Forum: Wirtschaft
Riskante Übernahme: Bayer-Aktie auf Talfahrt
Oliver Berg/ DPA

Die Übernahme des Glyphosat-Herstellers Monsanto wird für Bayer zum Desaster, der Aktienkurs fällt immer weiter. Inzwischen sind Bayer und Monsanto zusammen weniger wert als der US-Konzern alleine zum Zeitpunkt der Übernahme.

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diefans 26.03.2019, 21:03
30.

Zitat von ch3_94
denn sie wollten Monsanto wg des Glyphosats ums Verrecken haben
Die Patente für Glyphosat sind (sofern man Wikipedia trauen kann) 2000 abgelaufen: https://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat#Produktion

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search_for_truth 26.03.2019, 21:05
31. Das Monsanto ein übles Geschäftsmodell hat, ...

war jedermann klar. Und auch ich habe die Übernahme durch Bayer mit höchster Skepsis registriert.
Genmanipuliertes Saatgut, das Pflanzen erzeugt, die nicht keimfähig sind, - das geht ja gar nicht. Und Glyphosat-resistentes Saatgut zu vertreiben ist ebenfalls moralisch hochgradig bedenklich.
Bei dem Prozess in den USA geht es allerdings darum, ob Glyphosat für den Menschen krebserregend ist und ursächlich für Non-Hodgkin-Lymphome ist. Dafür ist meines Wissens die Datenlage sehr dünn...
Bayer muss also also nicht für das miese Geschäftsmodell von Monsanto gerade stehen, sondern "nur" für einen eher fragwürdigen Vorwurf der Karzinogenität von Glyphosat.

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keksguru 26.03.2019, 21:12
32. vollkommener Irrsinn bei Bayer

warum nur haben die das getan? Wieder so ein irrsinniger Merger, der ganz gewaltig nach hinten losgeht. Zumal hier zwei (damals) gleichgroße Elefanten eine Hochzeit gefeiert hatten, ohne dabei zu beachten daß einer von beiden mit erheblichen (durch Glyhphsat verursachten) Bauchschmerzen in diese Beziehung eingegangen ist. Bayer hat meiner Ansicht damit das Überleben als Ganzes aufs Spiel gesetzt... meine Güte. Bei der nächsten Hauptversammlung dürfte es extrem hoch hergehen, da ja auch viele Bayer-Aktien Belegschaftsaktien sind und dort ist man (vermutlich) überhaupt nicht amüsiert über diese offenkundige Fehlentscheidung. Monsanto wäre doch heute für nen Appel und Ei zu haben...

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at.engel 26.03.2019, 21:13
33.

Kein Mensch, der mehr oder weniger regelmäßig die Nachrichten verfolgt, konnt nachvollziehen, wie BAYER auf die Idee kommen konnte, gerade Monsanto zu kaufen.
Und viel Möglichkeiten gibt das nicht: Entweder gingen die Verantwortlichen davon aus, dass da so viel Geld zu machen ist, dass es einfach egal ist, wieviel das auf juristischem Niveau kosten wird.
Oder die Verantwortlichen sind inzwischen so weltfremd, so abgehoben, dass sie einfach nicht mehr realisieren, was sich da gesellschaftlich bzw. rechtllich tut.
Oder - und das ist bei einem Unternehmen dieser Größe nicht auszuschließen - sie hatten einfach die Unterstützung der Regierung: Mit der Zusage, dass Deutschland ihnen hier, in Europa zumindest, den Rücken freihalten wird.

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Der Terraner 26.03.2019, 21:14
34. Herr Baumann hat recht

Monsanto zu kaufen war richtig. Die Kampagne gegen Glyphosat ist an Verlogenheit nicht zu überbieten. Alkohol ist ungleich giftiger eingestuft als Glyphosat. Höhere Gerichte werden die offensichtlichen Fehlurteile kaum aufrecht erhalten können. Die Markt übertreibt mal wieder völlig. Wie bei Wirecard werden die Kurse in naher Zukunft wieder deutlich steigen.

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Lagombra 26.03.2019, 21:14
35. Wen wundert's?

Jeder der auch nur peripher mit den Gegebenheiten des U.S.-Amerikanischen Markts vertraut ist, hat das Desaster kommen sehen. Aber deutsche Manager, international unbewandert und oberlehrerhaft auf vorgebliche Rechte pochend, versieben es wie schon so oft.

Das wird ein gutes Geschäft, wenn Bayer endlich in einzelne Einheiten zerschlagen werden und verkauft, bzw. separat an die Börse gebracht werden kann; das hat schon oft mit deutschen Unternehmen geklappt.

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antelatis 26.03.2019, 21:15
36. Tja

Zitat von De facto
Es war doch irgendwo zwischen glasklar und sonnenklar das die Amis mit dem Kläger nur gewartet haben bis Monsanto nicht mehr ein US Unternehmen ist - das Managment war extrem naîv oder aber einfach gut belohnt wenn die Übernahme klipp und klar ist.
Ich bin mir sicher, dass es sich für die Verantwortlichen richtig gelohnt hat, denen wird das ziemlich egal sein, ob die mit so einem Deal das ganze Unternehmen ruinieren, wenn sie selbst dabei nur gut wegkommen. Von denen war sicher keiner naiv, die haben halt nur die persönlichen Interessen in den Vordergrund gestellt und sind so mal wieder auf Kosten anderer steinreich geworden.

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Lagombra 26.03.2019, 21:19
37. Das sind Verschwörungstheorien

Zitat von espressotime
Monsanto hat Bayer eine Katze im Sack verkauft. Komisch das all die Jahre niemand in den USA Monsanto angeklagt hat? Erst als Bayer Monsanto gekauft hat. Eine mit den US Behörden und US Politikabgekatertes Spiel, die Deutsche Pharmaindustrie zu schädigen. Erst war die Autoindustrie dran und nun das. Den Amerikanern ist nicht zu trauen.
Es ist doch einfach so, daß deutsche Manager und Unternehmen schon lange nicht mehr clever genug sind, um auf dem Weltmarkt zu bestehen, und die Bundesregierung macht es mit ihrer jahrzehntelangen Duldungsstarre den Amerikanern und Chinesen leicht, ja, sie lädt sie geradezu zur Selbstbedienung ein.

Über die Deutschen kann man vom Ausland betrachtet eigentlich nur noch lachen. Noch nicht einmal mehr Bahnhöfe, Flughäfen oder Überlandleitungen können sie bauen.

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beathovenr66 26.03.2019, 21:24
38. Na und ?

wenn die Talfahrt so weiter geht, wird der CEO abgelöst und darf sich auf den goldenen Handschlag freuen.
Der normale Mitarbeiter wendet sich mit Grausen und die Aktionäre haben die A....karte gezogen. Beispiele
für diesen grosskapitalistischen Ablauf gibt es zuhauf und niemand lernt daraus.. schade, oder ?

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kumi-ori 26.03.2019, 21:41
39. Erst der Anfang

Das ist alles erst der Anfang, und auch der Glyphosatskandal ist eigentlich noch gar nichts. Was wird erst los sein, wenn Hunderttausende von Geburt an körperbehinderte Vietnamesen Bayer auf Schadensersatz wegen des im Vietnamkiregs versprühten Entlaubungsmittels Agent Orange verklagen werden!

Dabei hat Bayer noch weitere Leichen im Keller, beispielsweise den Schwangerschaftstest Duogynon.

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