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Riskante Finanzgeschäfte: Hessen soll Steuergelder verzockt haben
DPA

Es könnten Mehrausgaben in Milliardenhöhe anfallen: Laut "Welt am Sonntag" hat sich das Land Hessen mit sogenannten Derivaten verspekuliert. Jetzt äußert sich das Finanzministerium.

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cypherBSD 26.08.2018, 23:24
80. Das Orakel von Omaha: Derivate sind "Massenvernichtungswaffen"

Derivate sind "Zeitbomben", weil sie "mega-katastrophen-riskant" seien, könnten Derivate ganze Volkswirtschaften vernichten. Derivate seien "wie die Hölle", schreibt Buffett: "leicht zu betreten, aber unmöglich, sie zu verlassen".[1]

Man muss diesen verantwortlichen Volksvertretern nicht nur Vorsatz unterstellen, sondern auch, das sie uns als Steuerzahler ohne unser Wissen an den Teufel verkauft haben. Diese Zauberlehrlinge versuchen es immer wieder!

Es wird Zeit, das dieses staatlich organisierte "Kartel der Misswirtschaft"[2] in allen Bereichen verboten wird und die Verantwortlichen persönlich zur Verantwortung gezogen werden

[1] https://www.welt.de/print-welt/article441629/Warren-Buffet-Derivate-sind-Zeitbomben.html
[2] https://www.zeit.de/2018/33/toll-collect-lkw-maut-staat

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JerryKraut 26.08.2018, 23:24
81. Warren Buffett,

der seit Jahrzehnten sehr erfolgreich mit dem Geld anderer Leute wirtschaftet, nannte Derivate einmal finanzielle Massenvernichtungswaffen. Das sollte den Herren in Hessen doch zu denken gegeben haben.

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RMG 26.08.2018, 23:29
82. … fake news …?

vielleicht ja nicht, aber zum jetzigen Zeitpunkt zumindest mal … speculative news !
Bemerkenswert auch, wie hier die Foristen mitspekulieren. Jede Menge Hobbybanker und Feierabendbetrieswirte. Fehlen nur noch die Küchenjuristen. Das Finanzministerium muss natürlich auch sagen, dass e sich wie ein Häuselebauer verhalten hat. Es gibt nämlich ein Spekulationsverbot für die öffentliche Hand, wenn man also hier nur reich werden wollte, wird`s eng. Auffallend ist die Zahl der negativen 3,2 Mrd. des Derivateportfolios. Das sind ja dann Kosten der Absicherung der Zinsdifferenz, d.h. die eigentlichen Kreditbeträge sind um ein vielfaches höher. Aber auch das weiss man jetzt noch nicht. Also, lieber Spiegel, dranbleiben.

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newliberal 26.08.2018, 23:41
83. Na ja,

lägen die Zinsen jetzt bei 5% würden dieselben Akteure jetzt gefeiert ob ihrer Weitsicht und Weisheit. Das Problem ist dass die Finanzmärkte einer Flussreise gleichen, man sieht immer nur bis zur nächsten Biegung des Flusses. Auch Nobelpreisträger wie Krugman und Superspekulanten wie Soros irren, die hatten im Falle eines Trumpschen Wahlsieges einen sofortigen gigantischen Börsencrash prophezeit - es kam bekanntermassen wie immer ganz anders. Wenn jetzt schon Superbrains so danebenliegen, wie sollen dann ein paar Provinzpolitiker die Entwicklung der Märkte prognostizieren ?

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Rahvin 26.08.2018, 00:01
84.

Es ist doch eigentlich ganz einfach: Der Staat hat nicht zu zocken. Es hat sich immer wieder gezeigt, dass Politiker und ihr "Fachpersonal" es einfach nicht können. Es kann auch nicht im Interesse der Bürger sein, dass mit ihrem Geld spekuliert wird. Das Geld des Staates soll sinnvoll investiert werden. Bildung, Infrastruktur, Gesundheitssystem. Und wenn man schon Geld anlegen und zurücklegen muss, dann doch ganz einfach so, dass es eben nicht weniger wird. Nach maximaler Rendite zu streben, Wetten auf möglicherweise steigende oder sinkende Zinsen abzuschließen - das ist nichts für den Staat. Warum ist das so schwer zu begreifen? Wenn jemand meint, er müsse das tun, soll er auch für die Ausfälle gerade stehen. Der Herr Ministerpräsident und seine Getreuen in Hessen dürfen also gerne bei entstehenden Schäden für den Steuerzahler mit ihrem Privatvermögen einspringen. Aber dafür fällen den Herrschaften Rückgrat, die nötige Kohle und Cojones.

