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Riskante Finanzgeschäfte: Hessen soll Steuergelder verzockt haben
DPA

Es könnten Mehrausgaben in Milliardenhöhe anfallen: Laut "Welt am Sonntag" hat sich das Land Hessen mit sogenannten Derivaten verspekuliert. Jetzt äußert sich das Finanzministerium.

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Menschundrecht 26.08.2018, 01:50
90. Uff die Bäääm

[url=https://www.youtube.com/watch?v=06YQWeqVi-E]Ah ja, klar, Bouffier, Weiber, Suff, Kippen und Parteiverrat ...{/url] und jetzt auch noch 120 Jahre Aktensperre.

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loncaros 26.08.2018, 02:15
91.

Zitat von teekay1
Weder wurde hier etwas verzockt (Grummelchen321), noch wurde etwas gestohlen (gesell7890) noch etwas verwettet (Spiegel Online). Wenn Hessen 2011 bei 3% Zinsen sagte, dass der Zinssatz so niedrig ist, dass sie sich den gern für X Jahre sichern wollen, so ist das eine legitime Entscheidung. Wie schon im Artikel steht, tut das jeder Hauskäufer ebenso. Kreditlaufzeiten von 10, 15 bis 30 Jahre sind üblich. Sinkt in der Zeit der Marktzins weiter, dann kostet der Kredit über die Laufzeit mehr, als ein variabel verzinster Kredit kosten würde. Da wurde aber nichts verwettet, verzockt, gestohlen oder betrogen, sondern Planungssicherheit erkauft. Würde der Zinssatz während der Kreditlaufzeit steigen, spart der langfristig abgesicherte Kreditnehmer. Variabel verzinste oder kurz laufende Kredite wie in den USA sind eine der Krisenauslöser gewesen, weil bei steigenden Zinsen oder der Anschlussfinanzierung der Kreditnehmer die Zinslast nicht mehr schultern konnte.
3% Zinsen erscheint mir geradezu absurd hoch für einen Kreditnehmer wie ein relativ solventes Bundesland wie Hessen (oder ist die ganze Bande in FFM Steuerbefreit?)

Da fragt man sich schon, welche engen Freunde von Bouffier da an diesen Zinsen verdienen.

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Urmelchen 26.08.2018, 04:42
92. Uninfomierter Artikel

Der Autor hat hier eindeutig das Prinzip von Zinsderivaten nicht verstanden. Es wurde genau genommen eben nicht spekuliert sondern im Vornherein ein Zins ausgemacht, wenn man dies unterlassen hätte wäre es doch deutlich spekulativer.

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freeclimber 26.08.2018, 04:57
93. Der Skandal, der keiner ist!

Die Landesregierung hat danals einfach für einen Teil der ausstehenden Schulden die Zinsverpflichtungen längerfristig abgesichert. Nachdem die Zinsen damals auch schon historisch niedrig waren, war diese Entscheidung damals richtig. Ein angeblicher Schaden könnte hier nur jemandem vorgeworfen werden, der hellseherische Fähigkeiten wider besseres Wissen nicht eingesetzt hätte. Danach wäre dann jeder Finanzminister betroffen, der vor 2015 Schulden mit festen Zinssätzen gemacht hätte. Der angebliche Skandal ist keiner! Allein der Beticht der Welt und dessen Weitergabe durch andere Medien könnte als skandalös bezeichnet werden.

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marlang 26.08.2018, 06:14
94. Die wirtschaftlich kompetente CDU...

...ist wirklich kompetent darin, ihr Klientel auf Kosten der steuerzahlenden Allgemeinheit zu bereichern.
Wirtschaftlich unsagbar dumm, aber groß darin, korrupt und verlogen zu sein; das Markenzeichen der hessischen CDU.

