Forum: Wirtschaft
Rüstung: Rheinmetall buhlt um Aufträge in der Türkei
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Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall wittert ein gutes Geschäft in der Türkei. Er will sich an Ausschreibungen des Militärs beteiligen, die Linke spricht von einem "ungeheuerlichen Vorgang".

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dweik01 08.03.2017, 16:50
50. Alternativen!?!

Liebe Frau Merkel, es gibt Alternativen. Auch im Umgang mit der Türkei. Nicht nur sollte man aufhören der Türkei rd 4 Mrd pro Jahr zu überweisen, solange dort Nazi-Vergleiche angestellt werden. Man kann denen auch sagen, daß eine Unterstützung oder Unbedenklichkeitsbescheinigung des Tourismus in diesem Land nur geht, wenn bestimmte Grundrechte eingehalten werden. Auch könnte man mit mehr europäischer Integration endlich die Außengrenzen wirksam sichern und mit der Unterstützung der UNESCO und Auffanglagern unabhängig vom türkischen Grenzschutz werden. Dann wäre das auf einmal wieder deren Problem!
Und solange der Kurdenkonflikt nicht gelöst, die Sicherheit instabil und ein autokratisches System installiert werden soll - Syrien war keinen Deut anders als das, was mit Erdogan zumindest droht - dann hat unser Rüstungskontrollausschuß solche Anbiederungen von Rheinmetall an die Türkei zu verhindern! Das ist die Alternative zum Flächenbrand in der Türkei, liebe Frau Merkel! Aber es ist wahr, wer sagt schon, daß Sie oder Ihr Kanzleramt kompetent genug wären, Alternativen zu erkennen?

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sonntag500 08.03.2017, 17:02
51. Wo ist das Problem?

So werden Arbeitskräfte in Deutschland gesichert.
Nicht nur bei Rheinmetal, sondern auch bei Fresenius zum Beispiel, die dann Blutkonserven und Verbandszeug liefert.
Sicherlich gibt es noch mehr deutsche Firmen, die dann dem Panzerdeal verdienen.
Letztlich auch wir, durch die Steuereinnahmen.

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gluecklicherhans 08.03.2017, 17:27
52. @spiegelneuronen

Zitat von spiegelneuronen
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, geht es um das deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall, das in der Türkei -in der nach zweimaliger Verlängerung, weiterhin der Ausnahmezustand gilt- ein deutsch-türkisches Rüstungsunternehmen gründet und in der Türkei neue Arbeitsplätze schafft, die Rüstungsgüter sollen ja vor Ort, in der Türkei gebaut werden. - Also nicht mehr marktkonforme Demokratie sondern autokratiekonforme Demokratie. Beides völlige Irrtümer. Besser mal wieder demokratiekonforme Märkte. PS: Die verwendeten "was wäre wenn - Argumentationen" ihres Beitrags erstaunen. Woher beziehen sie diese Kenntnisse?
Pure Spekulation. Sie haben recht. Aber jemandem, der die Mauer verteidigt, traue ich sogar noch mehr zu. Ich hoffe, Sie gönnen mir die Freiheit.

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Whow 08.03.2017, 17:28
53. Nur nicht aufregen

Schade dass ich keine Rheinmetall Aktien habe. Jetzt ist der Zeitpunkt zum Verkaufen gekommen.
Aber keine Angst vor diesen Panzern die eventuell in der Türkei gebaut werden. Die werden mit Waffen eines Unternehmens das auch Sturmgewehre des Typs G3 herstellt, ausgestattet und treffen nicht so genau.

Erduan braucht eher Typ IV oder Königsti
ger nach seiner letzten Wortwahl.

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lizenz 08.03.2017, 17:46
54. Schön dumm, ...

... wenn man allen Affen dieser Welt seine High-Tech Waffen verkauft und selber nur Schrott im Depot hat. Das kann nur nach hinten losgehen.

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willibrand 08.03.2017, 17:47
55. jetzt ist es heraus

darum kuschen unsere Politiker vor den türkischen Knastwärtern.

mit Rüstung ist viel Geld zu verdienen, wahrscheinlich zahlen wir auch noch den deal oder stunden bis Sankt Nimmerlein.

ein einziges Trauerspiel unsere politik, unsere Politiker.

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Business Ethics 08.03.2017, 17:51
56.

Zitat von RioTokio
Die Türkei ist als Nato Land unser Verbündeter. Verbündete sollten gute Waffen haben - auch das schützt uns. Es spricht also nichts dagegen unseren Verbündeten dabei zu unterstützen. Die deutsche Rüstungsindustrie benötigt internationale Auftrage um Wettbewerbsfähig zu sein - die wenigen Aufträge der Bundeswehr reichen nicht. Die Bundeswehr verfügt gerade noch über rd. 250 Panzer. Panzerdivisionen "leihen" sich gegenseitig Panzer für Manöver - sie haben schlicht zu wenig. So armselig ist die Situation. Das Linke - seit Ende der DDR - kein Interesse an einer wehrbereiten Bundeswehr haben - ist ein zunehmender Eindruck. Leider ist die Welt aber zunehmend unsicher. Darauf müssen wir reagieren.
Was Sie über die Mitgliedschaft der Türkei in der NATO und der damit verbundenen Forderung nach guten Waffen sagen halte ich für mehr als zweifelhaft. Die Grundvoraussetzung für eine Mitgliedschaft ist, grob gesagt, die Einhaltung von fünf Bedingungen des Mitgliedlandes. Mindestens drei davon erfüllt die Türkei nicht (mehr) und damit in der NATO nichts mehr zu suchen. Das ist allen Beteiligten wohl bekannt, aber diese doch eher unbequeme Tatsache wird von allen lieber ganz still unter den Teppich gekehrt...

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frenchie3 08.03.2017, 17:52
57. Ja nu, was issen daran falsch?

Die Begründung ist absolut konform mit den Aussagen unserer Politiker :"Die Türkei ist nach wie vor ein wichtiger Handelspartner Deutschlands, ein voll integrierter Nato-Partner und nach wie vor ein Beitrittskandidat für die Europäische Union". Oder hat sich inzwischen was daran geändert?

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Business Ethics 08.03.2017, 17:56
58.

Zitat von tomlex27
... Um die Idioten dieser Region in Schach zu halten bedarf es nicht nur einer Türkei, sondern auch leider deutscher Waffen/ Panzer. Das Geld / die potentielle Lieferung ist gut angelegte Sicherheit für Europa. In aller Regel macht die Türkei auch keine Jagd damit auf die eigenen Bürger.
Ach, "in der Regel" macht die Türkei dies nicht! Den Kollateralschaden bei den Ausnahmen muss man halt in Kauf nehmen, ja? Wo gehobelt wird fallen schließlich Späne. Schämen Sie sich für Ihre menschenverachtende Äußerung!

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klmo 08.03.2017, 17:57
59.

Zitat von ptb29
Natürlich würde die demokratische Türkei die Panzer nur gegen Terroristen einsetzen. Außerdem sichert das Arbeitsplätze. Und das Rheinmetall so skrupellos ist, hat Karl Marx schon vorausgesagt.
Nicht Rheinmetall ist skrupellos, denn die verhandeln mit einem Natopartner! Der SPD-Experte für Aussenpolitik Fleckenstein: " Das Bündnis (sprich Nato) würde vermutlich die Türkei auch dann ertragen, wenn sie sich nach dem Referendum im Frühjahr in ein Präsidalsystem nach Erdogans Wünschen entwickeln würde."
Wer hier skrupellos ist, ist nicht Rheinmetall, sondern die (verlogene) Politik.

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