Forum: Wirtschaft
Rücktritt von EZB-Chefvolkswirt Stark: Banker-Zoff gefährdet die Euro-Rettung

Der Euro ist in der Krise, jetzt ist es auch noch die Zentralbank: Mit Jürgen Stark tritt innerhalb kurzer Zeit der zweite geldpolitische Hardliner zurück. Wegen der Hilfen für überschuldete Staaten ist die Führungsspitze der EZB heillos zerstritten - zum Schaden der Währung.

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Silverhair 11.09.2011, 14:34
290. Staat ist ein gemeinnütziger Verein

Zitat von weltsichtig
Seh ich auch so. Normalerweise sollte der Staat antizyklisch agieren; Rezessionen abschwächen durch Schulden und billiges Geld, aber im Aufschwung dann dieses Geld wieder aus der Wirtschaft entfernen, sodass auf ....
Nichts gegen ihre Kritik - aber ".. Geld wieder aus der Wirtschaft enfernen?"...

Der Staat ist eine Gruppierung der Bürger, so wie Obst der Oberbegriff für Äpfel, Birnen etc. ist! Der einzige der in diesem System etwas macht , das sind die Bürger letztlich - und nur dort "liegt das Geld besitzt jemand Geld, hat jemand Geld"..
Die Organe des Staates nehmen einen Teil davon und lengen ihn ihn "hoffentlich" Gemeinsschaftsnützlich" Projekte um - aber "Staat" tut hiernichts hinzu oder nimmt etwas weg!
Und Schulden sind nicht "irgendwoher" - es sind wie Steuern "Anleihen bei den Bürgern" - nur die einen zahlen "Zinslose anliehen (Steuern)" die anderen lassen sich diese verzinsen, die einen haben einen individuellen Verlust, die anderen bekommen ihren Individuellen Einsatz zurück!

Aber zu keiner Sec ist dieses Geld irgendwo aus der Wirtschaft weg, oder kommt von "Aliens" irgendwo da Anleihen=Schulden - Es ist wie bei einer Zentralheizung wo man den Anbau mal "mit Wasser durchfluss oder ohne läßt" - die eigentliche Leistung =Wärme - die kommt von anderswoher .. vom Brenner oder der "Wirtschaftsleistung"! und das "Wasser=Geld" ist hier nur der Vermittler, aber nicht der Träger von irgendwas!

Die Staatschulden sind schlicht einfach auch das Volksvermögen oder in der EU eben das Vermögen aller Bürger der EU schön über kreuz und hin und her , aber sie sind nichts "was von Aliens" da irgendwo eingespeißt wird!

Laut GG und aller Verfassungen sollte Staat Steuern erheben - das ist korrekt - aber es dient doch einer bestimmten Klientel eben keine Steuern, sondern Anleihen zu erheben und dafür die Steuerzahler die Zinsen noch aufbringen zu lassen!

An der Wirtschaft ändert das nichts - entweder höhere Steuern und keine Schulden oder weniger Steuern und viele Schulden - entweder sie kann alle Infrastruktur und Einkommen wie Ausgaben stabil halten oder es geht bergab!

Wenn die Organisationen des Staates also "Schulden reduzieren" mindern sie die Einkommen der "reichen" - folge- die machen das sowiso nicht mit - also sorgt man indirekt dafür das sie schön wieder steigen! Und so sind die Schulden auch noch nie "gefallen".

Das was jetzt gemacht wird reduziert keine "Schulden" - man reduziert die Ausgaben in grundlegende Infrastruktur, man reduziert damit die Einnahmen dort ebenfalls - und in Summe zerbricht die Wirtschaftsleistung, was eben auch die Steuern nach einer gewissen Zeit in den Keller fahren wird!

Die Organe des Staates sollten deshalb nicht irgendwie versuchen ein "Wirtschaftliche BWL verhalten an den Tag zu legen - das ist Unsinn - ein Staat ist kein Unternehmen kann keine Gewinne oder Verluste machen - das können nur die Menschen die Teil des Staates sind.
Ein Staat als Organisationsform soll dafür sorgen das er eine gute Infrastruktur für alle organisiert - mehr kann er im besten falle auch nicht!