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alex77lubu 26.08.2018, 06:36
95. tekay1

Sorry, bevor man anderen Foristen Halbwissen vorwirft, sollte man es selbst besser wissen. Die Absicherung mit Zinsswaps bedeutet, dass bereits während der Laufzeit Zahlungen anfallen. Auch wenn die Derivate kurz vor Fälligkeit ins Plus rutschen, ist die Kohle futsch. Anders sähe es aus, wenn die Absicherung über Swaptions erfolgt wäre, was bei der hohen Volatilität auch sehr teuer gewesen wäre. Zweitens muss das Land keine Zinsmarge erwirtschaften, von daher ist eine Absicherung sowieso Nonsens. Und drittens haben Bundesländer eine rollierende Finanzierungsstruktur, von daher sind diese sowieso nur bedingt zinssensitiv. Zumal ja auch noch kostenloses Funding in Form von Steuergeldern reinkommt. Im Endeffekt wurden also tatsächlich völlig ohne Sinn und Verstand Steuergelder verzockt!

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pterodactylus 26.08.2018, 06:47
96. Mal wieder gnadenlose Unkenntnis der Materie gezeigt

Derivate zur Absicherung sind nichts ungewöhnliches. Die Erwartung dabei ist, dass auf Gesamtsicht sich verschiedene Positionen ausgleichen. Wenn man dabei nur die Absicherung für sich alleine betrachtet, dann steht da natürlich nur ein Minus, wenn der Absicherungs-Fall nicht eintritt. Wenn der Fall ohne Absicherung dagegen eintritt, dann steht dort das Minus und in der Absicherung das Plus. Im Allgemeinen sind die Derivate aber so gewählt, dass das Gesamtbild positiver ist als die einzelne Minusposition je werden kann. Und dann hat man genau die angestrebte und erwähnte Planungssicherheit erreicht.
Aber natürlich wird vom SPON nur auf die "Skandal"-Verlustposition geguckt....

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Gunnicus 26.08.2018, 07:12
97. "Cry Wolf"

Die WELT belegt damit, daß sie von Finanztechnik nichts versteht.

Der Marktzins schwankt. Wer über einen bestimmten Zeitraum einen festen Zins möchte (Planungssicherheit), muß einen Aufschlag zahlen, also einen höheren Zins zahlen.
Da wir in einer Niedrigzinsphase sind, die erfahrungsgemäß nicht ewig dauern wird, kann das Sinn machen.

Jedoch: Der Marktzins kann für die gesamte Laufzeit unter dem festem Zins bleiben. Dann zahlt man drauf. Steigt er (zB Inflationsanstieg), macht man Gewinn. In jedem Fall sind die gesamten Kosten anfangs festgelegt und können nie überschritten werden. Mit Zocken, für das Derivate natürlich auch eingesetzt werden können, hat das nichts zu tun.

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mm12345 26.08.2018, 07:19
98. Kein Nullsummenspiel

Bei den Derivaten handelt es sich wohl um Zinsswaps. Beispiel: Ich habe Schulden und zahle dafür variable Zinsen. Um mich gegen steigende Zinsen abzusichern schließe ich den Zinsswap ab. Der Swap zahlt mir variable Zinsen (die sich somit ausgleichen mit den Zinsen, die ich für meine Schulden zahlen muß), dafür muß ich fixe Zinsen zahlen. Der Vergleich der ursprünglich zu zahlenden variablen Zinsen mit den jetzt per Saldo noch zu zahlenden fixen Zinsen kann positiv oder negativ sein.

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alternativlos 26.08.2018, 07:36
99. Geschäftsmodell auf Kosten anderer

Die Machtbasis des konservativen Geschäftsmodell ist doch offensichtlich, indem mit Wetten auf Zinsderivate die Vertrautheit auf das eigene Geschäftsgebären abgesichert werden soll.

Wenn die kumulierten Schuldverhältnisse groß genug sind, dann tut es den Bürgern besonders weh, wenn sie ihr Vermögen entwertet sehen. Diese Methode lässt sich dahingehend optimieren, dass sich ganze soziale Gruppen danach sortieren lassen.

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