Forum: Wirtschaft
Riskante Wetten mit Derivaten: "Wie vor der Finanzkrise"
AFP

Die Massenvernichtungswaffen der Finanzindustrie werden wieder scharf gestellt. Mehrere große Banken planen Geschäfte, mit denen die neuen europäischen Regeln für Derivate umgangen werden können. Experten sehen die nächste Krise heraufziehen.

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harringer 29.12.2012, 13:15
80. Banken sind per se verantwortungslos!

Das ist ja nichts wirklich neues. Was neu ist, dass Dank finanzstarkem Lobbismus, Aemterverquickung (siehe Goldman Sachs) die Politik viel zu bankenfreundliche Politik betreibt und demnaechst alle von den Banken versklavt sein werden.

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SpieFo 29.12.2012, 13:17
81. (Ohrenzuhalt)

Aaaaaaaaaaa
Zitat von styxx66
Und warum überrascht mich das nicht? Es ist doch klar, dass diese Gier-Bankster nichts aus der Vergangenheit gelernt haben, bzw nicht lernen wollen.
Natürlich haben sie gelernt:
- sie haben die Staaten in der Hand
- der Staat hilft, der Steuerzahler zahlt
- es gibt immer einen Ausweg

Zitat von
....Es gibt keine wirklichen Regeln mehr bei den Zockern und die Polit-Deppen schauen hilflos zu. Für mich sind die Politiker die wahren Totalversager. Abhängig vom großen Geld sind sie zu richtigen Lobbyhuren mutiert. Und diese Mutanten stehen nun nächstes Jahr wieder auf der Matte wenn die Wahlen anstehen. Das Schlimme an dieser Geschichte ist, dass weit und breit kein politischer Herkules bereit steht und diesen Augiasstall ausmistet. Keine Alternativen, keine Hoffnung, keine Besserung der Zustände, das wird DE 2013 und der Michel schaut tatenlos zu.
Murksel(um den Begriff mal zu übernehmen)-Mutti hat doch beste Zustimmungswerte!
Ein Herkules braucht die Zustimmung der Medien, insbesondere von BLÖD. Ein Steinmeier, der zumindest einen Teil des Mistes wegschaffen will, wird selbst von anderen Medien hier niedergemacht. Wo ist breite Unterstützung für ihn?

Die Medien suhlen sich inzwischen in "Aufklärungsarbeit" und "investigativem Journalismus" auf möglichst niedrigem Niveau.

Und der Michel? Der hat noch nie den Arsch hochgekriegt, außer zum Bierholen.
Der 68er-Drive ist längst vom Smartphone-Wischen ersetzt worden.

Die "Generation Apple" hat es nicht mal kapiert, daß aus dem Freiheitsgedanken des Macintosh
https://www.youtube.com/watch?v=HhsWzJo2sN4
längst die Unfreiheit eines neuen Big Brother geworden ist.

https://www.youtube.com/watch?v=6faWFLjUJRg
"Was George Orwell right about 1984?"
Thumbs up
Damals versprach SJ noch "individuelle Freiheit".
Das Gegenteil ist daraus geworden, die Frösche haben es nicht bemerkt.

Ja, es sind inzwischen viele "Big Brothers":
Google, Apple, Faceboock, Flugpassagierdaten, GEZ-Ersatz, Gesundheitskarte, name them.

Solange hier kein Umdenken erfolgt, solange wird der Michel auch den Weg des geringsten Widerstandes gehen; ja, er kenn nichtm mal mehr das Wort und die Bedeutung von "Widerstand".

"Setze die Menschen permanentem Druck und Stress aus, dann haben sie keine Zeit mehr zum Überlegen und zum Widerstand".

Mission accomplished:
- H4-Sanktionen
- Job-Angst
- sinnkende Einkommen
- steigende Mieten, Energiepreise
- sinkende Renten
- Abzocke bei privater Vorsorge
- Schüren von Zukunftsängsten(Steuererhöhungen, Pflege im Alter...)
- Inflationsangst

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seine_unermesslichkeit 29.12.2012, 13:20
82.

Zitat von willi2004
... Zum beliebtem Politikerbashing noch ein Hinweis. Man sollte mal mit verschiedenen Politikern im Netz oder live sprechen. Es gibt unterschiedliche Meinungen, Sie kommen aus verschiedenen Berufen, Sie haben unterschiedliche Motivationen und nicht alle werden bestochen. Und wenn doch, dann nicht hier im Forum meckern sondern nichts wie hin und sich wählen lassen, es gibt viel Geld!
Ich kenne keinen einzigen unbestechlichen Politiker in Deutschland, der öffentlich und sich wiederholend die Bestechlichkeit seiner Berufskollegen anprangert!