Staat ist ein gemeinnützig organiserter Verein ohne "Gewinnerziehlungsabsicht" gerade damit seine Bürger eben Gewinne und Verluste machen können - und genau deshalb ist BWL Verahlten schlichter Unsinn - das führt zum Flip-Flopp Effekt nur wie bei Diäten .. je weniger man isst umso mehr frist man dann nachher...

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Satiro 12.09.2011, 21:52
291. gut vernetzter Verbriefer

Zitat von kellitom
Asmussen hat für die radikale Deregulierung der Finanzmärkte gekämpft. Er hat in der Finanzkrise völlig versagt. Dieser Versager darf nicht Chefvolkswirt der EZB werden!
Google weiß alles :

http://grilleau.blog.de/2009/10/29/j...-mann-7265655/

Sehr interessantes Video zumindest für die, welche immer noch nicht wissen wie es zu dieser weltweiten Finanz- und Schulden- Krise gekommen ist.

Dass ausgerechnet dieser Mensch nun für Deutschland in die EZB einrücken darf, .............

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...und gut ist`s 12.09.2011, 22:38
292.

Zitat von Satiro
Google weiß alles : Sehr interessantes Video zumindest für die, welche immer noch nicht wissen wie es zu dieser weltweiten Finanz- und Schulden- Krise gekommen ist. Dass ausgerechnet dieser Mensch nun für Deutschland in die EZB einrücken darf, .............
Vor dem Mann, diesem Schäuble, muss man den Hut ziehen, vor diesem Fuchs. Allen erklären, dass man den Euro retten will und dann schon mal die Wiedereinführung einer neuen deutschen Währung vorbereiten, indem er bei der EZB den Assmussen als Chefvolkswirt einschleust, der in der Lage ist, durch Erfahrungen aus seiner bisherigen Tätigkeit, den Verein innerhalb kürzester Zeit in die Grütze zu hauen. Echt, das hat Stil!

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pons243 12.09.2011, 22:43
293. Stark könnte auch sehr schwach sein?

Dass die Situation um den EURO in einer sehr schwierigen Lage ist, steht klas ausser Zweifel.
Dass aber in so einer Situation Herr Stark zurücktritt finde ich ehrlic hgesagt sehr schwach. Denn gerade jetzt wäre es dringend nötig Rückgrat, Loyalität und Standhaftigkeit an den Tag zu legen, als so wie es scheint schmollend und vielleicht auch noch gekränkt zurück zu treten. Damit wird ja nur weiter Öl ins Feuer gegossen.
Irgendwie kommt mir das schon ein wenig bedenklich vor und erinnert mich ein wenig an die Kinder beim Sandkasten spielen.
Wenn es 2 Kindern von 23 Kindern im Sandkasten nicht nach ihren Willen geht, höre ich mit dem zuvor vereinbarten Spiel auf, nur weil die beiden keine Mehrheit oder eben zuwenig Überzeugungskraft zusammengebracht haben.
Warum besteht der Rat dann nicht gleich nur aus den 2 aus-
geschiedenen Personen, wenn es sowieso nur nach deren Pfeife od. Meinung geht, da braucht man kein großes Gremium.

Und in dieser Situation dem Ganzen dann einfach den Rücken zu kehren, finde ich sehr schwach Herr Stark (u. Weber)und zeigt wenig von Demokratieverständnis sondern eher von gekränkter Eitelkeit.
Keine Frage: Deutschland ist wirtschaftlich stark, das bedeutet aber noch lange nicht, dass nur die beiden so an-
geblichen Hardlinier das bewirkt haben, sondern da sind noch viele andere Kriterien dafür ausschlaggebend.
Mich würde es sehr interessieren wie es den Herren Stark und Weber in der Privatindustrie gehen würde. Da kann man auch nicht nicht einfach davonlaufen, wenn es mal nicht so geht wie man es vielleicht gerne hätte. Und das sind neben der Großindustrie sehr viele Klein- u. Mittelbetriebe.
Beide Herren hätten hier nun viel mehr Rückgrat benötigt,
welches gerade jetzt ganz dringend benötigt wird.
Wie heisst es so schön: Erst in der Krise zeigt sich die wahre Größe jedes Einzelnen!!!

