen muss, ist das auch nicht billig.

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