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bert.hagels 29.12.2012, 13:20
83. Das ...

Zitat von schnuffschnuff
Im Bundestag wurde Solidarität mit den Gläubigern Griechenlands geübt. Dem hat sich die LINKE zu Recht verweigert.
... ist eine Frage der Perspektive, aber angesichts der Lage in Griechen wär's auch irrelevant. Was meinen Sie, was passiert wäre, wenn Griechenland infolge von Nichtfreigabe von EU-Geldern durch den deutschen Bundestag zahlungsunfähig geworden wäre?

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derlabbecker 29.12.2012, 13:25
84. und wie die dazu gelernt haben...

Zitat von Rido
Gut zu wissen, dass die Banker dazu gelernt haben...
Erfahrung der ersten durch die Banken ausgelösten Krise:
1. Kassiert weiter schön die Boni
2. Wenn es keine Boni mehr gibt, geht zur nächsten Bank, der Golfkumpel besorgt euch nen neuen Job
3. Wenn die Bank vor der Pleite steht kommt der blöde Staat und pumpt Milliarden Steuergelder hinein
4. Eure Pensionen und Abfindungen sind sowieso sicher, Grund: Punkt 3.

Das haben sie gelernt, also machen sie weiter.

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SpieFo 29.12.2012, 13:26
85. "Highperformer" in der Politik?

Zitat von the great sparky
... wer von doofen politikern spricht sollte sich mal fragen, welcher experte sein wissen in den dienst von parlamenten oder regierungen stellen sollte, wenn er bei banken und versicherungen ein vielfaches verdienen kann. natürlich verdienen unsere politiker verglichen mit einem "otto-normal-verbraucher" üppig. und dies reicht der überwiegenden mehrheit aus, neiddebatten zu entfachen. was dabei ausgeblendet wird, ist, dass man für dieses mikrige gehalt vergleicht man es mit wirtschaftsspitzen, nun mal keine highperformer gewinnen kann. im staatsdienst tummelt sich oftmals leider nur max. mittlemaß. das beste futter für den pool in dem die wirklichen highperformer aus der banken- und wirtschaftswelt schwimmen. wir - das volk - lassen es zu, dass wir von mittelmaß regiert werden; erwarten von diesen aber höchstleistung für eine dumpingbezahlung. tja, "geiz ist geil" rentiert sich nicht immer. und während unsere mittelmäßigen politiker flickschusterei nach ihren fähigkeiten betreiben, werden sie von den highperfomern wie bullen am nasenring von einer manege in die nächste getrieben. ... und die highperformer setzen sie der lächerlichkeit preis, wenn sie ein weiteres krisen-kapitel eröffnen und dabei zusehen wie die otto-normal-verbraucher von ihren unfähigen (ist nicht böse gemeint!) regierungen unmögliches verlangen.
Als wäre ein hohes Gehalt eine Garantie für eine high performance.
So ein Quatsch, diese Korrelation.

Die Politiker sollen gefälligst eine saubere Arbeit abliefern, wie jeder Projektmanager in der freien Wirtschaft auch, dessen Gehalt so zwischen 50 und 100 TSD € liegt.

Aber sie halten sich immer noch die Hintertür für Korruption offen, unterwerfen sich freiwillig den 5TSD Lobbyisten und scheren sich einen Dreck um "das Wohl des Volkes".

"Highperformer": sowas von lächerlich.

Ein Highperformer wäre einer, der den Flughafen Berlin *) im vereinbarten Zeitraum, zu den vereinbarten Kosten relaisiert, und dafür eine realitätsnahe Planung verantwortet und beaufsichtig, und nicht seine Wähler anlügt.

*) jedes öffentliche Projekt, das am Ende der Steuerzahler finanziert, wie
Nürburgring, Elbphilharmonie, S21.

Das einzig mir bekannte, letztendlich verantwortliche Projekt war der Ausstieg aus dem Transrapid in München.

Oder kennt jemand noch einen Ausstieg aus einem vorhersehbaren Milliarden-Disaster?
c'm on!

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Social_Distortion 29.12.2012, 13:26
86.

Zitat von nogreen
ich hab strafanzeige wegen volksverhetzung und anstiftung zum mord gestellt nur dass sie es wissen
es geht mich zwar nicht direkt etwas an aber erfüllt irreführender satzbau in kombination mit kleinschreibung und fehlender interpunktion eigentlich auch einen straftatbestand nur dass ich das auch mal weiss ¿ ;)

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besserbescheidwisser 29.12.2012, 13:32
87. die Banker

Zitat von Rido
Gut zu wissen, dass die Banker dazu gelernt haben...
Die Banker machen nur das wofür sie bezahlt werden. Aber es ist natürlich einfach eine einzelne Berufsgruppe für alles verantwortlich zu machen.