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amgitsnops 13.09.2011, 19:43
294. Sie verkennen Größe

Zitat von pons243
Dass die Situation um den EURO in einer sehr schwierigen Lage ist, steht klas ausser Zweifel. Dass aber in so einer Situation Herr Stark zurücktritt finde ich ehrlic hgesagt sehr schwach. Denn gerade jetzt wäre es dringend nötig Rückgrat, Loyalität und Standhaftigkeit an den Tag zu legen, als so wie es scheint schmollend und vielleicht auch noch gekränkt zurück zu treten. Damit wird ja nur weiter Öl ins Feuer gegossen. Irgendwie kommt mir das schon ein wenig bedenklich vor und erinnert mich ein wenig an die Kinder beim Sandkasten spielen. Wenn es 2 Kindern von 23 Kindern im Sandkasten nicht nach ihren Willen geht, höre ich mit dem zuvor vereinbarten Spiel auf, nur weil die beiden keine Mehrheit oder eben zuwenig Überzeugungskraft zusammengebracht haben. Warum besteht der Rat dann nicht gleich nur aus den 2 aus- geschiedenen Personen, wenn es sowieso nur nach deren Pfeife od. Meinung geht, da braucht man kein großes Gremium. Und in dieser Situation dem Ganzen dann einfach den Rücken zu kehren, finde ich sehr schwach Herr Stark (u. Weber)und zeigt wenig von Demokratieverständnis sondern eher von gekränkter Eitelkeit. Keine Frage: Deutschland ist wirtschaftlich stark, das bedeutet aber noch lange nicht, dass nur die beiden so an- geblichen Hardlinier das bewirkt haben, sondern da sind noch viele andere Kriterien dafür ausschlaggebend. Mich würde es sehr interessieren wie es den Herren Stark und Weber in der Privatindustrie gehen würde. Da kann man auch nicht nicht einfach davonlaufen, wenn es mal nicht so geht wie man es vielleicht gerne hätte. Und das sind neben der Großindustrie sehr viele Klein- u. Mittelbetriebe. Beide Herren hätten hier nun viel mehr Rückgrat benötigt, welches gerade jetzt ganz dringend benötigt wird. Wie heisst es so schön: Erst in der Krise zeigt sich die wahre Größe jedes Einzelnen!!!
Genau deswegen haben Köhler, Weber und Stark in den Sack gehauen. Herrhausen hat ebenfalls und viele andere auch.

"Mit mir so NICHT" ist doch wohl eindeutig. Über fehlende Größe braucht man da nicht reden, da fehlt nicht ein Jota.

Die:"Mer mache Weida" sind die, die unter jedem Teppich wie unter freiem Himmel rennen.

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rabenkrähe 13.09.2011, 21:09
295. nene

Zitat von tächs
Das deutsche Volk schaut laut Medien zitternd vor Angst zu, während es ihm dabei vergleichsweise gut geht. Und wem es gut geht, der schaut lieber zu, als dass er was ändern will. Habe ich nicht vor einigen Tagen gelesen, dass die Deutschen so optimistisch sind, wie schon lange nicht mehr? Das steht in den gleichen Zeitungen, wie die Schauermärchen über die Angst. Während man die optimistischen Umfragen nicht verheimlichen kann, müssen die Medien gleichzeitig ihrer Generallinie folgen, die besagt, dass nur schlechte Nachrichten für sie Gute sind. Und die werden halt je nach Bedarf frei erfunden. In diesem Szenario macht doch Zuschauen mehr Spass, als action.
......

Es ist erstaunlich, daß es uns noch halbwegs geht: Bei Bankern wie Sarazin, Weber, Stark, Strauß-Kahn und Ackermann kann einem nur Angst und Bange werden, Kompetenz sieht anders aus!
rabenkrähe

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