Forum: Wirtschaft
Rüstung: Rheinmetall buhlt um Aufträge in der Türkei
picture-alliance/ dpa/dpaweb

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall wittert ein gutes Geschäft in der Türkei. Er will sich an Ausschreibungen des Militärs beteiligen, die Linke spricht von einem "ungeheuerlichen Vorgang".

Seite 5 von 9
theanalyzer 08.03.2017, 15:45
40. Nato staat

Also wenn wir Waffen nicht mehr an NATO Staaten liefern dürfen - an wen denn dann?

Beitrag melden
spiegelneuronen 08.03.2017, 15:48
41. na toll - oder gerade nicht

Zitat von RioTokio
Die Türkei ist als Nato Land unser Verbündeter. Verbündete sollten gute Waffen haben - auch das schützt uns. Es spricht also nichts dagegen unseren Verbündeten dabei zu unterstützen. Die deutsche Rüstungsindustrie benötigt internationale Auftrage um Wettbewerbsfähig zu sein - die wenigen Aufträge der Bundeswehr.....
Mir ist nicht bekannt, dass man sich gegen eine angemessene und notwendige Bewaffnung der Bundeswehr ausgesprochen hätte, wenn es um originäre Verteidigung des Staatsterritoriums geht.

Unsere Freiheit wird nämlich gerade nicht am Hindukusch verteidigt. Genau deshalb sollte man diejenigen, die am Hindukusch Machteinfluss und militärische Expansion betreiben, KEINESFALLS beliefern. Weder Saudi Arabien, noch die Türkei, die einen Krieg gegen die Kurden führt und dabei den IS vorschiebt.

Beitrag melden
spiegelneuronen 08.03.2017, 15:56
42. Sollte geklärt werden.

Zitat von theanalyzer
Also wenn wir Waffen nicht mehr an NATO Staaten liefern dürfen - an wen denn dann?
Sie haben Recht - das ist ein Argument aber was für eines?

Man sollte die Türkei, wegen ihrer völkerrechtswidrigen Ausnahmezustands-Gesetze und dem Vorgehen gegen die Kurden, vor den UNO-Sicherheitsrat zitieren und mit Sanktionen belegen, damit derartige irritierende Argumente geklärt wären.

Beitrag melden
Fuscipes 08.03.2017, 15:59
43.

Praktisch, da expandiert ein deutscher Rüstungskonzern in die Türkei, oder sonst wo hin, und schon kann man Panzer und ähnliches ohne größeren Aufwand in Drittstaaten verschieben, da gehört ein Riegel vor. Was sagt der Bundessicherheitsrat dazu, oder wissen die darüber Bescheid?

Beitrag melden
wll 08.03.2017, 16:03
44. Kein Titel

Zitat von spiegelneuronen
1. In weiten Teilen völkerrechtswidrige Notstandsgesetzgebung in der Türkei, belegt durch Rechtsgutachten der Venedig-Komission des Europarates. http://www.humanrights.ch/de/internationale-menschenrechte/nachrichten/europarat/venedig-kommission-ausnahmezustand-tuerkei 2. Kurdenverfolgung - gerne mit .....
Ich gebe Ihnen völlig recht. Nur sollten wir uns dann allmählich fragen, ob wir mit einem solchen Land weiterhin in einem Militärbündnis sein wollen. Es wäre in der Tat grotesk, mit der Türkei bis hin zu deren kollektiven Verteidigung verbündet zu sein, ihr aber aufgrund besagter Erwägungen kein Rüstungsmaterial zur Verfügung stellen zu wollen. Entweder man lehnt die Politik der türkischen Regierung entschieden ab, dann sollte man jegliche Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet einstellen (einschließlich NATO), oder man macht weiter wie bisher, also Waffenlieferungen und Zusammenarbeit innerhalb der NATO. Dann sollte man aber auch so ehrlich sein, und die Moralisiererei lassen...

Beitrag melden
tomlex27 08.03.2017, 16:07
45. Wann Waffenlieferungen ok sind entscheidet nicht die Linke, gottseidank

Ach ja, immer die Linken. Sind immer gegen alles, ist ja auch einfach, weil man ja eh nicht in Regierungsverantwortung kommt.

Die Türkei ist immer noch ein Nato- Land und entsprechend in eine Sicherheitsdoktrin eingebunden. Was wäre denn dort hinten noch weiter los, wenn der Sicherheitspuffer Türkei nicht da wäre? Neben Israel ist die Türkei der einzige noch halbwegs demokratische Staat in der Region, der relativ stabil erscheint. Man kann über den angehenden Despoten denken was man will, aber dass sich jemand mit 6 Milliarden Euro für mehr als 3 Millionen Kriegsflüchtlinge abspeisen lässt, die Frau Merkel durch die offene Grenzen- Politik angelockt hat, ist auch schon mal was. Abgesehen davon, dass die Türkei auch ohne diesen schmutzigen Deal schon vorher mehr als einer Million Flüchtlinge Zuflucht gewährt hat. Nur damit Frau Merkel sich an den eigenen Grenzen die Hände nicht schmutzig machen will, muss sie jetzt Herrn Erdogan aushalten. Ihr Pech.

