Forum: Wirtschaft
Rohstoffspekulation: Foodwatch gibt Ackermann Mitschuld an Hungersnöten

Die Verbraucherorganisation Foodwatch attackiert die Banken: Weil die Institute auf Agrar-Preise wetten, hätten sie Mitschuld am weltweiten Hungerproblem. Ein Report zeigt, wie die Spekulationen die*Kosten für Lebensmittel*hochtreiben.

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horstknorst 18.10.2011, 14:40
140. 2 Weisheiten

2 Weisheiten stimmen:
Die Bank gewinnt immer

und

Die Bank ist immer schuldig!
Ich hoffe, dass noch viel mehr Menschen gegen die Kriminellen protestieren.

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DerJonsen 18.10.2011, 14:40
141. Er ist mir zuvorgekommen

Zitat von Juergen Wolfgang
Zum Thema nahrungsmittel und wie pervers das System ist. Beispiel des Victoriaseebarsch Die Fischer rund um den Victoria hatten mit dem Fischfang ihr auskommen.... bis... ja bis einer auf die Idee gekommen ist den Barsch einzustzen. Der hat den See fast leer gefressen. Eine Fischindustrie entstand. Die Fischer dürfen nun ihren Fang dieser Industrie verkaufen und bekommen den Abfal zum essen. dazu vieleicht noch einen Hungerlohn. Wir in Europa essen die Filets... Beispiel des Pangasius Ähnliche Geschichte Beispiel Kartoffeln, Mais und Getreide Ein Bauer MUSS die Setzlinge bzw. das Saatgut jedes jahr kaufen. Früher konnte er von der Ernte einen Teil behalten um ein Jahr drauf Saatgut zu haben. Durch die Genmanipulation (Monsanto, BASF, etc.) geht das nicht mehr!! Das Gleiche ist mit Getreide, Mais und vielen anderen Pflanzen so. Beispiel Landkauf bzw. Pachten China, Indien und andere Länder pachten Land von Staaten wo eine Diktatur herscht. Diese Despoten verjagen die einheimische Bevölkerung im besten Fall werden diese umgesiedelt, wenn nicht enteignet um dies den Chinesen, Inder etc. zu verpachten. Das selbe Spiel treiben auch Banken und Grosskonzerne um Geld zu machen auf Kosten der heimischen armen Bevölkerung. Beispiel Fischfang Meere werden überfischt und nur ein kleiner Teil landet auf dem Teller. Fischfangflotten kreuzen vor Ländern auf und leeren deren Gewässer so das die heimischen Fischer nichts mehr in ihren Netzen haben. Hier gehts nur um GELD! Die Welt ist pervers!! Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss verseucht, der letzte Fisch gefangen, die Luft verpestet ist und die globale Erwärmung uns ausrottet... dann werden wir erkennen das man Geld nicht fressen kann Noch zum Schluss Die Erde hat erhöhte Temperatur, bald hat sie Fieber!! Und Fieber hilft gegen Viren!! Wir sind dieser Virus. Die Erde braucht uns nicht!! Wir aber unsere Erde!!
Ich dachte schon, ich müsste es selbst schreiben, der Mann hat Recht (und kam mir zuvor)!
Schon der Gedanke ein Kilo Schwein für 5 Euro kaufen zu können ist pervers...

Leider kann ich es mir als Student noch nicht leisten immer hochwertige Lebensmittel (nachhaltig erzeugte aus a.b. regionaler Produktion) zu kaufen, aber sobald ich den Status "Voll-Verdiener" ereicht habe, werde ich genau dies tun...machs auch jetzt ab und an, man merkt das Rhön-Biolammfilet für 30€/kg eben nicht nur im Geldbeutel...
Lebensmittel sind zu billig in Deutschland! aber ich denke in spätestens 5 Jahren wird sich dieses Problem von alleine gelöst haben....

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dongerdo 18.10.2011, 14:41
142. -

Zitat von Frederik72
Wenn Bode für Bode kämpft und dabei noch was Gutes für die Nahrungsmittel raus springt, kann ich persönlich gut damit leben....
Das darf mehr als bezweifelt werden - was hat der Herr den sinnvolles beigetragen ausser dem Verbraucher die Beschriftungen der Verpackungen im Supermarkt vorzulesen?

Der Mann hat eine sehr schillernde Geschichte darin der breiten Bevölkerung ins Gesicht zu lügen (wurde ja auch von Greepeace und Ihm als legitime "Taktik" zum Druchsetzen der eigenen Interessen bezeichnet). Der Schaden den alleine Foodwatch für die Gaubwürdigkeit verschiedener Bewegungen wie Slowfood u.ä. anrichtet ist nicht abzusehen....

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ArnoNuem 18.10.2011, 14:41
143. Ein großes Problem

Zitat von Katzenfreund
Was auch immner der "wahre" Preis von Fleisch ist. Solange ich den Preiszahlen kann (oder will) ist mir der "wahre" Preis erstmal egal. Ich zahle den Preis den der Metzger mir nennt. Und was in den ......
Auch das ist ein Problem: der "wahre" Preis einer Ware ist den meisten Menschen scheißegal. Mir nicht. Auch ohne Ökonomie studiert zu haben, ist mir klar, dass die hierzulande verlangten Fleichpreise (Fleisch aus Massentierhaltung) zu niedrig ist. Weil viele Kosten gar nicht eingerechnet werden. Umweltzerstörung durch Massentierhaltung wird eben auf die Allgemeinheit abgewältst.
Bohnen aus Kenia, Zwiebeln aus Australien, Erdbeeren im Winter aus Isreal sind auch Unfug. Die Ökobilanz ist verheerend! Oder: warum wird Milch aus dem Allgäu nach Brandenburg transportiert? In Brandenburg stehen genug Kühe! Ob das alles viellecht mit dem Kapitalismus zu tun hat? Und: brauchen wir 35 Sorten Jokurt im Kühlregal?

