Forum: Wirtschaft
Rodungsstopp im Hambacher Forst: Eine Niederlage für RWE, eine Blamage für NRW
imago/Klaus W. Schmidt

Mit aller Macht hat die schwarz-gelbe Landesregierung den Hambacher Forst räumen lassen. Spätestens seit dem vorläufigen Stopp der Rodungen durch ein Gericht stellt sich die Frage: Warum bloß?

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f2777269 05.10.2018, 22:17
70. Wasserwerfer und Räumpanzer waren vor Ort

Zitat von Paddel2
Es sind weder Wasserwerfer noch das Militär angerückt, ...
Waren Sie mal vor Ort? Offenbar nicht. Einer der zahlreichen Wasserwerfer wurde auch zum Wasserwerfen eingesetzt, wenn auch nur um einen von der Polizei selbst verursachten Wiesenbrand zu löschen. Räumpanzer wurden täglich eingesetzt. Zahlreiche Belege finden Sie in der SPIEGEL Online Berichterstattung zum Thema, einfach mal die Inhalte lesen...

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zudummzumzum 05.10.2018, 22:22
71. Und schon sind wir bei der zentralen Frage ...

Zitat von mother_sky
Erläutern Sie doch bitte, warum der SPON-Artikel, nicht aber Laschets Verhalten zur Politikverdrossenheit beiträgt! Fakt ist: Laschet hat es an Feingespür fehlen lassen, und er hat die Quittung dafür erhalten. Sture Politiker, die mit aller Gewalt - ohne Rücksicht auf Verluste - das Recht durchsetzen wollen, beschädigen nicht nur sich selbst, sondern - was weit schlimmer ist - unsere Demokratie.
Ist die Bundesrepublik ein Rechtsstaat, in dem der Bürger seine Abgeordneten wählt, oder kann Volkes Wille die Rechtsstaatlichkeit außer Kraft setzen?

Viel zu lange hat sich die Politik am Nasenring durch die Manege der Populisten ziehen lassen oder gar versucht, sich an die Spitze der Bewegung zu setzen.

Um es deutlich zu sagen: Ich bin gegen die Rodung. Aber es liegt nun mal eine rechtsstaatliche Genehmigung vor, die auch Herr Laschet nicht einfach kassieren kann. Aber: Wo sind denn die Aktionäre der RWE, die auf ihren Vorstand einwirken? (25% gehören den Kommunen).

Um dieses Problem "politisch" zu lösen, ist Laschet zu kurz im Amt. Insofern kann er sich auch nicht blamiert haben oder eine Niederlage konstatieren.

Deshalb ist die Form der Kommentierung, die hier verwendet wurde, abzulehnen. Es geht in der Politik nicht um Begriffe wie Sieg oder Niederlage!

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