Forum: Wirtschaft
Rügenwalder Mühle: Wurstproduzent fordert, weniger Tiere zu essen
Julian Stratenschulte/dpa

Veggie-Trend als Geschäftsmodell: Fast 40 Prozent Umsatz macht der Wursthersteller laut eigenen Angaben bereits mit fleischlosen Produkten. Doch die Strategie stößt auch auf Widerstände.

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andropoli 02.09.2019, 15:04
70. Die ewige Diskussion

Zitat von wortmacht
Wer vegetarisch mag soll es essen. Warum aber muss der Geschmack, der Name und sogar Aussehen und Haptik eines verhassten Produktes 1:1 kopiert werden?
Das ist mal wieder das übliche Missverständnis. Wie kommen bloss so viele Leute darauf, das Vegetarier oder Veganer generell den Geschmack oder eben die haptische Beschaffenheit von Fleisch ablehnen. Die meisten kommen aus rein ethischen Erwägungen zur Fleischlosen Ernährung. Davon abgesehen...was ist daran so wichtig, dass die Produkte eben den entsprechenden Fleischerzeugnissen nachempfunden sind, dss sich dermaßen viele Fleischesser daran stossen. Zum weiteren Verständnis, gerne auch für alle anderen Foristen, die ständig mit diesem einfach nur dummen Argument kommen, sei zur Lektüre folgendes emfohlen.
https://vebu.de/wp-content/uploads/2016/09/Artikel-Fleischwirtschaft-9_2016-Strecker_Domke.pdf

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Goldwin 02.09.2019, 15:07
71.

Zitat von derjoey
Tiere werden in Massentierhaltung allerdings eher krank und benötigen entsprechend (deutlich mehr) Antibiotika.
Umd as beruteilen zu können müsste ich wissen wie sie "Massentierhaltung" definieren.

Aber der User wollte ja Antibiothika generell verbieten. und da sehe ich schon ein problem in Bezug auf Tierschutz...

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Das Pferd 02.09.2019, 15:10
72.

Zitat von andrehe
Aufgrund des Klimawandels macht es Sinn, Traditionen auf den Prüfstand zu stellen. Man kann sich auch so treffen und zusammen speisen, dafür reicht ein Induktionsherd in der Küche. Oder man richtet es zeitlich anders ein und verzichtet auf Speisen. Holzkohle, einen fossilen Brennstoff, zu zerstören (verbrennen) ist nicht gerade clever nach all dem, was wir inzwischen wissen, neben dem klima- und gesundheitsschädlichen Fleischkonsum. Hören wir auf zu grillen und entwickeln uns weiter!
ist ein gute Idee, das Grillen hat in den letzten Jahrzehnten nach meinem Gefühl auch überhand genommen.
Aber aufpassen, Holzkohle ist kein fossiler Brennstoff.

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bambata 02.09.2019, 15:10
73.

Zitat von Goldwin
Naja, auf das Argumentd es Users gehen sie jetzt nicht wirklich ein. Dafür fordern Sie, dass man kranke Tiere nicht mehr die optimale Medizin zur Verügung stellt. Ob das mehr Tierschutz ist???
Antibiotika in der Tiermast werden prophylaktisch verabreicht, nicht den kranken Tieren. Diese werden ohne großes Aufheben "notgeschlachtet". Ein krankes Tier kommt jedenfalls nicht in die Quarantäne und wird wieder "aufgepäppelt". Sie haben da ein etwas zu verklärtes Bild heutiger Landwirtschaft mit Massentierhaltung. Der Begriff Tierschutz spielt in der Massentierhaltung absolut keine Rolle (auch wenn man Ihnen anderes zu suggerieren versucht), denn sonst gäbe es diese Form der Tierhaltung gar nicht.

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andropoli 02.09.2019, 15:19
74. Noch eine der üblichen Legenden

Zitat von krautrockfreak
Ist ja vor allem billiges Öl und Soja drin, gleichzeitig tut man so, als wenn das alles viel aufwändiger wäre und kassiert noch mehr ab als beim Fleisch! Und der Sojaanbau macht die Regenwälder kaputt etc.! Nein, die Devise muss sein kein Fleisch (ja, das geht, man stibt nicht!) und auch keine derartigen Ersatzstoffe aus Soja etc., sondern einfach mehr Gemüse essen. Besser kann man es nicht machen und der Körper dankt es einem auch. Also, einfach mal versuchen, Fleisch zu reduzieren und dann evtl. ganz weglassen. Es geht!
Noch eines der üblichen falschen Argumente: "Wer Sojaprodukte isst, zerstört den Regenwald" etc. Zitat aus der NZZ: "Die weltweite Soja-Produktion steigt und steigt. Doch der Grund dafür ist nicht unser erhöhter Tofu- und Soja-Latte-Konsum. Soja wird heute fast ausschliesslich für die Fütterung von Schlachttieren angebaut."
Noch Fragen? Auch hier sind es eher die Fleischesser, die Schuld an der Misere sind. Oh, ich bin übrigens kein Vegetarier oder Veganer, aber diese Argumentation ist halt völlig unreflektiertes nachplappern von polemischen Aussagen der Fleischlobby.

