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Riskante Finanzgeschäfte: Hessen soll Steuergelder verzockt haben
DPA

Es könnten Mehrausgaben in Milliardenhöhe anfallen: Laut "Welt am Sonntag" hat sich das Land Hessen mit sogenannten Derivaten verspekuliert. Jetzt äußert sich das Finanzministerium.

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ich123 26.08.2018, 09:53
130. Sehr schwacher Artikel @

Das ist cirka so, als ib man eine Autoversicherung abgeschlossen hätte und nach 5 Jahren dann schreiben würde, dass die Versicherungsprämie ein Verlust war, da Auto nicht gestohlen worden ist

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ernster-august 26.08.2018, 09:56
131. Barmherzige Banken

Warum sollten Banken Geschäfte tätigen bei denen der Kunde im 1.Fall Geld gewinnt (spart Zinsen) und im 2.Fall sich Geldeinsatz und Geldverlust die Waage halten? Was hätte die Bank davon?

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ernestobecker 26.08.2018, 09:57
132. Derivate und ihre Risiken

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mir wünsche, dass öffentliche Körperschaften mit Derivaten arbeiten dürfen. Es gibt Finanzmarkt-Instrumente unterschiedlichen Risikos und ich bezweifle, dass dort (immer) die ausreichende fachliche Kompetenz vorliegt. Man hat es bei der letzten Finanzkrise gesehen, dass die öffentlich-rechtlichen Banken (Landeszentralbanken) verstärkt übers Ohr gehauen wurden.

Bestimmte Derivate sind Instrumente für echte Finanzprofis. Von diesen sollte man dann auch verlangen, dass sie für entstehende Verluste einstehen. Beim Finanzministerium ist es am Ende nur der Steuerzahler, der sich nicht wehren kann.

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stereotyp72 26.08.2018, 09:59
133.

Zitat von anno1984
Hätten sie dieses Geschäft nicht getätigt und die Zinsen wären gestiegen wären sie die Doofen. Nun sind sie es weil sie gefallen sind. Jeder Hauskäufer hat sich um 2011 langfristig die Zinsen gesichert und ärgert sich nun. Alle die es nun besser wissen müssten sehr reich sein, da sie sicher auf fallende Zinsen gesetzt haben. Im Nachhinein sind wir alle klüger und wissen was besser gewesen wäre.
Aber wenn Sie wissen, dass Sie evtl. 1 Mrd. Kredit brauchen, werden Sie keine Zinswette abschließen, bei der Sie 1 Mrd. verlieren können. Diese Swap-Geschäft sind offenbar sehr kompliziert, so dass sie kaum jemand versteht.

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Ezechiel 26.08.2018, 10:07
134. Wenn, wenn, wenn ...

Wenn Draghi mit seiner Niedrigzinspolitik das Zinsgefüge in der EU nicht umgebaut, und das Land Hessen diese Derivaten Geschäfte nicht getätigt hätte, wäre im Spiegel möglicherweise ein Artikel erschienen mit der Überschrift: "Hessen soll Steuergelder verzockt haben, weil Kredite mit auslaufender niedriger Zinsfestschreibung, nicht vorsorglich durch Derivate abgesichert wurden und deshalb die Zinsbelastungen erheblich angestiegen sind". Viele Kommunen in Hessen, auch "meine", haben vor einigen Jahren viel Geld verloren, weil Fremdwährungskredite, hauptsächlich in Schweizer Franken, schiefgelaufen sind. Hintergrund dieser "Spekulationen" ist ja immer die Absicht, Zinsbelastungen reduzieren zu wollen. Um den Verantwortlichen den Entscheidungszwang zu nehmen, sollte es entsprechende Vorschriften geben, die solche "Spekulationen" verbieten. Dann muss es der Bürger auch hinnehmen, wenn Vorteile nicht genutzt werden können.

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frank57 26.08.2018, 10:11
135. wir werden

von zweifelhaften charakteren regiert!

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gammoncrack 26.08.2018, 10:11
136. Wie kommen Sie darauf,

Zitat von stereotyp72
Aber wenn Sie wissen, dass Sie evtl. 1 Mrd. Kredit brauchen, werden Sie keine Zinswette abschließen, bei der Sie 1 Mrd. verlieren können. Diese Swap-Geschäft sind offenbar sehr kompliziert, so dass sie kaum jemand versteht.
dass das Risiko der Zinswette genau so hoch ist wie der Kredit selbst?

Mag ja sein, aber mich würde schon interessieren, ob das tatsächlich so ist. Können Sie das also einmal belegen?

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f_eu 26.08.2018, 10:14
137.

""Das Finanzministerium bestätigte die Zahlen nicht. Das Land verhalte sich nicht anders als der private Immobilienbesitzer, der auch versuche, sich möglichst langfristig günstige Zinsen zu sichern.""

Was für ein Schwachsinn. Die private Immobilienbesitzer der auf variable Zinsen setzt ist die absolute Ausnahme und es sind zudem Leute die eigentlich nicht rechnen müssen.

Nein. Hier in Hessen haben Leute anderer Leute Geld verzockt..Wäre es das eigene gewesen, dann wäre so etwas nicht passiert.

Dass dann die Wahrheit von denen die das Geld versenkt haben noch verschleiert werden kann ist eine riesen Sauerei.

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hellmut1 26.08.2018, 10:17
138.

Nichts aus der Finanzkrise gelernt. Wieviele Kommunen haben sich damals verzockt und Landesbanken? Zumindest hat die Helaba bei der Finanzkrise nicht nach Steuermitteln gerufen. Was die
Politik den Lebensversicherungen verbietet, den Einstieg in Wertpapiergeschäften bzw. Wetten, führt sie selber durch.

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jjcamera 26.08.2018, 10:20
139. Ber

Immer noch besser, als von Steuergeldern einen protzigen Großflughafen bauen, der nie fertig wird. Da wird man als Politiker hinterher garantiert nicht zur Verantwortung gezogen und es entsteht sogar noch ganz kostenlos nebenher ein Denkmal für Willy Brandt.

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