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Kulturoptimist 18.10.2011, 14:42
144. Ackermann ist nicht der Kapitalismus

Von Ackermann darf man halten, was man will.
Aber er ist nicht der einzige und sicherlich auch nicht der schlimmste aller Investmentbanker.
Vor allem für Linke ist er Feindbild Nummer 1. Er kann sagen, was er will, es ist immer schlecht und Ausdruck von Gier.

Eine Entflechtung von Real- und Spekulativwirtschaft wäre sicher sinnvoll und würde in diesem Fall Leben retten.
Aber das muss die Politik tun und selbst wenn er wollte, könnte Ackermann das nicht!

Tatsächlich hat er ja schon das Seinige dazu getan - wenn auch aus anderen Motiven - als er das Investmentgeschäft ausgliederte und nach London verlegte.

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warholandy 18.10.2011, 14:42
145. hmm

Zitat von dongerdo
Oh bitte!!! Nicht wieder dieses überflüssige "wahre Kosten" Argument welches schon beim vollkommen idiotisch überhasteten Atomaustieg geradezu Mantra-haft rauf und runter gebetet wurde. Dieses hypothetische hin- und her-rechnen fiktiver Kosten um die eigene Argumentation zu untermauern ist so unlauter wie es auch nutzlos ist...

Vielleicht begründen sie ihre Sichtweise noch, dann kann man sich mit ihr auseinandersetzen.

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RSNO 18.10.2011, 14:43
146. ...

Hätte sich Herr Schumann die Mühe gemacht und die Produktionskapazitäten von Russland überprüft, wäre ihm selber aufgefallen das Russland, zu mindest im Moment, noch keine große Rolle auf dem globalen Getreidemarkt spielt.
Die Russische Federation hat einen Produktionsanteil bei Getreide von 3% (Weltweit). Damit bewegt sich Russland auf einem Niveau wie Frankreich (3%) und Brasilien (3%). Alleine Europa kommt auf einen Produktionsanteil von 15% (inkl. Deutschland mit 2%). Die wirklich großen Getreideproduzenten sind Indien (8%), China (17%) und die USA (22%).
Ergo ist die produzierten Menge einfach zu gering um einen ernsthaften Preisrückgang zu bewirken. Woher der Verfasser die 15 Millionen Tonnen Weizen nimmt ist mir Schleierhaft, aber Investigativer Journalismus ist von dem oben genannten Herrn wohl nicht zu erwarten.

Meine verwendeten Zahlen lassen sich übrigens im FAO Statistic Yearbook nachlesen.

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kein Ideologe 18.10.2011, 14:43
147. .

Zitat von Friedensliebhaber
Was passiert, wen der Termin gekommen ist abe rkeine Ware vorhanden ist? Kann mir das einer erklären?
dann platzt der Kontrakt und der Marktteilnehmer, der hätte liefern müssen, sollte sich über einen Job als Taxifahrer Gedanken machen. Passiert aber i.a.R. nicht.
ich habe mich mal bei Foodwatch umgesehen. Interessant fand ich folgendes:

"Indexfonds missbrauchen Handel mit Rohstoff-Futures als Kapitalanlage
Sie spekulieren auf langfristig steigende Preise und investieren daher nur in Kaufkontrakte („long-only“). Dadurch sorgen sie für eine künstliche, virtuelle Nachfrage, die die tatsächlichen Preise für die Rohstoffe steigen lässt."

das ist mir verständlich, der Markt saugt Kapital auf, long olny heisst steigende Preise. Allerdings, wenn ich mir den moralisierenden ton anhöre, ich will ja nicht wissen was für ein Geschrei es gäbe, wenn Shortselling auf Lebensmittel in Mode kommt.

Es ist übrigens IMHO durchaus richtig, daß Indexfonds zu einem Problem werden können. Besonders wenn ihr Volumen den zugrunde liegenden Basishandel übersteigt. Das ist mit einfachen Futurekontrakten kaum machbar, die müssen ja erfüllt werden. Dann soll man doch sagen, Indexfonds sind ein Problem, das ist ja auch in anderen Bereichen in der letzten Zeit aufgefallen.
Aber dieses moralinsaure rumreiten auf der Spekulation mit Lebensmitteln, obwohl im Artikel klar gesagt wird, daß der eigentliche Terminhandel durchaus einen Zweck erfüllt, das ist mal wieder Populismus. Und prompt werden rollende Köpfe gefordert auch gleich die Liebligsvoodoopuppe mitgeliefert.

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coco-77 18.10.2011, 14:45
148. im westen nix neues

Also mein Kühlschrank ist voll .
Die Welt ist und war schon immer ungerecht und daran wird sich auch nix ändern solange es Geld gibt mit dem man Luxusgüter aller Art erwerben kann.

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Juergen Wolfgang 18.10.2011, 14:45
149. aha, wie soll ich das verstehen??

Zitat von webersi
Aber Ihre tausendundso Beiträge ernähren auch niemanden, bestimmt auch nicht Sie selber....
Das war aber ein sehr geistreicher Erguss von ihnen.

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