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shardan 26.08.2018, 00:03
85. Wie bitte?

Also: Man habe sich nicht verzockt. Ob eine Anlage als Derivat aufgeht, weiß man aber erst hinterher? Und das nennt man dann beschönigend, nein: Schöngelogen Planungssicherheit? Wenn ich bei einem Finanzprodukt erst im Nachhinein weiß, ob die Anlage lohnt oder einen Verlust einbringt, ist das Anlegen reine Spekulation und sonst gar nichts. Die Aussage, das sei keine Spekulation ist eine Frechheit.

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peter.sievert 26.08.2018, 00:11
86. Alles andere als neutral dargestellt

interessierter Laie hat absolut Recht. Die Derivate dienten in diesem Fall wirklich dazu, den Zins zu fixieren (der ja 2011 bereits recht niedrig war). Die 3,5 Milliarden sind also in gewissem Sinne reine Opportunitätskosten, die man durch die noch niedrigeren Zinsen momentan hätte sparen können. Das konnte damals aber niemand wissen, dass die Zinsen noch niedriger werden würden. Privatanleger sind übrigens schlechter dran als das Land Hessen mit Derivaten, da Endkundenprodukte recht hohe implizite Gebührenzuschläge haben. In der Praxis heißt dass, sie können den momentanen Zins nicht 1:1 fixieren, sondern nur einen leicht erhöhten. Hessen hat in der Tat nicht spekuliert, sondern genau das Gegenteil gemacht.

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chimorin1 26.08.2018, 01:13
87. Danke Bouffier

Alleine Bouffier muss ich mir nur einmal kurz ansehen, ihn reden hören, und ich weiss sofort, was für eine Flachpfeife das ist. Unseriöser Stammtisch Heini, der seine (unsere) Geschäfte im Zweifel bei ein paar Bier abschließt. Der hessische Steuerzahler dankt ! Danke Bouffier, danke CDU. Leider gibt es extrem viele dumme Menschen, die sowas auch noch wählen. Dem Großteil der Bevölkerung müsste das Wählen eigentlich untersagt werden, da sie nicht den blassesten Schimmer von Politik haben.

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vubra 26.08.2018, 01:18
88. Wenn da keiner ins Gefängnis geht

ich habe gewettet das man als Politiker Strffrei ausgeht wenn man 375 Millionen Euro verbrennt. Hessen hat echte Finazgenies in der Regierung, man muss sich mal vorstellen was die an Bonus dafür Kassiert haben. Vermutlich in Übersee. Nummernkonto.

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swarf 26.08.2018, 01:28
89. Man sollte Ahung von dem Thema haben,

wenn man sich äußert. Das scheinen nicht viele zu haben.

Aus dem Artikel kann ich nicht entnehmen, um welche Derivate es sich handelt.

Aber wie mancher der Wenigen von sich gab : jeder Privatmann sichert seine Baufinanzierung mit einer langfristigen Zinsbindung ab. Das Risiko, im Zweifel planbar einen zu hohen Zins gezahlt zu haben ist m.E. nicht so hoch, als wenn ich von langjährigen niedrigen Zinsen Träume, der Traum platzt und ich zwangsweise verkaufen muss, weil ich die Raten nicht zahlen kann.

Hinterher kann ich mich ärgern, in dem einen Fall mit Haus, in dem anderen ohne. Ich weiß, was mir lieber ist.

Wenn man weiß, ob die Zinsen rauf oder runter gehen, ist man an der Sonne. Jede Woche die Lottozahlen zu kennen, ist toll.

Ich glaube erst einmal nicht, dass hier mit einem unnötigem Risiko mit Steuergeldern spekuliert wurde.

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