Forum: Wirtschaft
Rubel-Turbulenzen: Kurscrash an Russlands Börse
REUTERS

Mit einem riesigen Zinsschritt wollte Russlands Zentralbank den Verfall der Rubels stoppen - doch die Wirkung verpufft. Nun stürzen an der Moskauer Börse die Aktienkurse zeitweise um mehr als zehn Prozent ab.

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chopperreidhere 16.12.2014, 12:39
1. So Putin

Was nützen dir jetzt deine Panzer und Raketen? Ihr kapiert es einfach nicht.

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rkinfo 16.12.2014, 12:40
2. Die spinnen die russischen Zentralbanker !

Den Leitzins so anzugeben widerspricht jeder Logik. Keiner nimmt mehr langfristige Kredite im Land auf und die Wirtschaft steht wohl vor dem Ende.
Allerdings scheint es nicht mehr anders möglich zu sein Geld im Land zu halten. Hier wirken nun die Sanktionen wg. Ukraine und die EU sollte versuchen Putin noch einen 'ehrenvollen Ausstieg' aus der Ukraine zu ermöglichen. Die Krim könnte geduldet auf 99 Jahre zu Russland gehen während die Ost-Ukraine frei von Truppen und Kampf sein muss. Ggf. Rücksiedlung der Paar echten Russen in diesem Gebiet.

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Sonia 16.12.2014, 12:40
3. Wir wissen ja, wer dahinter steckt,

nur, dieser Mist wird nicht an unserer Wirtschaft vorbei ziehen - an der europäischen schon gar nicht. Aber, wie es vor einigen Tagen in der Basler online Zeitung stand, ist klar ....die Amis haben Europa beiseite gedrängt ...wirtschaftlich sind wir genauso große Konkurrenten wie China oder Japan. Und mit dem Russen machten wir einfach zu viele und zu gute Geschäfte.

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cirkular 16.12.2014, 12:41
4. Der Handel mit Russland wird vollständig einbrechen

Wer Vormaterialien aus Russland benötigt, kann hierzulande den Betrieb einstellen. Das Geschäft machen künftig die Chinesen.

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spiegelprisma 16.12.2014, 12:44
5. Gute Zeit zum Einstieg

Das scheint eine prima Zeit bei niedrigsten Preisen nun in russische Märkte einzusteigen.
So jedenfalls werden nun wohl Börsianer das sehen

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bene_lava 16.12.2014, 12:53
6. .

Leider treffen die Sanktionen die arbeitende und armen Bevölkerungsteile und nicht die Personen, die es treffen sollte und zwat die einflussreiche, reiche Oligarchenschicht.

Dies ist überaus paradox.

Die Oligarchen haben sich alle in den vergangenen Jahren entweder einen gefälschten jüdischen Famillienbackround zugelegt, so dass sie jederzeit nach Israel können oder sie haben bereits Söhne und Töchter, die bereits Milliarden nach London, Paris und Berlin geschafft haben und hier Firmen und Immobilien haben.
Selbst wenn diese Oligarchen 80 Prozent ihres Vermögens verlieren sollten sind es immer noch Milliardäre. Sie haben keine Angst vor einen Finanzkollaps in Russland, weil sie sich jederzeit ins Ausland absetzen können. Die Sanktionen sind also verlogen, solange Tür und Tor für die Oligarchen hier im Westen offen stehen. Die Politiker des Westens werden aber einen Teufel tun, den Oligarchen den Zugang zu verwehren, denn die Milliardäre haben unlängst über PR-Firmen Einfluss auf die Politik nehmen können.

Wer übrigens glaubt, dass die Milliarden aus dem Osten in irgendeiner Weise die Wirtschaft hier beflügeln könnte, den muss ich leider enttäuschen. Das meiste Geld wird in Immobilien geparkt. Dies führt zu steigenden Immoblien und Mietpreise hier...also der Effekt auf die Wirtschaft ist eher negativ. Der Effekt für bestimmte Einzelpersone im Westen dafür aber sehr positiv.

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Partieller Augentinnitus 16.12.2014, 12:54
7.

Damit hat Putin zwei weitere strategisch Fehler begangen:

1.) So lange kein Wendepunkt einer logistischen Kurve, wie die des russischen Rubels, erkennbar ist, macht es absolut keinen Sinn irgendwelche Korrekturmaßnahmen einzuleiten. da kann man eigentlich nur abwarten, bis die Kurve einen Wendepunkt erreicht hat. Jetzt hat Putin der einheimische Wirtschaft ohne irgend etwas zu bewirken, höhere Zinsen aufgedrückt. Zudem kann Putin diese Entscheidung ohne weiteren Gesichtsverlust nur mittelfristig zurücknehmen.

2.) Wenn die Aktienkurse UND die Währung abstürzen, dann hat man ein strukturelles Problem, das man mit Finanzspritzen nicht beheben kann. Schließlich müssten die europäischen Investoren Schlange stehen, wenn sie statt 0,5% Zinsen 17% erwirtschaften können. Und dass dann Putin hier auch noch öffentlich Stützungskäufe angekündigt hat, lädt Spekulanten doch nachgerade dazu ein, den Rubel weiter zu melken.

Und dass Putin seiner Bevölkerung den niedrigen Rubel als Vorteil verkauft hat, kann er auch nicht mehr zurücknehmen. Wenn man zusätzlich den Kursverlauf des Rubels der letzten fünf Jahre zu Rate zieht, wird klar, dass er in absehbarer Zeit nicht mehr auf alte Werte zurück kommt,Medwedew also seiner Bevölkerung auch falsche Aussichten vortäuscht.

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usbektimur 16.12.2014, 12:54
8. Und trotzdem finden 80%...

...der Russen die Handlungen Putins richtig und warum? Na weil die Regierung in Kiew nunmal nicht die demokratischen Engel sind, wie man sie hier darstellt. Die Russen sagen jetzt: da muss man jetzt durch.

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runningeagle 16.12.2014, 12:54
9. Sorge

Ich frage mich, ob man Russland mit den Sanktionen nicht zu sehr in die Enge treibt. Putin wird seine Politik nicht ändern. Wie soll es weiter gehen? Gibt es da eine Strategie des Westens?

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