Forum: Wirtschaft
Riskante Finanzgeschäfte: Hessen soll Steuergelder verzockt haben
DPA

Es könnten Mehrausgaben in Milliardenhöhe anfallen: Laut "Welt am Sonntag" hat sich das Land Hessen mit sogenannten Derivaten verspekuliert. Jetzt äußert sich das Finanzministerium.

Seite 11 von 18
blabla55 26.08.2018, 07:37
100.

Diese Zockerei war im Ruhrgebiet war in den 2000 ziger lange Zeit normal.
Wie bei Glücksspiel meistens,auf der Vieliererseite.
https://www.zeit.de/2015/04/kommunen-schulden-schweizer-franken-essen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thomas Kossatz 26.08.2018, 07:38
101.

Zitat von hefe21
"Das ist ein Nullsummenspiel bei dem man vorher sicher sein kann, was dabei heraus kommt." Sehr witzig, aber Null kann man stehen lassen, um die handelnden Personen auf der Polit-, =Verliererseite zu benennen. Da aber die "Geschäfte" so auffallend bald nach Amtsantritt angeleiert wurden, stimmt das vielleicht auch nicht und man wird das Ganze noch als vorsätzlich komplizenhafte Verschwörung zwischen den Vertragsparteien zulasten Dritter einstufen müssen. 2011, als die Zinsen weltweit nach Systemtriebswerkausfall bereits im angekündigten Sinkflug waren, noch derart langfristige Kontrakte abzuschliessen, kann wohl gar nicht anders bezeichnet werden. In Kämmererkreisen waren damals zudem schon unzählige einschlägige Eiteraufbrüche solcher Wetten aus der Zeit vor 2008 bekannt. Eine öst. Landeshauptstadt kämpft seitdem mit ihrer Hausbank um eine halbe Milliarde. Der zuständige Finanzstadtrat, der, no na, ohne persönliche finanzielle Einschnitte verblieb, offenbarte sich vor einem U-Ausschuss, dass ihn keine Schuld treffe, da er Konstruktionen jenseits von Bausparverträgen ohnehin nicht verstehen würde. Auch dort waren die üblichen Verquickungen aus Politik und speziell der Geldwirtschaft ein Treiber.
Nochmal für Sie: Ein Kredit mit variablen Zins wäre ein Spekulationsgeschäft, denn bei niedrigeren Zinsen würde man weniger zahlen, bei höheren Zinsen mehr. Das gleiche gilt für ein Derivatgeschäft, nur hier ist es genau umgekehrt. Auch das wäre Spekulation.

Was Sie und andere in Ihrem Unwissen durcheinanderbringen: 2007/2008 ging es um Derivate, die nicht zur Absicherung von Krediten dienten. Sie waren Spekulation auf den Zinsverlauf. Zu diesem Zweck waren Sie nie konstruiert worden.

Wenn man dagegen Derivate und variable Zinsen gleicher Summe vergleicht, dann stellt man fest: Die Erträge der Derivate decken genau die Zinsgewinne ab, sollten die Zinsen fallen, decken die Erträge der Derivate den Mehraufwand für Zinsen.

Es ist also völlig egal, wie sich die Zinsen entwickeln, die Belastung bleibt gleich.

Der Beitrag ist fachlich falsch, es gibt keinen Skandal und keine Verluste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hessejames 26.08.2018, 07:41
102. Die Mehrheit der Kommentare

...hier demonstriert , dass auch wenn man gar keine Ahnung hat, man dennoch besserwisserisch, wutschäumend und kopflos einfach vor sich hin brabbeln kann.
Wie ein Kommentator bereits richtig gesagt hat, hat Hessen sich lediglich gegen steigende Zinsen versichert. Die Zinsen sind nicht gestiegen, also war diese Ausgabe im Nachhinein so unnötig wie meine Brandschutzversicherung (mein Haus will einfach nicht abfackeln).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
patsm 26.08.2018, 07:43
103. Bedenklich

Es ist sehr bedenklich, wenn offensichtlich fachfremde Journalisten derartig populistische Beiträge schreiben.
Diese Art von Finanzprodukt ist ein Absicherungsintrument. Somit ist der Ansatz der Politiker richtig. Das Ausmaß und die Dauer macht des Produkts macht allerdings auch mich etwas stutzig. Vielleicht hätte ein simpler Bausparvertrag einen ähnlichen Effekt bei deutlich geringeren Kosten gehabt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blabla55 26.08.2018, 07:45
104.

Ich erinnere an die ominösen Cross-Border-Leasing-Geschäften mit Vermietung von ganzen U-Bahn-Netzen oder der komplettten Wasserversorgung.
Gewinner war.....
https://de.wikipedia.org/wiki/Cross-Border-Leasing

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mwroer 26.08.2018, 08:08
105.

Zitat von haarer.15
Es gehört sich nicht, dass Kommunen oder schlimmer noch ein ganzes Bundesland mit hochriskanten Geschäften spekulieren. Es geht hier schließlich um öffentliche Gelder. Nach der Finanzkrise weiß fast jeder, was es mit Derivaten auf sich hat. Politiker in Verantwortung sollten es noch besser wissen. Diese Papiere bieten keinesfalls eine Planungssicherheit. Das ist pure Veräppelung des Bürgers.
Derivate sind nicht hochriskant und ich widerspreche: Nach der Finanzkrise wissen offenbar immer noch nicht genug was Derivate sind und was der hessische Staat da gemacht hat.

Sie zumindest wissen es sicher nicht. Sonst würden Sie das Wort 'hochriskant' nicht benutzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lisa_can_do 26.08.2018, 08:13
106. Wo ist der Rechtsstaat

wo sind die Kontrollgremien? Wie können Politiker, also Finanzlaien, solche Spielchen machen - wer hat diese CDUler dazu legitimiert. Echt krass, dass man mit bekannt riskanten Finanzgeschäften mit den Steuergeldern von Wählern regelrecht spielt. Verbieten und die Politiker abwählen. Aber leider kann man den Eindruck bekommen, dass der Rechtsstaat sich nur noch selbst bedient.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tailspin 26.08.2018, 08:14
107. BAFIN ermittelt mal wieder?

Da haben wir ja neben der Tuerkei gleich die naechste Baustelle. Ist das eigentlich moralisch noch vertretbar, Steuern fuer dieses Beamtenmikado mit Verlustgarantie zu zahlen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geschädigter5 26.08.2018, 08:24
108. Die CDU kann eben nicht mit Geld umgehen.

Auch in Hamburg hat die CDU den HSH- Skandal mit zu vertreten. Ich kann mir nicht vorstellen, das hier die beiden genannten Politiker nicht zur Verantwortung gezogen werden können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
skeptiker97 26.08.2018, 08:34
109. Planungssicherheit?

Wenn man erst am Ende weiss, ob die Anlage erfolgreich ist, dann ist das das Gegenteil von Planungssicherheit. Eine plumpe, primitive Lüge, um das Verschwenden von Steuergeld dem Bürger zu "erklären". Welch eine Arroganz!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 11 von 18