Forum: Wirtschaft
Ruf nach Konjunkturhilfen: Wachstum auf Pump - geht das?
DPA

Erst die Institute, nun die Regierung: Alle korrigieren ihre Konjunkturprognosen nach unten. Soll der Staat nun Investitionsprogramme auflegen wie in der letzten Krise? Was wirklich hilft - der Überblick.

Seite 1 von 14
Thrakath 14.10.2014, 20:42
1.

Wenn schon Konjunktuprogramme, dann bitte Infrastruktur oder Forschung/Bildung fördern und nicht unsinnigen Konsum wie letztes Mal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luisfigo 14.10.2014, 20:46
2. Finanzierungsart ist entscheidend

Ich vermisse in der Diskussion den auch empirisch nachweisbaren entscheidenden Effekt einer Konjunkturhilfe. Nimmt der Staat die benötigten Finanzierungsmittel über die Emission einer Anleihe auf, so wird das Konjunkturprogramm nichts bringen, denn es entsteht kein neues Geld. Finanziert der Staat herkömmlich über einen Bankkredit, so entsteht neues Geld und das sog. "Crowding out" wird vermieden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ihawk 14.10.2014, 20:47
3. Widerruf der Russland Sanktionen

Wenn die Zahlen denn stimmen, das nahezu kostenlose Konjunkturprogramm wäre der Widerruf der Russland Sanktionen ...
Die Sanktionen haben nichts gebracht, außer der eigenen Wirtschaft geschadet ... aber das war ja wohl auch die Absicht der Strategen in Washington - ist es nicht schön Freunde zu haben, die uns in ein Freihandelsabkommen nötigen wollen um endgültig die Kontrolle über die EU zu erlangen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000617956 14.10.2014, 20:49
4. Dauerboom nicht wünschenswert

Da sie die Krise 2009 durch staatliche Ausgaben überbrücken konnten, glauben die Politiker nun den Stein der Weisen gefunden zu haben für den ewigen Wirtschaftsboom. Dabei ist dieser gar nicht wünschenswert. In einer Krise werden die Fehlentwicklungen eines Booms korrigiert, Firmen deren Geschäftsidee nichts trägt oder die einfach nicht effizient arbeiten, werden nicht mit weiteren Krediten durchgefüttert. Sie verschwinden. Das eröffnet dann im folgenden Aufschwung neuen Startups die Möglichkeit es besser zu machen. Ein künstlicher Dauerboom führt zur Erstarrung, es kann nichts Neues entstehen, weil das Alte mit aller Macht gehalten wird und dem Neuen den Weg versperrt. D.h. Wachstum auf Pump geht, aber es ist nicht wünschenswert, weil es die Bereinigung der Grundproblematik verhindert. Treibt man das Spiel einfach ewig weiter landet man nicht beim wunderbaren, ewigen Boom, sondern beim real existierenden, erstarrten Sozialismus einer DDR.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
interessierter Laie 14.10.2014, 20:50
5. volle Zustimmung...

Und nur zur Ergänzung: Das in den Konjunkturpaketen das Geld schlecht investiert wurde, sieht man daran, daß wir heute über marode Straßen wettern. Es wurden intakte Straßen sinnlos aufgerissen, ein paar tolle Umgebungen gebaut und halbe Landstriche waren eine einzige Umleitung... hätte man wenigstens intelligente Verkehrsleitsysteme oder andere innovative Technik gebaut, die man später hätte vermarkten können. Fehlanzeige! Also ein teures Strohfeuer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ossimann 14.10.2014, 20:50
6. Schulden = Pumpkohle

Der ganze Kapitalismus ist heute eine riesige Pumpblase .
All die Staatsschulden die z.T. deshalb aufgenommen wurden um das Kapital der Grossindustrie und der Hochfinanz all zu arg zu schröpfen sind "versteckte" Investionsprogramme . Wie sonst sollen Dienstleistungen und Konsum der "Unterschicht" gewährleistet werden ? Diese Ausgaben die auch den Erbringern der Leistung
zugutekommen sind genau genommen auf Schulden/Pump basierendes wirtschaften . Die faulen Kredite z.B. in den USA für die Häuslebauer war bis zum Crash auch Pumpwirtschaften . Man will einfach nicht erkennen das auch Wachstum eine Grenze hat , wenn man diese nur noch auf Pump am Leben hält dann sollten die Verantwortlichen erklären wer und wie diese "Vorschüsse" dann begleichen soll . Durch Entwerten von Sparguthaben , durch Megacut und Crash der Finanzwirtschaft , Abschaffung von Währungen oder einem neuen Gesellschaftssystem wo wohl oder übel der Wachstum geregelt werden muss .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eddy_horn 14.10.2014, 20:51
7. Was für eine Frage

"Wachstum auf Pump - geht das?". Was ist denn das für eine Frage ??? Natürlich geht das. Das wird doch schon seit Jahrzehnten gemacht. Die wirklich interessante Frage lautet: Wie lange geht das noch gut ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
politik-nein-danke 14.10.2014, 20:51
8. Keynes Theorie Teil 2

das ist der, den die Politiker immer vergessen. Nämlich das in guten Jahren die Schulden aus den schlechten Jahren auch getilgt werden...das passiert aber nicht. In wirtschaftlich starken Zeiten wird das Geld auch nur rausgeschmissen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cherrypicker 14.10.2014, 20:56
9.

Süß. Jungs, Mädels: Die Krise war nie vorbei. Nur weil wir in Deutschland mal ein bisschen Aufschwung hatten, ist die Eurosoße noch lange nicht gelöst.

Und: Konsumtive Maßnahmen bringen gar nichts! Es müsste in Infrastruktur investiert werden, da schieben wir schon seit zehn Jahren einen Berg an mangelnden Ersatzinvestitionen vor uns her. Aber die "schwarze Null" ist in diesem Lande ja ein Fetisch ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 14