Forum: Wirtschaft
Rüstung: Rheinmetall buhlt um Aufträge in der Türkei
picture-alliance/ dpa/dpaweb

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall wittert ein gutes Geschäft in der Türkei. Er will sich an Ausschreibungen des Militärs beteiligen, die Linke spricht von einem "ungeheuerlichen Vorgang".

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Reiskornzähler 09.03.2017, 07:40
80.

Natopartner gut aber ein faschistisches System mit sehr großen Ambitionen mit modernen Waffen zu versorgen ist wirklich dumm und kurzsichtig. So gierig kann noch nicht mal unsere korrupte Lobbykratie sei - oder doch?
Sollten wir mit unserer NS-Vergangenheit es nicht besser wissen?

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Sumerer 09.03.2017, 08:21
81.

Zitat von Justitia
Wer die Türkei angreift? Das ist doch offensichtlich, die PKK. Sie hat dazu im destabilisierten Irak im Norden Basen eingerichtet und operiert von hier aus. Der Irak kann und will das nicht unterbinden, auch wegen den autonomen Gebieten für irakische Kurden. Militärische Angriffe und Bedrohungen der PKK muss die Türkei nicht hinnehmen, auch und erst recht, wenn sie von fremden Staatsgebiet aus geführt werden. Bei allem Verständnis dafür, dass Erdogan in zu kritisierender Weise den Konflikt mit der PKK angeheizt hat, für seine Zwecke nutzt und auch die Zivilbevölkerung für die Taten der PKK bestraft, der Aggressor ist in diesem Konflikt auch die PKK.
Wenn Sie keine Aggression darin erkennen wollen, dass die Türkei selbst ihren nationalen Zusammenhalt zerstört - dies macht sie herausragend in Südostanatolien mit den von ihr diskriminierten Kurden - dann könnte man Ihre Argumentation nachvollziehen.

Menschen gehen dann in den Widerstand, wenn ihnen ihre Lebensgrundlage systematisch staatlich entzogen wird und wurde.

Übrigens beeinträchtigt das GAP auch die Anrainerstaaten von Euphrat und Tigris. Diese sind hinsichtlich ihrer Wasserversorgung bedroht und auch beeinträchtigt.

Die Probleme der Türkei resultieren halt schon aus der Existenzvernichtung ehemals kurdischer Trockenfeldanbauer. Und mit staatlicher Gewalt ist dieser Umstand nur noch durch einen weiteren türkischen Völkermord zurückzuschrauben. Den Sie und ich nicht befürworten können.

Das Problem löst sich erst dann, wenn die Benachteiligten angemessene staatliche Beteiligung dauerhaft erhalten und ausüben können. Damit könnten man die Konfliktursachen, die wären ja mit den israelisch besetzten Palästinensergebieten vergleichbar, im Laufe von Generationen heilen.

Es sind, durch das GAP, Städte und Dörfer zerstört worden. Also gewachsene Gemeinschaften, die auf dem Altar einer prosperierend gedachten Wirtschaftsentwicklung geopfert wurden. Statt florierende Wirtschaftsentwicklung hat dieser offiziell vertretene Irrsinnsglaube den Terror gefördert.

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