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Rücktritt von VW-Chef Winterkorn: Herbst der Patriarchen
AFP

In atemberaubendem Tempo hat der Abgasskandal Volkswagen-Chef Martin Winterkorn demontiert. Nach Ferdinand Piëch muss damit auch der zweite starke Mann bei VW abdanken. Für den versprochenen Neuanfang reicht das noch nicht.

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eisbärchen_123 24.09.2015, 09:21
80. Pech!

Manchmal hasse ich es Recht zu haben. Aber als vor Jahren die Abwrackprämie eingeführt wurde, habe ich stattdessen darauf plädiert, die 5 Mrd. Euro stattdessen in die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte zu stecken. Hätte Deutschland das damals gemacht, dann hätte die Automobilindustrie nicht alles auf die Karte Diesel gesetzt und Deutschland - anstelle Tesla - wäre jetzt Vorreiter bei Elektrofahrzeugen. Stattdessen haben wir nun den Salat. Aber Merkel wollte damals ja unbedingt die unselige Abwrackprämie, welche nur Steuergelder verbrannt hat und durch welche Tausende Gebrauchtwagen sinnlos verschrottet wurden.

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hwdtrier 24.09.2015, 09:27
81. Die Amis fahren Benziner

und die können- besonders mit großem Hubraum - die harten Grenzen bequem einhalten. Und vor Dobrindt wären wohl erstmal die SPD und die Gewerkschaften dran. Die sind im Vorstand drin.

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curiosus_ 24.09.2015, 09:29
82. Stimmt, da müssen jetzt dringend ....

Zitat von mykelgermany
@dedoors: Da hat eine Riege alter Säcke den Wagen in den Dreck gelenkt, und nun soll ein anderer alter Sack das Fuhrwerk wieder flottkriegen? Selten so gelacht! Gerade die Altherrenriege der deutschen Konzernlenker ist doch das Problem. Sozialisiert in den schenkelklopfenden Siebzigern, mit einer Attitüde zwischen Machtgeilheit und Mettigel, die mit knapp 70 Jahren (oder im Falle Piëch fast 80!) immer noch nicht ihren verdienten Ruhestand genießen können. Immer weiter schaffen und raffen, oder wie die es nennen würden, eine „Zukunft gestalten“, mit der sie nichts mehr zu tun haben, weil sie in der Gegenwart schon anachronistisch sind. Aber Ihre bevorzugten Fahrzeuge deuten ja schon an, dass Sie auch irgendwann vor 20 bis 30 Jahren die Entwicklung eingestellt haben. Wer mit über 60 noch arbeiten geht, obwohl er die Taschen voller Kohle hat, hat wohl ein Problem mit der Selbstwahrnehmung. Anstatt irgendwo in der Dom Rep oder auf den Malediven im Millionärsresort Cuba Libre zu schlürfen zieht man sich jeden Tag wieder den „korrekten“ grauen Anzug mit ja nicht zu auffälliger Krawatte an und spielt Mr. Wichtig. Das ist doch krank. Außerdem nimmt es den nachwachsenden Talenten jede Möglichkeit aufzusteigen. Ich wäre für eine verpflichtende Altersteilzeit in Chefetagen ab 60 und definitive Pensionierung mit allerspätestens 67 Jahren!
... jungdynamische MBAler von irgendwelchen Eliteunis ran. Damit VW ganz sicher den Bach runter geht.

Bei einem so hochkomplexen Industriezweig (sicher dem komplexesten in D) macht es durchaus Sinn Leute mit maximal möglicher Erfahrung vorne hin zu stellen. Die haben den entscheidenden Vorteil, dass sie ausgewachsen sind, im Gegensatz zu "nachwachsenden Talenten".

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wibo2 24.09.2015, 09:35
83. Na na na

Zitat von ihawk
M.E. haftet auch Herr Piëch, denn unter seiner Regie ist diese betrügerische Software entwickelt worden.
Ferdinand Karl Piëch [ˈpiɛç] war von 1993 bis 2002 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, danach deren Aufsichtsratsvorsitzender bis zum 25. April 2015.
Die zur Diskussion stehende ECO-Software wurde nach 2002 programmiert. Ein Aufsichtsrat ist mitnichten ein Abgasexperte oder -tester.

Wie kommen Sie denn dazu derartige Behauptungen wie oben aufzustellen, die faktisch völlig falsch sind?

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lezel 24.09.2015, 09:40
84. Inhaber

Zitat von Jobuch
Wann kommt endlich für derlei Manager die PERSÖNLICHE Haftung. Dem Man kann doch gar nichts passieren. Zerknirscht gucken muß er, sonst nichts. JEDER Chef eines inhabergeführten mittelständischen Unternehmens blutet mit seinem PRIVATvermögen, wenn er einen solchen Mist baut. Das sollte auch für diese Typen gelten - und zwar OHNE Versicherung und dergleichen. Will heißen: Wenn eine derartige Entgleisung erwiesen ist, muß der Versicherung verboten sein, einzuspringen - das muß dem Betreffenden RICHTIG weh tun.
Winterkorn würde eine solche Regelung sogar begrüßen.


