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Rupert Stadler in Untersuchungshaft: So tief steckt der Audi-Chef im Skandal
DPA

Rupert Stadler wird in Untersuchungshaft von den Ermittlern vernommen - und die haben nach SPIEGEL-Informationen ordentlich Munition: Ein Telefonat, eine SMS, E-Mails und Zeugenaussagen sollen zeigen, was der Audi-Chef wusste.

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redwed11 26.06.2018, 16:57
20.

Zitat von Mümmel
Porsche ist ein Tochterunternehmen im VW-Konzern. Es ist nicht unüblich, das man Informationen über Mitarbeiter austauscht. Im Gegenteil, wer Betriebsgeheimnisse verrät, verstösst gegen seinen Arbeitsvertrag und muss die Folgen (Kündigung) tragen. Da hilft auch kein Arbeitsgericht.
Wenn das Weitergeben von Firmen Interna an Strafverfolgungsorgane zur Aufklärung einer Straftat erfolgt, wird natürlich kein Betriebsgeheimnis verraten. In diesem Fall ist die Aufklärung der Straftat absolut vorrangig. Somit dürfte auch die Kündigung in solch einem Fall unwirksam sein.
Wenn entsprechend der Strafprozessordnung bei der Aufklärung vorgegangen wird, hat die Aufklärung der Straftat absoluten Vorrang.

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StefanXX 26.06.2018, 16:58
21. Konjuntiv abhängig von Verurteilung??

Zitat von Tom82
....ja, so ist die Ausdrucksweise, solange noch keine Verurteilung stattgefunden hat.
Sie sollten mal etwas an Ihrem Sprachverständnis arbeiten. Die Benutzung des Konjunktivs mit einer noch nicht vorgenommenen Verurteilung zu verknüpfen impliziert, dass alles was da im Konjunktiv steht, stimmt. Dem ist natürlich nicht so. Es gibt noch viele viele weitere Gründe warum der Konjunktiv eingesetzt wird, allen voran weil es unbewiesene Behauptungen sind. Ich schlage vor sie googeln einfach noch mal wann im Deutschen der Konjunktiv verwendet wird.

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claus7447 26.06.2018, 17:00
22.

Zitat von Mümmel
"Stadler soll in dem Telefonat seinen Porsche-Vertrauten gefragt haben, ob die Fahnder Tipps bekommen haben könnten, wo sie nach brisanten Dokumenten suchen müssten. Sein Verdacht soll auf einen Porsche-Mann aus der Motorenentwicklung gefallen sein, der zuvor zu Audi gewechselt war (...)" Porsche ist ein Tochterunternehmen im VW-Konzern. Es ist nicht unüblich, das man Informationen über Mitarbeiter austauscht. Im Gegenteil, wer Betriebsgeheimnisse verrät, verstösst gegen seinen Arbeitsvertrag und muss die Folgen (Kündigung) tragen. Da hilft auch kein Arbeitsgericht. Das ist doch Nebbich und kein Beweis für die von der Staatsanwaltschaft unterstellten Straftat. Die Straftat ist Betrug, dass die dem Bundeskraftfahrzeugamt verpflichtend angegebenen Daten nicht stimmten, resp. vorsätzlich manipuliert wurden. Dazu gibt dieser Mitarbeiterklatsch nichts her.
Entweder haben sie den Artikel nicht gelesen oder sie wollten ihn nicht verstehen, weil sie in der Branche arbeiten, oder dafür bezahlt werden solchen Humbug von sich zu geben. Die Justiz in D mahlt vielleicht langsam und im Bereich von Topmanager sehr sehr sorgfältig, den Ihnen ist bewusst dass ggf. die besten Anwälte dagegen gesetzt werden. Zum Abhören von mobils, Telefonen ist ein richterlicher Beschluss notwendig. Der wird nicht wegen pillepalle gegeben. Aber mal ganz einfach: der VW Konzern hat in den USA mal kurz über 15 Mrd. abgeliefert, weil man komplett unschuldig ist. Die Frechheit der Autoindustrie und ich nehme hier auch Frankreich und Italien mit rein ist erstaunlich. Das in Italien sich keiner drum kümmert, ok das ist eben Italien, in Frankreich wundert es mich, bei uns hat man zu lange zugesehen. Und noch etwas zu Zulieferanten: ja die wussten es, Bosch hat schon vor 10 Jahren auf den illegalen Einsatz VW hingewiesen (sie Akt. Laufender Prozess in Stuttgart), ja und teile der Software werden auch in der Serie gebraucht, aber Akustikfunktion, oder das in der Getriebesoftware zu verstecken ist dreist. Aber haben sie gerne weiter Unverständnis mit unserem Rechtswesen, die Mehrheit nicht.

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sumse123 26.06.2018, 17:38
23. Richtig!

Zitat von Airkraft
Das ist ja nicht bloß ein Softwareentwickler, sondern ein ganze Abteilung mit dutzenden von Mitarbeiten. Da gibt es für "Projekte" ganz detaillierte, klare, schriftliche Anforderungskataloge. Man ist ja schließlich keine kleine "Klitsche" ;-)
Diese Anforderungskataloge und damit auch die Projektentwicklung... sowas passiert doch nicht auf telefonische Nachfrage.
Und "möglicherweise" weiss der Entwickler, wo der Quellcode anschließend versteckt wurde...

