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Rundschreiben der Barmenia: Privatkasse warnt Versicherte vor Rot-Grün
DPA

So dreist kann Wahlkampf sein: Die Barmenia schreibt ihren Versicherten einen Brief und warnt vor der Wahl von SPD und Grünen. Diese wollen eine Bürgerversicherung einführen - mit gravierenden Folgen für das Gesundheitssystem, so das Unternehmen.

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btc76 19.09.2013, 11:38
510. Nö

Zitat von OskarVernon
Die allermeisten sind es: Der ganze Sozialstaat inklusive Krankenversicherung hätte nicht das kleinste Problem, wenn er sich nur um jene kümmern müsste, die seiner Unterstützung bedürfen. Es ist in der Tat nix anderes als Vollkaskomentalität, sämtliche Folgen eigenen Fehlverhaltens der vielbeschworenen Solidargemeinschaft oder wem auch immer sonst (jedenfalls jemand anderem!) aufs Auge drücken zu wollen!
Wirtschaftstheoretisch klingt das gut, in der Praxis funktioniert das nicht. Ein Lebendes Wesen ist keine Maschine. Wie vermeide ich es denn auszurutschen ? Krebs ? Eine Chronische Erkrankung ? Gentisch bedingte Schizophrenie ? Grippe ? etc. etc. etc???

Und selbst wenn jemand Raucht und jetzt Krebs bekommt, wie weise ich denn nach das es wegen dem Krebs ist ?

Leider ist das alles nicht so einfach wie Sie sugerieren wollen.

Lebe gesund und Du bleibst gesund ist nur sehr bedingt Praxistauglich.

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OskarVernon 19.09.2013, 13:23
511.

Zitat von btc76
Und selbst wenn jemand Raucht und jetzt Krebs bekommt, wie weise ich denn nach das es wegen dem Krebs ist ?
Seltsam: Wenn's um Themen wie Passivrauchen geht, tauchen binnen kürzester Zeit Zahlen in der Debatte auf. Da lässt sich offenbar recht genau zuordnen, wer dem alles schon zum Opfer gefallen ist, wie viele Opfer das insgesamt fordert und was das die Solidargemeinschaft kostet - ebenso bei Themen wie Fluglärm o.ä.

Es sollte sich also machen lassen, Folgen eigenen Fehlverhaltens ebenso genau zuzuordnen und zu beziffern.

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btc76 19.09.2013, 14:14
512. Nö

Zitat von OskarVernon
Seltsam: Wenn's um Themen wie Passivrauchen geht, tauchen binnen kürzester Zeit Zahlen in der Debatte auf. Da lässt sich offenbar recht genau zuordnen, wer dem alles schon zum Opfer gefallen ist, wie viele Opfer das insgesamt fordert und was das die Solidargemeinschaft kostet - ebenso bei Themen wie Fluglärm o.ä. Es sollte sich also machen lassen, Folgen eigenen Fehlverhaltens ebenso genau zuzuordnen und zu beziffern.
also ich meinte natürlich, wie führe ich den Nachweis , das der Krebs aufgrund des Rauchens entstanden ist.

Die Zahlen von denen Sie sprechen basieren zum Teil auf Hochrechnungen, eine Individuelle Analyse ist oft schwieriger.
Wie soll denn der Nachweis geführt werden, das mich der Fluglärm Krank gemacht hat, wie kann ich dem entgen wirken ? Umziehen ?

Vor jahren gab es bei einer Versicherung folgenden Fall.

Ein Diabetiker läuft über die Strasse und wird von einem PKW erfasst. In seiner Unfallversicherung waren Unfälle aufgrund der Diabetis ausgeschlossen. Was meinen Sie wie die Versicherung reagiert hat, als der Schaden eingereicht wurde ?

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OskarVernon 19.09.2013, 14:41
513.

Zitat von btc76
Die Zahlen von denen Sie sprechen basieren zum Teil auf Hochrechnungen, eine Individuelle Analyse ist oft schwieriger.
Richtig - dennoch ist es natürlich oft machbar, eine Behandlungsbedürftigkeit mitsam deren Kosten einem Verursacher zuzuordnen, gerade bei Unfällen und deren oft teuren Folgen.

Wo wäre das Problem, Beiträge nach Risiko zu staffeln? Wem das zu teuer zu werden droht, der braucht nur sein Risiko in Grenzen zu halten: Glauben Sie, ich würde mich als alternder PKVler mit überschaubarem Einkommen nach dem Motto "no risk, no fun" freiwillig Gefahren aussetzen und so neben meiner Gesundheit auch noch meine Selbstbeteiligung, die jährliche Rückvergütung bei Nichtinanspruchnahme und höhere zukünftige Prämien riskieren...?

Um Missverständnissen vorzubeugen: Nein, ich meine natürlich keine Krankheiten, die wirklich jeden aus heiterem Himmel treffen können!

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spmc-123402633719447 19.09.2013, 19:01
514. Dr. Eurich und Herr Richter, treten Sie zurück!