Er hätte dann etwa 11 Milliarden Euro aus seinem Privatvermögen zu bezahlen - das ist der Nachteil des Inhabers. Der Vorteil des Inhabers ist, dass ihm auch die Gewinne zufließen, also beispielsweise nicht nur die wenigen Millionen Euro Bonus, die Winterkorn vor zwei Jahren bekam, weil er den Gewinn auf 17 Milliarden Euro gesteigert hatte, sondern genau diese 17 Milliarden Euro - in einem einzigen Jahr. Dann bleiben noch immer 6 Milliarden übrig, plus die volle Gewinne der übrigen Jahre, und Winterkorn stünde erheblich besser da als in der jetzigen Situation, welche die Gewinne und Verluste seines Arbeitgebers sorgsam von den privaten Finanzen des Angestellten Winterkorn trennt.

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lezel 24.09.2015, 09:44
85.

Zitat von h.hass
Vor zwei Tagen wollte er von einem Rücktritt noch nichts wissen.
Wollen Sie ihm verbieten, über Nacht klüger zu werden?

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derdudea 24.09.2015, 09:45
86. Vielen Dank für den Kommentar aber...

Zitat von rennflosse
Ich glaube dass Ihre Analyse falsch ist. Wer sich als Autofahrer einen Diesel anschafft, tut das aus wirtschaftlichen gründen. Nicht zur Beruhigung seines Umweltgewissens. Dann würde er nämlich einen Benziner oder gar Hybrid fahren, vielleicht sogar ein Elektroauto wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Vielleicht muss man sich eingestehen, dass die immer aberwitzigeren Emissionswerte nicht mehr einzuhalten sind, wenn gleichzeitig die Motoren immer aberwitzigere Leistungswerte haben sollen, um Motormagazine und die von ihnen manipulierten Kunden zufrieden zu stellen.
das war keine Analyse von mir, sondern billige Polemik!
Alles was ich sagen wollte, ist das mir völlig egal ist, welche Emissionen das Auto von sich gibt weil für mich der Fahrspaß zählt und viele Mitbürger ihrem Kauf- und Fahrverhalten nach (PS-Starke Diesel, SUV) genauso denken, aber das natürlich des "ökologischen Gewissens" wegen nie zugeben würden.

Ich fahre jetzt einen Mercedes Diesel mit 204 PS, weil ich sehr viel fahre und dabei Freude haben möchte. Einen Neuwagen nach EU 6 Norm werde ich nicht mehr kaufen: diesen Adblue-Unfug mache ich nicht mit und ab 2014 gibt es bei Mercedes nur noch Modelle mit dieser Technik. 2017 noch mal einen guten Gebrauchten ohne Adblue und dann ist für mich (und viele andere) das Dieselzeitalter zu Ende, zumal ich so ab 2020 auch weniger fahre...

So wird es dem Diesel insgesamt gehen. So what! Die Benziner sollen ja technisch und beim Verbrauch stark aufholen.

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Dramaturg 24.09.2015, 09:45
87. An ihm vorbeigegangen?

Dass die Entwicklung, der Einbau und die damit verbundene angebliche Senkung der Abgasemissionen an Prof. Dr.Winterkorn vorbeigegangen sein soll, halte ich für sehr unwahrscheinlich, zumal er in einem Interview zugab, ein Technikfreak zu sein und nichts mehr schätzte, als derartige Gespräche mit anderen zu führen.

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restauradores 24.09.2015, 10:03
88. Der Käufer ist der Vorläufer der Schuld!

Tonnenschwere SUVs (für die Stadt), elektrische Helferlinemotörchen überall, gewünschte Bequemlichkeit überall in Mechanik, Elektrik und Vernetzung und, und, und

Das alles kostet - Gewicht!
Jedes Auto könnte heute bei gleicher Sicherheit wahrscheinlich 10-20% weniger wiegen, wenn der Käufer sich mal wieder selbst etwas bewegen würde, nicht sein Büro im Auto will, ... und damit hätten wir sofort die heute noch Traumverbrauchswerte.
Das Emissionsproblem bei Diesel würde damit nicht ganz gelöst, aber eines steht physikalisch/chemisch fest:

Gleiches Modell, gleicher Motor
-> mit weniger Gewicht
= geringerer Verbrauch
= geringere Emissionen

Wir könnten schon soooo viel weiter, besser sein, wenn wir nur nicht soooo pseudoluxus orientiert wären, soooo pseudostatus fixiert, soooo dekadent und heuchlerisch wären.

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bartsuisse 24.09.2015, 10:06
89. Mani Pulite - saubere Hände

das ist was Deutschland braucht! Mutige Staatsanwälte welche das durch und durch faule System durchleuchten und schonungslos aufdecken und anklagen.

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