Forum: Wirtschaft
Rüge vom Kartellamt: Amazon will Niedrigpreiszwang für Händler abschaffen
REUTERS

Wenn ein Händler bei Amazon seine Produkte anbietet, darf er sie nirgendwo anders günstiger verkaufen. Diese Regel hat das Bundeskartellamt nun kritisiert. Die Aufseher fürchten, dass Amazon kleine Konkurrenten so aus dem Markt drängt. Das Internetkaufhaus hat bereits reagiert.

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gesellschaftswandel 27.08.2013, 22:10
1. Fdp

Und hier sieht man mal wieder, wie sich der Markt nach liberalen denken selbst reguliert. Der Stärkere gewinnt und der Verbraucher wäre der Verlierer, wenn nicht wie hier die Politik zurecht eingreifen würde. Ich wünsche der FDP max. 1,8%. Eine Partei die niemand brauch.

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kölschejung72 27.08.2013, 22:33
2. Früher war es so

Dass man die meisten Produkte im Marketplace ca. 2-3% teuer hatte als beim Händler direkt im eigenen Webshop.

Solange Amazon die Rücknahmeregelen beibehält, wird kaum jemand wegen solch geringer Preisunterschiede, sich die Mühe machen, sich in einem anderen Shop neu zu registrieren.

Insofern vergibt sich Amazon da nichts, wenn die die Regelung streichen.

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sick-and-tired 27.08.2013, 22:48
3. Endlich kann ich auch woanders kaufen,

ohne mehr als bei Amazon zu zahlen. Ich stimme dem 1. Beitrag in diesem Forum zu: Das freie Spiel der Kräfte des Marktes ist unsozial und oft pervers.

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wird_licht 27.08.2013, 22:56
4. Hohe Verkausgebühren bei Amazon

Bai Amazon zahle ich als gewerblicher Verkäufer ca. 15% des Verkauspreises als Provision an Amazon. Bei Ebay sind es unter 10% und im eigenen Online-Shop gen 0%. Wenn die Kunden so dämlich sind und bei lieber zu 100? bei Amazon kaufen anstatt zu 85? im Shop dann sind sie selbst schuld. Wenn ich im Shop für 100? anbiete biete ich dem Kunden aber keinen Vorteil zum Kauf bei Amazon, weswegen ich die Vorschrift von Amazon immer schon rechtlich fragwürdig fand.
Übrigens: mit 15% Verkausprovision verdient Amazon häufig mehr als der Händler, der die eigentliche Arbeit hat...

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Bitpull 27.08.2013, 23:16
5.

Zitat von wird_licht
Bai Amazon zahle ich als gewerblicher Verkäufer ca. 15% des Verkauspreises als Provision an Amazon. Bei Ebay sind es unter 10% und im eigenen Online-Shop gen 0%. Wenn die Kunden so dämlich sind und bei lieber zu 100? bei Amazon kaufen anstatt zu 85? im Shop dann sind sie selbst schuld. Wenn ich im Shop für 100? anbiete biete ich dem Kunden aber keinen Vorteil zum Kauf bei Amazon, weswegen ich die Vorschrift von Amazon immer schon rechtlich fragwürdig fand. Übrigens: mit 15% Verkausprovision verdient Amazon häufig mehr als der Händler, der die eigentliche Arbeit hat...
Verkaufe ebenfalls bei eBay, Amazon und Websop, habe mich niemals an die Preisparität gehalten und musste dennoch mit Erstaunen feststellen, dass die meisten Amazon Kunden wie geschildert zu dämlich sind, das 15% günstigere Shopangebot in Anspruch zu nehmen. Liegt wohl daran, dass ein Großteil des "typischen Amazon-Klientels" nur eine Handvoll etablierter Seiten wie Google, Facebook, Amazon, eBay etc. kennt und nur schwer über den Tellerrand sehen kann/will.

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r2t5 27.08.2013, 23:23
6.

Zitat von kölschejung72
Dass man die meisten Produkte im Marketplace ca. 2-3% teuer hatte als beim Händler direkt im eigenen Webshop. Solange Amazon die Rücknahmeregelen beibehält, wird kaum jemand wegen solch geringer Preisunterschiede, sich die Mühe machen, sich in einem anderen Shop neu zu registrieren. Insofern vergibt sich Amazon da nichts, wenn die die Regelung streichen.
Käufer bei amazon sind offenbar nur beschränkt geschäftsfähig: sie kaufen auch bei 20-30 % differenz über amazons marketplace anstatt direkt beim händler

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betonklotz 27.08.2013, 23:23
7. Ich bin mal gespannt

wie viele Foristen sich dieses Themas annehmen. Denn gerade solche "Kleinigkeiten" werden sich in der Zukunft als entscheidend herausstellen. Demokratie braucht mündige Bürger, Kapitalismus fürchtet mündige Marktteilnehmer. Und der Behauptung: "Kapitalismus= Demokratie" stehe ich äusserst skeptisch gegenüber.
Deswegen: Selber denken.

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Furiosus 27.08.2013, 23:29
8.

Ich würde den Kommentaren 1 und 4 widersprechen. Hier hat nicht die Politik, sondern das Bundeskartellamt eingegriffen. Dieses ist, man nennt es auch oft so, der Wettbewerbshüter. Hier wurde nicht der freie Markt beschränkt, sondern bewahrt. Das BKartA ermittelte in diesem Fall nämlich deshalb, weil durch die starke Marktstellung von Amazon und die daraus resultierende Marktmacht den Wettbewerb auf dem entsprechenden Markt beschränkt hat, indem Amazon in der Lage war Preise zu diktieren. Dafür ist das Kartellrecht da.

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mischpot 27.08.2013, 23:48
9. Dann kauf ich nicht mehr bei Amazon

so wie viele andere dann auch.

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