Es ist immer noch besser Panzer in die Türkei zu verkaufen als in einem anderen Staat der Region. Natürlich, liebe Linke, kann man so tun als gäbe es dort hinten keine Kriege, Rivalitäten und muslimische Allmachtsfantasien bei Staatslenkern und den zahlreichen Rebellengruppen, und natürlich kann man so tun als könnte man mit Irren wie dem IS über den Sinn und Unsinn ihres Tuns reden, aber einen anderen stabilen politischen Anker in dieser Region als die Türkei gibt es nicht.

Wer tatsächlich so tut, als gäbe es welt- und europaweit keinen Terror und Krieg der sich von dieser Region aus in der Welt ausbreiten will, der hat einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank. Um die Idioten dieser Region in Schach zu halten bedarf es nicht nur einer Türkei, sondern auch leider deutscher Waffen/ Panzer. Das Geld / die potentielle Lieferung ist gut angelegte Sicherheit für Europa. In aller Regel macht die Türkei auch keine Jagd damit auf die eigenen Bürger.

Beitrag melden
Alter Schwede 99 08.03.2017, 16:08
46. Ja wo.....

...schafft es denn nun Arbeitsplätze? " .....dass der Konzern Rad- und Kettenpanzer in der Türkei bauen will". Also in der Türkei und nicht von
hier für die Türkei. Oder hier Teile herstellen, dort zusammenbauen, oder, oder, oder.....! Ich werde Rheinmetall boykottieren und von denen keine Panzer mehr kaufen.

Beitrag melden
habenix 08.03.2017, 16:09
47.

Zitat von Fuscipes
Praktisch, da expandiert ein deutscher Rüstungskonzern in die Türkei, oder sonst wo hin, und schon kann man Panzer und ähnliches ohne größeren Aufwand in Drittstaaten verschieben, da gehört ein Riegel vor. Was sagt der Bundessicherheitsrat dazu, oder wissen die darüber Bescheid?
Jameinen sie denn in Frankreich, GB, oder den USa wird das anders gemacht?
Wieviel Geld nimmt der Staat durch die Wehrtechnikindustrie+ Zulieferer ein das er gerne mit vollen Händen ausgibt.
Und besser das Ausland kauft bei uns Waffen als woanders, da haben wir wenigstens was davon.

Beitrag melden
spiegelneuronen 08.03.2017, 16:11
48. Sollte es sein

Zitat von Fuscipes
Praktisch, da expandiert ein deutscher Rüstungskonzern in die Türkei, oder sonst wo hin, und schon kann man Panzer und ähnliches ohne größeren Aufwand in Drittstaaten verschieben, da gehört ein Riegel vor. Was sagt der Bundessicherheitsrat dazu, oder wissen die darüber Bescheid?
Es wird dabei nicht einmal exportiert.
Rheinmetall gründet in der Türkei ein deutsch-türkisches Geminschaftsunternehmen und produziert dort. Das läuft schon seit Jahren so.

Die Pressemitteilung dazu stammt vom Mai 2015. (Link anbei)
https://www.rheinmetall-defence.com/media/editor_media/rm_defence/publicrelations/pressemitteilungen/2015/2015-05-05_Rheinmetall_MKEK_signing_en.pdf

Und wenn die Fabrik dann steht und bei der Bundesregierung ein Wecker schrill klingelt - dann ist es zu spät.

Beitrag melden
spiegelneuronen 08.03.2017, 16:34
49. Ist das so?

Zitat von gluecklicherhans
aber lesen wir hier über die selben Linken, die noch bis vor kurzem die unsägliche, mörderische DDR - Mauer öffentlich schöngeredet hat; allen voran deren Galionsfigur Sahra Wagenknecht? Lesen wir hier über die selben Linken, die unablässig versuchen, uns die mörderische Terrorbande PKK als Wohlfahrtsverband zu verkaufen; allen voran Sevim Dagdelen? Wäre die Türkei kommunistisch, würden sich die Damen und Herren der Linken selbst an die Produktionsbänder stellen, um den Genossen persönlich die Panzer zusammenzuschrauben. Wie heuchlerisch ist das denn?
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, geht es um das deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall, das in der Türkei -in der nach zweimaliger Verlängerung, weiterhin der Ausnahmezustand gilt- ein deutsch-türkisches Rüstungsunternehmen gründet und in der Türkei neue Arbeitsplätze schafft, die Rüstungsgüter sollen ja vor Ort, in der Türkei gebaut werden. - Also nicht mehr marktkonforme Demokratie sondern autokratiekonforme Demokratie. Beides völlige Irrtümer. Besser mal wieder demokratiekonforme Märkte.

PS: Die verwendeten "was wäre wenn - Argumentationen" ihres Beitrags erstaunen. Woher beziehen sie diese Kenntnisse?

Beitrag melden
Seite 5 von 9
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!