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Rückschlag für Seehofer: Netzagentur hält Stromtrassen nach Bayern für nötig
DPA

Horst Seehofer steht mit seinem Kampf gegen zwei Stromleitungen nach Bayern offenbar auf verlorenem Posten. Die Bundesnetzagentur bezeichnet deren Bau als notwendig.

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rst2010 27.02.2015, 14:01
1. stellen sie sich das horroszenario vor,

schönes wetter, windstille, bayern produziert wesentlich mehr. als es zu diesem zeitpunkt verbrauchen kann, speichern ist auch nur eingeschränkt möglich. ohne leitungen in den norden müssen wir, wenns blöd läuft, die österreicher bezahlen, damit sie unseren überfluss abnehmen, statt ihn gewinnbringend nach norddeutschland zu erkaufen. und schon ist österreich - nach der hypo alpe adria - wieder im genuss eines ertragreichen geschäftsmodells auf kosten bayerns;-))

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FerrisBueller 27.02.2015, 14:52
2. Danke liebe Bayern aus Norddeutschland

erst kippt ihr uns ohne mit der Wimper zu zucken euren ganzen Atommüll vor die Haustür, dann verschandeln wir unsere schönen Landschaften mit Unmengen von Windrädern und Stromtrassen nur nur damit ihr im Süden auch bezahlbaren Strom bekommt und am Ende kotzt ihr uns dafür auch noch vor die Füße? Was kommt als nächstes? Maut für norddeutschen Strom auf bayrischen Stromtrassen? Vielen Dank liebe Bayern.

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hansulrich47 27.02.2015, 15:37
3. Das läuft in der Realität aber anders ....?

Zitat von rst2010
schönes wetter, windstille, bayern produziert wesentlich mehr. als es zu diesem zeitpunkt verbrauchen kann, speichern ist auch nur eingeschränkt möglich. ohne leitungen in den norden müssen wir, wenns blöd läuft, die österreicher bezahlen, damit sie unseren überfluss abnehmen, statt ihn gewinnbringend nach norddeutschland zu erkaufen. und schon ist österreich - nach der hypo alpe adria - wieder im genuss eines ertragreichen geschäftsmodells auf kosten bayerns;-))
Die Trasse wird doch wohl benötigt, um Strom NACH Bayern zu liefern, wenn die AKWs erst mal alle tot sind!? Ohne Trasse bleibt es nämlich dunkel in Bayern. Deshalb will sich Seehofer ja vom Rest Deutschlands neue Gaskraftwerke bezahlen lassen. (Das Gas käme übrigens aus dem befreundeten Russland. Ganz sicher immer! Und immer ganz billig!)

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ludwighuber1 27.02.2015, 16:37
4. Horst überlegt und Angela überlegt

und in 10 Jahren wird ein anderer Horst und eine andere Angela auch überlegen und überlegen. Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann überlegen sie noch immer. Ich nenne das keine Verantwortung übernehmen und dumm rumplappern, anstatt endlich für Windstrom und Energiewende zu sorgen. Armes Deutschland

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fliegender-robert 27.02.2015, 18:59
5. Das Problem ist ein anderes!

Das Problem ist ein anderes - nämlich wer die Kosten trägt!
Seehofer möchte ja lieber ein paar Gaskraftwerke:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/gaskraftwerke-vierzehn-bundeslaender-gegen-seehofers-forderung-a-1018938.html
"... Allerdings lassen sich Gaskraftwerke wegen der Milliarden(!!!)subventionen für Ökostrom derzeit nicht kostendeckend betreiben. Deswegen will Seehofer durchsetzen, dass der Bund den Betrieb bezuschusst. ..."
Die Kraftwerke (oder die Stromtrassen) sind notwendig, um die Schwankungen bei den Erneuerbaren auszugleichen. Also müssten eigentlich die ganzen EEG-Energieerzeuger diese Kosten tragen. Also alle Photovoltaik-, Windkraft- und sonstigen Anlagenbetreiber haben dies verursacht. Es sind DEREN Kosten und sollten von diesen auch bezahlt werden. DAS ist der eigentliche Skandal!!

