Forum: Wirtschaft
Riskante Zockerei: Klick it like Hoeneß
AFP

Der Fall Hoeneß sollte Investoren eine Mahnung sein. Das Zocken mit Währungskonten, Finanzwetten, Differenzkontrakten oder sonstigen Hebelprodukten birgt hohe Suchtgefahren. Am Ende gilt: Hin und her macht Taschen leer.

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crazy-horse 15.03.2014, 15:03
1. Zweifel an seiner Version

An den Angaben von U.H. bestehen grosse Zweifel, wie man heute auf tagesanzeiger.ch lesen konnte:
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Zweifel-an-seiner-Version/story/17297272
Die Medien sind gut beraten, die Geschichte auch von dieser Seite zu beleuchten.

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hevopi 15.03.2014, 15:21
2. Anlegerempfehlungen

habe ich noch nie so deutlich kommentiert gelesen. Sicher wird auch dieser Kommentar nicht die "Zocker" schocken und auch nicht dafür sorgen, dass die "Abstauber" weniger gewinnen, vielleicht aber zumindestens die "IQ-über 100" Persönlichkeiten davon abhalten, diese unglückselige Vermögens-Umverteilung in Grenzen zu halten. Besser etwas spenden, armen Menschen helfen, als in Unkenntnis von Statistik Geld verplempern und den "Oberzockern" mehr Vermögen zukommen lassen.
Anerkennung für diesen deutlichen Kommentar.

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spdf 15.03.2014, 15:24
3. re

Die Behauptung, dass sichere Gewinne im Devisenhandel für Laien nicht möglich sind ist falsch. Vor nicht allzu langer Zeit konnten sie pro eingesetzten 62 Euro 15 Euro oder mehr an Gewinnen einstreichen. Dafür brauchten sie keine besonderen Fachkenntnisse.

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amrod 15.03.2014, 15:29
4.

Zitat von crazy-horse
An den Angaben von U.H. bestehen grosse Zweifel, wie man heute auf tagesanzeiger.ch lesen konnte: Die Medien sind gut beraten, die Geschichte auch von dieser Seite zu beleuchten.
Nun ja. Da ist sehr viel Spekulation dabei. Fakt ist aber, dass bzgl. Herkunft des Startkapitals und des Ablaufs der Spekulationen sehr viel im Dunkeln liegt. Im bisherigen Strafprozess wurden ja nur die versäumten Steuerzahlungen betrachtet. Mögliche Korruptionsaffären, z.B. im Rahmen des Adidas-Einstiegs, sind vermutlich verjährt. Dass Korruption beim FC Bayern ein Thema war, ist spätestens seit der Kirch-Affäre bekannt. Auch die jetzige Bereitschaft von Hoeneß auf Revision zu verzichten, muss nicht nur ein Ausdruck von Charakterstärke sein. Der zivile Steuerprozess läuft ja noch weiter. Hätte Hoeneß Revision eingelegt, wäre alles was beim Sichten der eingereichten Unterlagen und bei zusätzlichen Recherchen der Fahnder aufgedeckt wird, noch strafrechtlich relevant gewesen. Zumal bei einem anhängenden Strafprozess die Fahnder auch schärfer ermitteln. Wer weiß, ob es da bei den jetzigen 3,5 Jahren geblieben wäre. So ist Hoeneß relativ "fein" raus, da man nicht zweimal in derselben Sache strafrechtlich belangt werden darf. In zwei Jahren wird er vorzeitig entlassen und es wird von Stoiber und Co. schon angedeutet, dass er dann wieder beim FC Bayern einsteigen darf...

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an-i 15.03.2014, 15:29
5. Zweifel an seiner Version

nach dem tagesanzeiger Bericht, kommt die Staatsanwaltschaft, Gericht und Finanzprüfer sehr schlecht weg.
...gewollte Schlamperei?

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ehkroencke@t-online.de 15.03.2014, 15:33
6. Ist Betrug ein Fehler?

Es war leider alles nur ein Fehler. und wir machen doch alle mal einen Fehler. So klingt der es in den Medien uind namhafte Personen stoßen in das gleiche Horn. Dabei handelt es sich um Steuerbetrug und das über Jahre! Sich dann mit dem bewußten Betrug im Rücken sich beehren zu lassen und als Saubermann zu feiern, es ist ein Hohn. Irgendwann, vielleicht auch in Kürze, erfahren wir die ganze Wahrheit.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/uli...-a-958281.html[/QUOTE]

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Thunder79 15.03.2014, 15:43
7. guter Beitrag

aber etwas übertrieben formuliert. Ich habe mich auch mit den Thema ausgiebig beschäftigt und insgesamt deutliche Miese eingefahren, was mir aber nicht sonderlich weh tut, weil das abgeschriebens "Spielgeld" war. Aber meine Lehre aus dieser Zeit ist, dass die Banken sich das Geld immer zurück holen, das Problem an diesem Casino-System ist, dass man durchaus mit Übung, Rafinesse und entsprechender Technik eine zeitlang gute Gewinne fahren kann. Dann schaltet allerdings die Gier das Risikobewusstsein immer mehr aus, bis man mit einem Schlag Arbeit von Wochen oder gar Monaten zunichte macht.
Zudem hängt es immer von der Marktlage ab: In Wachstumsmärkten, wie es nun der DAX seit fast 5 Jahren erlebt, ist man leichter auf der Gewinnerseite als aktuell im Seitwärtsmarkt. Und gerade in den Seitwärtsmärkten mit plötzlichen Richtungswechslen nach unten und mit schlecht abgesicherten Positionen bzw. ohne entsprechende Put-Absicherungen, ist man sein Geld schnell wieder los. Dann können auch mal Jahre zunichte gemacht werden.
Meine Erfahrung daraus: Im Endeffekt lachen immer die Banken. Aber der kleine Anleger oder Trader zieht sein Geld erst dann von dem Zocker-Depot ab, bis kaum noch was übrig ist und er entnervt aufgibt. Aber Gewinne werden von den meisten Reinvestiert... Bis der Schlag kommt.

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huberwin 15.03.2014, 15:45
8. Was ist mit der Zockerei der Banken?

Dem zocken der Investmentbänker und Hedgefonds?
Sind die nicht auch süchtig und krank?

Aber da wird dann der Rettungschirm aufgespannt. Die müssen noch nicht einmal eine Selbstanzeige machen und auch nicht dafür haften, da übernimmt der Staat direkt die Zahlungen.

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renee gelduin 15.03.2014, 15:46
9. optional

1.) Hohe Suchtgefahr? Wie kommen Sie darauf ?
2.) "Vor Selbst- und Sendungbewusstsein nur so strotzende Akteure mit zehntausenden Transaktionen sind nicht darunter." -> Doch daytrdaer, arbitragisten, ...70.000 Bewegungen in 9 jahren sind auch gar nicht so viel.
3.) Es stellt sich die Frage ob jemand der essentielle technische Hilfsmittel als "Schnickschnack" und unnötig bezeichnet überhaupt weiß, wovon er da redet. Vielleicht sind Sie mit Wirtschaftsthemen ja überfordert ?
4.) Richtig erkannt, aber die falschen Schlüsse daraus gezogen haben Sie immerhin, daß bestimmte Persönlichkeiten hier (aber auch anderswo) eine ordentlich Bruchlandung hinlegen können. Das betrifft hauptsächlich Möchtegern-Alphamännchen mit großem Ego und kleinem Selbstkritikvermögen. Das hat nichts mit Sucht zu tun und lässt auch keine Rückschlüsse auf Suchtfragen zu, sondern ist eine richtige und wichtige Korrektur.

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