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Risiko Tarifwechsel: Beitragsschock für Privatversicherte - was nun?
DPA

Für viele Privatversicherte wird es teurer. Neukunden müssen teilweise bis zu 30 Prozent mehr Beitrag zahlen, länger Versicherte manchmal noch mehr. Und der Ausweg über einen Tarifwechsel wird zunehmend riskant.

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UnitedEurope 30.11.2017, 14:13
1.

Trotz allem hält sich mein Mitleid in Grenzen. Wer in die PKV geht tut das meist ohne Not, er wusste worauf er sich einlässt und dass er im Zweifel nie mehr raus kommt.

Bei Beamten sieht es nochmal etwas anders aus, aber trotzdem, das ganze System gehört abgeschafft. Ein Solidarsystem sollte alle Bürger erfassen, und keine Zwei-Klassen Gesellschaft befeuern.

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henkeltopf 30.11.2017, 14:23
2.

Schaut man nach Holland, wird gerade dort die Bürgerversicherung zur Zweiklassenmedizin: Nut Notfälle sind im Basispreis abgedeckt, Zahnarzt, Physio, Medikamente...alles muss selbst Zusatzversichert werden. Wer das nicht kann, bekommt alle Zähne rausgerupft. Hier subventioniert die 10% PKV die 90% GKV mit. Ich rate allen, es beim jetzigen System zu belassen.

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dadokan 30.11.2017, 14:27
3. Ich wünschte...

...ich hätte das Recht wieder in die GKV zu wechseln. Das wäre zwar etwas teurer aber ich denke heute mit 42 anders als mit 30. Leider hat die Lobby der Privatversicherer hier ganze Arbeit geleistet. Ich müsste arbeitslos werden um dort wieder raus zu kommen.

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Odde23 30.11.2017, 14:30
4. Selbständige

Zitat von UnitedEurope
Trotz allem hält sich mein Mitleid in Grenzen. Wer in die PKV geht tut das meist ohne Not, er wusste worauf er sich einlässt und dass er im Zweifel nie mehr raus kommt. Bei Beamten sieht es nochmal etwas anders aus, aber trotzdem, das ganze System gehört abgeschafft. Ein Solidarsystem sollte alle Bürger erfassen, und keine Zwei-Klassen Gesellschaft befeuern.
Viele, die sich selbständig machen, wechseln in die PKV. Warum? Weil in der GKV ein Mindestbeitrag fällig wird, dieser beläuft sich auf 399.- EUR im Monat. Müssten sie mehr zahlen, weil das Einkommen darüber liegt, muss der zu wenig bezahlte Beitrag nebst Zinsen für bis zu 4 Jahre nachbezahlt werden. Umgekehrt gibt es keine Erstattung, wenn das Jahreseinkommen, z.B. wegen Krankheit niedriger ausfällt.

Hier nur mit der Entscheidung zu argumentieren, dass viele freiwillig die Solidargemeinschaft verlassen, springt daher zu kurz. Eine gewisse Nötigung dazu, findet hier schon auch statt, nicht nur bei den Beamten. Was viele dann beim Wechsel übersehen, ist dass sie später ggf. dann in der Falle sitzen, wenn sie alt werden.

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Schnellleser 30.11.2017, 14:32
5. Auch mein Mitleid hält sich in Grenzen

wer sich aus der Solidargemeinschaft verabschiedet, soll auch mit den Nachteilen der privaten Krankenversicherung klarkommen, gerade im Alter.
Ich bin bewusst in einer gesetzlichen Krankenkasse geblieben, obwohl ich wählen darf (Selbstständig).
Gerade im Alter kann es bei einer privaten KK sehr teuer werden und wenn man für die Kinder nach extra zahlen darf (was ich müsste), schmilzt der Vorteil bei den Beiträgen nochmal zusammen. Wenn ich die Krankenkassenbeiträge nicht bezahlen könnte, dann hätte ich mit meiner Selbstständigkeit ein grundsätzliches Problem.

Leider kenne ich Beispiele, wo Selbstständige sich von den zu Anfang niedrigeren Kosten haben blenden lassen und gerne wieder zurück zur gesetzlichen Krankenkasse wollten. Das geht ja bekanntlich nicht so einfach. Auch haben mich schon Versicherungsvertreten (von solchen Drückerkolonnen) fast ausgelacht, weil ich lieber in der gesetzlichen bleibe. Die private schließt ja auch Vorerkrankungen aus, was die gesetzliche nicht macht.
Man sollte sich wenn man die Wahl hat, dies daher sehr genau überlegen. Meiner Erfahrung nach, legt nämlich kaum jemand die evtl. eingesparten Beiträge auch konsequent zur Seite.

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solynieve 30.11.2017, 14:35
6.

Das ist völliger Unfug. Nach mehrjährigen Auslandaufenthalt konnte ich in Deutschland nur in eine Private einsteigen . Ich wäre viel lieber in eine gesetzliche gewechselt. Viele Selbstständige haben das selbe Problem. Es scheinen viele nicht zu kapieren, wie schwer es einem gemacht wird, wenn der Lebenslauf nichr 100% nach Chema „f“ verläuft, in die gesetzliche zu kommen.

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musorki 30.11.2017, 14:35
7. @1

das ist schon grober unsinn, den sie uns hier weißmachen wollen. es gibt durchaus bedingungen in denen nur der gang in die pkv bleibt, weil die beiträge zur freiwilligen versicherung in der gkv so hoch sind, daß z.b. freiberufler diese am anfang ihrer berufslaufbahn selten leisten können. gleichwohl stimme ich ihnen zu, daß nur eine solidarische bürgerversicherung wirklich gercht ist. dies betrifft auch unser rentensystem, auch hier sollten alle einzahlen.

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manbleibtman 30.11.2017, 14:36
8. Sehe ich such so

Bin freiwillig Gesetzlich versichert und kann keine Nachteile feststellen. Weder bei der Terminvergabe beim Arzt noch bei der Behandlung.
Wer aus der Solidargemeinschaft aussteigt muss auch mit den Konsequenzen leben.
Zusätzlich gibt es immer weniger junge Menschen die die entsprechenden Gehälter bekommen und in die PKV eintreten können.

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Sibylle1969 30.11.2017, 14:41
9.

Ich bin bei der AXA in einem Tarif, der schon vergleichsweise wenig Leistungen hat und 360 Euro SB pro Jahr. Beitragssteigerung rund 15% von 440 auf über 500 Euro pro Monat (inkl. PV). Ich bin auch gerade am Eruieren, ob ein Tarifwechsel sinnvoll ist. Ist aber immer noch deutlich billiger als die GKV, bei der ich den Höchstbeitrag zahlen würde.

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