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andropoli 02.09.2019, 15:25
75. Zustimmung

Zitat von lady_amanda
Mal wieder lese ich seltame Blumen der Sparte gefähliches Halbwissen. Warum müssen Vegetarier etwas essen, das wie Fleisch schmeckt? Salami oder Lyoner schmeckt nicht nach Fleisch, sondern nach Gewürzen. Ich kenne es von kleinauf und mag es. Ich mag aber nicht, dass Tiere dafür getötet werden. Problem? Ich lese, dass man "lieber ein Stück hochwertiges Fleisch" isst, statt Chemieprodukte. Unterschreibe ich. Leider sind gerade mal 5% des verzehrten Fleisches in Deutschland "hochwertig". Ich lese wieder etwas von Veboten...etc. Selbst der von den Grünen aufgebrachte Veggie Day war niemals als Verbot oder gar Gesetz gedacht, sondern nur ein Vorschlag. Dumm, wenn man die Deutungshoheit verliert. Liebe Rügenwalder.....sich als Apostel aufzuspielen halte ich für schwierig, wenn die "vegetarische" Salami und der Aufschnitt zu über 60% aus Eiklar besteht, der NICHT von Bio Hühnern gewonnen wurde, sondern aus Anlagen stammt, in denen geschreddert wird. Ich esse sie dennoch ab und an, allerdings sollte man das schon erwähnen. Lieber SPON, keine journalistische Glanzleistung. Nicht ganz so schlimm, wie Frau Klöckner, aber geht schon in die Richtung.
So ist es. Allerdings geht der Trend jetzt auch eher zu Vegan. Auch bei der Mühle gibt es immer mehr davon. Ich denke, das mit den Eiern hat sich dann auch bald erledigt.
Grundsätzlich aber volle Zustimmung, insbesondere das geduldige Eingehen auf die übliche falsche Argumentation einiger Foristen.

danke

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Goldwin 02.09.2019, 15:37
76.

Zitat von bambata
Antibiotika in der Tiermast werden prophylaktisch verabreicht, nicht den kranken Tieren. Diese werden ohne großes Aufheben "notgeschlachtet". Ein krankes Tier kommt jedenfalls nicht in die Quarantäne und wird wieder "aufgepäppelt". Sie haben da ein etwas zu verklärtes Bild heutiger Landwirtschaft mit Massentierhaltung. Der Begriff Tierschutz spielt in der Massentierhaltung absolut keine Rolle (auch wenn man Ihnen anderes zu suggerieren versucht), denn sonst gäbe es diese Form der Tierhaltung gar nicht.
Ich glaube eher, dass Sie da der Propaganda der NGOs auf den Leim gegangen sind. Antibiotika werden in der Nutztierhaltung nicht prophylaktisch eingesetzt, sondern nur, wenn der Tierarzt sie aufgrund einer Diagnose verordnet. Kranke Tiere müssen mit Blick auf den Tierschutz medizinisch behandelt werden, ein vollständiger Verzicht auf Antibiotika in der Nutztierhaltung ist deshalb nicht möglich. Vielleicht sollten Sie sich mal neutral informieren statt auf das stetige der Trommeln der Spendensammelverbände zu hören...

Und selbstverständlich spielt Tierschutz in der Tierhaltung eine Rolle. Ich frage mich immer für wie blöd manche die Bauern halten. Eine Milchkuh zum Beispiel kostet den Landwirt vom Kalb bis zum ersten Liter Milch etwa 1.300 - 1.800 €. Je länger ein Kuh lebt destoi Mehr Milch gibt sie und je größer ist der Profit an einer Kuh. Warum soltle der Landwirt also schlecht mit dem Tier umgehen? Er schneidet sich doch nur ins eigen Fleisch. Dass es natürlich wie überall schwarze Schafe gibt soltle klar sein. Aber der Großteil der Landwirte behandelt die Tier gut (sonst würde er direkt pleite gehen...)

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regelaltersrentner 02.09.2019, 15:42
77.

Zitat von Tom Tom B
Rügenwalder geht den richtigen Weg. Wer es nicht mag, soll es im Regal liegen lassen. Und es gilt nicht die Frage, warum essen Vegetarier Sachen, die nach Fleisch schmecken, sondern warum schmeckt Fleisch nur, wenn es mit Geschmacksstoffen (Gewürze) angerechert ist.
Die Rügenwalder Mühle verdient an dem Veggi Zeugs mehr als mit der normalen Wurst.

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marianne1020 02.09.2019, 15:46
78. @31

Wenn ich einen Schweinsbraten mache, so ist der nicht stark gewürzt. Allenfalls ist Salz dran oder, regional bedingt, Kümmel. Keinesfalls irgend eine Art von Geschmackverstärker Emulgatoren oder sonstige chemische Zutaten. Wenn ich ein Saftgulasch mache sind Zwiebeln und Paprika dran. Und Leitungswasser. Und sonst nichts. Wenn ich ein Wiener Schnitzel mache ist Salz dran, sowie Eier, Mehl und Semmelbrösel für die Panier. Und sonst nix. Bei einem Steak sind möglicherweise grüne Pfefferkörner dran und sonst nichts. Bei der Soße, je nach Geschmack Sauerrahm oder Creme fraîche zum Binden des Saftes. Sonst nix.

Kann beliebig mit anderen Fleischspeisen fortgesetzt werden.

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r_saeckler 02.09.2019, 15:46
79. So lange rund 82 Mio. Leute in Deutschland

So lange rund 82 Mio. Leute in Deutschland jeden Tag mehr Fleisch und Fleischprodukte für K & K (= Katzen und Köter...) kaufen und verfüttern als rund 195 Mio. Leute in Nigeria für ihre Kinder - und die haben sehr viel mehr Kinder als die Hiesigen! - so lange sehe ich nicht den geringsten Anlass, mir von anhnungfreien Schulschwänzergören, kleveren Herstellern von ERSATZ-Fleisch oder krampfigen Tierrechtler*innen weder meine Roulade, noch meine Kalbsleber und schon gar nicht meine Mettwurst madig machen zu lassen.
Alles so weit verstanden, ja`?!

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