Die Kunden schauen sich ja auch nach Anlagen bei denen etwas mehr als nur ein Inflationsausgleich hängen bleibt und gehen dafür auch Risiken indem sie sich Derivate zulegen ein.
Wenn das anders werden soll muss die Politik aktiv werden und die Zinsen erhöhen. Schließlich hat die US-amerikanische Niedrigzinspolitik die Haupschuld an der Finanzkriese. Unsere EU-Politiker haben dazugelernt und kopieren nun diese Politik. Wenn dann alles wieder zusammenbricht waren es halt wieder die Banker. Gabs das nicht schon mal in unserer Geschichte, dass die Bankleute (damals noch durch eine bestimmte Religionsgruppe vertreten) für alles Schlechte in unserem Land verantwortlich gemacht worden sind?

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Guillermo Emmark 29.12.2012, 13:33
88. Klagende und klagewütige Deutsche

Zitat von nogreen
ich hab strafanzeige wegen volksverhetzung und anstiftung zum mord gestellt nur dass sie es wissen
Mit dieser Orthographie und wegen dieses Satzes? Zitat von the great sparky
da könnte man ja fast auf den gedanken kommen sich die RAF zurückzuwünschen. ?
Lächerlich.

Zumal sparky inhaltlich mit dem Rest seines Beitrages ziemlich richtig liegt. Das ganze, schöne an die Südländer verbratene Geld kommt - auch nix wirklich Neues - bei diesen überhaupt nicht an, sondern landet - im Falle Griechenland - bei französischen und leider auch deutschen Banken und - im Falle Spaniens - bei spanischen, die ihrerseits, durch nordlichternde Steuergelder gestärkt, gnadenlos hypothekensäumige Familien aus ihren inzwischen stark überteuerten Hütten klagen und zwar im Wortsinne auf die Strasse. Da sollte Sie also lieber mal Strafanzeige gegen die populistischen Euro-Hetzer stellen, die wider besseres Wissen oder aus Dummheit behaupten, mit der Kohle würde den Südländern ein weiterhin sorgenfreies Leben in der Hängematte ermöglicht. Das könnte dann aber evtl. auf eine Selbstanzeige hinauslaufen...

Wenn wir so weiter machen, werden wir in Spanien und Griechenland 2013 bürgerkriegsartige Zustände haben. Schon jetzt wird in beiden Ländern fleissig gehungert oder in Mülltonnen gewühlt. Was dem deutschen €-Spiesser aber igendwie nicht recht klar werden will. Insofern ist Sparky's RAF-Szenario leider überhaupt nicht wirklichkeitsfremd. Die RAF würde in der Tat besser in die heutige Zeit passen als in die vergleichsweise gemütlichen Siebziger.

Und wenn Banken und Heuschrecken weiter so tricksen, wird im 'Ernstfall' auch kein 'Rettungsgeld' mehr da sein, bzw. dann schon sicher in den Tresoren von Bankia, Credit Lyonnais oder Deutscher Bank lagern. Da lob' ich mir Frau Wagenknechts Vorschlag, den Kapitalismus und seine Insolvenzregeln endlich ernst zu nehmen, die Banken pleitegehen zu lassen und Privatanleger bis zu einer gewissen Höhe zu entschädigen, damit Omi nicht ihr Erspartes an die Pleitegeier verliert und dieser Augiasstall endlich und ganz marktkonform ausgemistet wird! Für den geplagten Steuerzahler ist das allemale günstiger.

In diesem Sinne: Prost Neujahr!

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Fletsch 29.12.2012, 14:04
89. Regulierungen bringen nichts

Das Bankengeschaft ist ein Risikogeschaeft. Daher werden Banken IMMER versuchen, Regulierungen zu umgehen, um das Risiko und ihre Profitabilitaet zu erhöhen. Es gibt daher nur zwei Möglichkeiten, unser Finanzsystem zu sichern:

1. Eine Maximalgroesse fuer Banken sollte eingeführt werden, damit keine Bank systemrelevant wird, gegebenenfalls müssen existierende Banken zerschlagen werden

2. Anteilseigner (also alle Aktionaere), muessen mit ihrem gesamten Vermoegen haften, also die beschraenkte Haftung muss wegfallen.

Alles andere ist nutzlos.

Diese Punkte sollten uebrigens nicht nur fuer Banken in Betracht gezogen werden, sondern fuer alle "systemrelevanten" Unternehmen (es gibt sogar Beispiele wo dieses erfolgreich umgesetzt wurde, z.B. Standard Oil, AT&T, etc).

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