Ich bin selbst Krankenvollversicherter bei der Barmenia und grundsätzlich ein Befürworter der Wahlfreiheit. Aber das Verhalten des neuen Vorstandsvorsitzenden der Barmenia und des weiteren Vorstandes ist skandalös! Kunden sind keine Verfügungsmasse eines Anbieters, und es gibt Spielregeln, die in einer Demokratie beachtet werden sollten.
Nicht jeder künftige und bisherige PKV-Versicherte wählt so wie die beiden intelligenten Herren glauben.
In Wirklichkeit schaden diese Menschen der Barmenia immens, den auch überzeugte Grünen- oder SPD-Wähler versichern sich privat -ob es nun eine Voll- oder eine Zusatz-Versicherung ist. Aber nach dieser Wahlkampfhilfe noch bei der Barmenia???
Auch die bisher gepflegte Geschäftsbeziehungen zu einer GKV dürfte auf dem Spiel stehen oder zumindest belastet sein! Die beiden Herren fügen der Barmenia großen Schaden zu, daher sollten der NEUE Vorstandsvorsitzende, Dr.Eurich, sowie Herr Richter sofort zurücktreten. Es ist pure Dummheit, die hier eine Geschäftsschädigung verursacht!

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Peter500500 19.09.2013, 20:05
515.

Zitat von spmc-123402633719447
Ich bin selbst Krankenvollversicherter bei der Barmenia und grundsätzlich ein Befürworter der Wahlfreiheit. Aber das Verhalten des neuen Vorstandsvorsitzenden der Barmenia und des weiteren Vorstandes ist skandalös! Kunden sind keine Verfügungsmasse eines Anbieters, und es gibt Spielregeln, die in einer Demokratie beachtet werden sollten. Nicht jeder künftige und bisherige PKV-Versicherte wählt so wie die beiden intelligenten Herren glauben. In Wirklichkeit schaden diese Menschen der Barmenia immens, den auch überzeugte Grünen- oder SPD-Wähler versichern sich privat -ob es nun eine Voll- oder eine Zusatz-Versicherung ist. Aber nach dieser Wahlkampfhilfe noch bei der Barmenia??? Auch die bisher gepflegte Geschäftsbeziehungen zu einer GKV dürfte auf dem Spiel stehen oder zumindest belastet sein! Die beiden Herren fügen der Barmenia großen Schaden zu, daher sollten der NEUE Vorstandsvorsitzende, Dr.Eurich, sowie Herr Richter sofort zurücktreten. Es ist pure Dummheit, die hier eine Geschäftsschädigung verursacht!
Die Auswahl sollte anschließend relativ gering sein, nachdem sich bestimmt die meisten PKV Unternehmen auf die eine oder andere Weise an der Aufklärung beteiligen. Einen Wahlvorschlag hat ja niemand gemacht. Selbst die GKV-Unternehmen sind gegen die Bürgerversicherung.

Hoffentlich zeigt der Bundeskanzlerkandidat nach der Wahl nicht einfach den Mittelfinger und sagt, so jetzt mache ich wie ich will ;)

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zero-bond 19.09.2013, 21:40
516. .

Zitat von btc76
:-) aha und jetzt erklären Sie mir mal, was in der Realität der Mehrwert des VN gegenüber einer AG ist ? Ich habe mal einige Jahre bei einem VVaG gearbeitet. Ich konnte keinen feststellen, also...was ist mir entgangen ?
Thesaurierte Gewinne eines VVaG gehören den Versicherten und kommen denen zu Gute, schließlich sind sie zeitgleich Eigentümer der PKV.

Bei einer AG sind Versicherte und Eigentümer nicht zwangsweise gleichlautend. Thesaurierte Gewinne gehören hier den Eigentümern und nicht zwangsweise den Versicherungsnehmern.

-> In einem VVaG zahlen die Versicherungsnehmer die Gewinne, die Ihnen am Ende auch gehören.

Warum sie am Arbeitsplatz hätten einen Unterschied feststellen sollen, erschließt sich mir nicht. Es geht hier schließlich um gesellschaftsrechtliche Unterschiede beider Rechtsnormen.

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zero-bond 19.09.2013, 21:48
517. 2.

Zitat von btc76
:-) aha und jetzt erklären Sie mir mal, was in der Realität der Mehrwert des VN gegenüber einer AG ist ? Ich habe mal einige Jahre bei einem VVaG gearbeitet. Ich konnte keinen feststellen, also...was ist mir entgangen ?
Anders ausgedrückt. Bei einer AG kann beschlossen werden, dass thesaurierte Gewinne, die nicht in einer gesetzlichen Rücklage bzw. im Nennkapital liegen, an die Eigentümer ausgeschüttet werden, der VN hat keinen weiteren Nutzen ausser der Versicherungsleistung.
Bei einer VVaG ist der VN der Eigentümer, eine etwaige Ausschüttung würde ihm direkt zufließen.
Bei einer AG ist der Vorstand in erster Linie der Kapitalerhaltung verpflichtet, er haftet sogar bei Verstößen vollumpfänglich. Er ist zudem den Eigentümern verpflichtet, welche nicht zwangsläufig die VN sind. Das kann soweit gehen, dass unter bestimmten Voraussetzungen Entscheidungen gegen den Kunden getroffen werden müssen, um sich nicht haftbar zu machen.

Bei einem VVaG ist die Geschäftsführung ebenfalls treuhändisch den Eigentümern verpflichtet, doch sind hier die Kunden diese Eigentümer. Ein bedeutender Unterschied.

Nochmal: Es geht um das Rechtskonstrukt.

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spon-facebook-637904325 19.09.2013, 21:57
518. optional

Habe mit Ihrer unerträglichen Parteipropaganda selten ein so unsympatisches Verhalten einer Krankenkasse erlebt! Sie sollten sich schämen! Was hat dieser postalische Shitstorm eigentlich gekostet? Es sind auch meine Beiträge von denen das bezahlt wird...

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Llarian 20.09.2013, 07:58
519. Dreist!

Unternehmen steht es nicht zu, ihre Kunden politisch zu beeinflussen, und noch weniger, indem sie sich einer Angstkampagne bedienen.

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