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tatsache2011 27.02.2015, 19:21
6. Überfluss

Zitat von rst2010
... wenns blöd läuft, die österreicher bezahlen, damit sie unseren überfluss abnehmen, ...
Ach, und was machen die Österreicher mit dem Überfluss-Strom?

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wo_st 27.02.2015, 19:33
7. Braunkohleverstromung

Nicht Windenergie kommt nach Bayern, sondern verstromte Braunkohle und der Dreck davon fliegt ohne Masten durch die halbe Republik. Seehofer hat recht.

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tempus fugit 28.02.2015, 09:25
8. Wievielter Versuch?...

ein Thema, 8 Beiträge..
Ist das die Realität?

Ich hätte mindest 2 Kommentare abgegeben, es geht nichts durch.

Anzunehmenderweise geht es nicht nur mir so!
Lässt aber auf einiges schliessen!

Und so versuch ich's halt nochmal:

@
Wurde nicht vor kurzem berichtet, dass Gabriel einen EE- und damit einen Netzausbauplan vorlegen wollte?!

Ohne Plan und ohne Konzepte zu bauen, funktioniert nicht.

22 Mrd. für 2800 km plus noch Nachbesserung von 2900
km bestehender Strecken - das macht so 5 Mio. pro km.

Ca. 50% dessen, was ein Autobahnkilometer kostet...
(Jetzt darf man sich mal vorstellen, wie so ein Autobahn-km aussieht und pro km vielleicht 3-4 Eiffeltürmchen mit den Drährten dran - um's mal grob darzustellen!

Und da kommen halt mal wieder - berechtigte? - Zweifel.

2013 wurden per Stromrechnung rund 16 Mrd.€ an Netzkosten abgerechnet.
Zugebaut wurden im ca. 1,8 Mio. langen Stromentz ganze 51 km!

Waren dann die 16 Mrd. 'Leerlaufkosten'?
Denn richtig investiert (ausser viel Alarmismus...) wurde eher nichts und die Unterhaltskosten dürften sich - gegenüber anderen - dynamischen - Wirtschaftsgütern, z.B. der Logistik - sehr sehr im 'Rahmen' halten.

Irgendwie ist das alles nicht schlüssig!

Und ohne Planung, Konzept (mögichst EU-weit!) bleibt natürlich enormer Spekulationsraum, WARUM gebaut werden soll/muss - und zu wessen Nutzen...

EE-Stromerzeugung ist eher vielfältig und weitgestreut,
benötigt also eher einen bescheidenenNetzausbau.
Eher entlastet ds. Stromerzeugung (z.B. PV!) das HSpannungsnetz, wenn der EE-Strom im NS- oder vielleicht im MS-Netz verbleibt.

Grosse Dinger heisst auch immer 'grosse Macht und hohe
Druckmöglichkeiten' - vor allem wirtschaftlich betrachtet.
Man hat ja schon den Eindruck, dass die Politik immer mehr eben von Wirtschaftsinteressen bestimmt wird.

Geht's wirklich um EE-Strom vom Norden in den Süden oder um die Zementifizierung von Braun- und Steinkohlemeilern, die in einer EE-Stromzukunft eher
keinen Platz mehr haben sollten?

Vor noch wenigen Jahren - gegen Ende des BuNeAg-Chefs
Kurth sprach der damals noch von 25% WKA-Strom (nicht insgesamt EE-Strom...) der in das damalige Netz ohne Probleme eingespeist werden kann...

Noch paar Jahre zuvor wurde von den EVU-Kanzeln hochoffiziell und 'fachlich' verkündet, dass mehr als 4% EE-Strom nie ins deutsche Netz gespeist werden könne.

Heute sind es 30% und das Netz ist so stabil wir seit Jahrzehnten nicht mehr. Ohne wesentlichen Zubau...


Fragen, Fragen... - aber sie müssen gestellt werden. Da kommt man nicht drumrum!
@

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Jan-Christian_Lewitz 28.02.2015, 09:33
9.

Zitat von tatsache2011
Ach, und was machen die Österreicher mit dem Überfluss-Strom?
An Wochenend' bei Sonnenschein, da speichern wir's in die Talsperre rein.

Und anderntags in der Nacht da wird der Piefke ausgelacht.

So oder so ähnlich. Die Pumpspeicherwerke in D rechnen sich ja angeblich nicht mehr.

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