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steinbock8 26.06.2018, 18:18
24. Wer in diesem Land

Ist so naiv zu glauben, das irgend ein Topmanager der gesamten Autoindustrie nicht in den Abgasbetrug involviert ist. Diese umfassenden Entscheidungen, können nur von ganz oben getroffen werden. Man hat sich grundsätzlich, aus Kostengründen, für den Betrug entschieden und sollte jetzt auch die Konsequenzen tragen.

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Spiegelleserin57 26.06.2018, 19:19
25. wir leben in der EU!

Zitat von claus7447
Entweder haben sie den Artikel nicht gelesen oder sie wollten ihn nicht verstehen, weil sie in der Branche arbeiten, oder dafür bezahlt werden solchen Humbug von sich zu geben. Die Justiz in D mahlt vielleicht langsam und im Bereich von Topmanager sehr sehr sorgfältig, den Ihnen ist bewusst dass ggf. die besten Anwälte dagegen gesetzt werden. Zum Abhören von mobils, Telefonen ist ein richterlicher Beschluss notwendig. Der wird nicht wegen pillepalle gegeben. Aber mal ganz einfach: der VW Konzern hat in den USA mal kurz über 15 Mrd. abgeliefert, weil man komplett unschuldig ist. Die Frechheit der Autoindustrie und ich nehme hier auch Frankreich und Italien mit rein ist erstaunlich. Das in Italien sich keiner drum kümmert, ok das ist eben Italien, in Frankreich wundert es mich, bei uns hat man zu lange zugesehen. Und noch etwas zu Zulieferanten: ja die wussten es, Bosch hat schon vor 10 Jahren auf den illegalen Einsatz VW hingewiesen (sie Akt. Laufender Prozess in Stuttgart), ja und teile der Software werden auch in der Serie gebraucht, aber Akustikfunktion, oder das in der Getriebesoftware zu verstecken ist dreist. Aber haben sie gerne weiter Unverständnis mit unserem Rechtswesen, die Mehrheit nicht.
"Das in Italien sich keiner drum kümmert, ok das ist eben Italien, in Frankreich wundert es mich, bei uns hat man zu lange zugesehen. "
Da müssen alle Staaten gleich behandelt werden.
Man kann da nicht sagen ..ach da ist ja Italien...und somit ein Sonderfall.
Alle europäischen Autohersteller müssen geprüft werden und auch entsprechend zur Verantwortung gezogen werden sollte sich da auch der Betrug herausstellen. Gleiches Recht für alle!
Da Bosch schon vor vielen Jahren darauf hingewiesen hat hätte Bosch auch den Verkauf einstellen können, eben da sie wussten was mit der Software gemacht wurde.

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Xiuhcoatl 26.06.2018, 20:46
26. Re: 24. Wer in diesem Land

Zitat von steinbock8
Ist so naiv zu glauben, das irgend ein Topmanager der gesamten Autoindustrie nicht in den Abgasbetrug involviert ist. Diese umfassenden Entscheidungen, können nur von ganz oben getroffen werden. Man hat sich grundsätzlich, aus Kostengründen, für den Betrug entschieden und sollte jetzt auch die Konsequenzen tragen.
Richtig, von ganz oben, nämlich vom Bürger (= dem Kunden):

Der Bürger hatte (durch seine von ihm bezahlten Vertreter) stringente Regelungen kodifiziert (= auf dem Prüfstand ist dies und jenes einzuhalten).

Und der Bürger hat vom ihm bezahlte Kontrollbehörden installiert, die Produkte gegen diese Regelungen vermeintlich prüfen, tats. aber wenig bis nichts tun (wie vom Bürger und Kunden gewollt, sonst hätte er seine von ihm bezahlten Behörden anders geführt).

Die Industrie hat ihre Produkte so hergestellt, wie die Bürger = Kunden das gewünscht und vorgegeben haben, und die Industrie hat sich selbstverständlich (zwangsläufig, da vom Bürger eingefordert) die Produkte von den (vom Bürger beauftragten und bezahlten) Kontrollbehörden absegnen lassen. Was diese Kontrollbehörden nicht zwingend zu tun hätten brauchen, habe sie aber. Nobelste Grundeigenschaft einer jeglichen Kontrollinstanz ist es, zu kontrollieren, das heißt, sich unter keinen Umständen hinters Licht führen zu lassen.

Die bestätigten Produkte wurden vom Kunden gerne gekauft, und er hat sie gerne betrieben. Aus dem Auspuff dieses vom Kunden gewünschten, gekauften, betriebenen und überprüft gelassen habenden Autos kam nun kein Feenduft heraus, Überraschung!

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tatsache2011 26.06.2018, 21:57
27. Floskel Unschuldsvermutung

Zitat von marcaurel1957
Ich lese hauptsächlich Konjunktive...., könnte sein, wär möglich, legt nahe, läßt vermuten!
Ich lese
"Seither sitzt Stadler in der Justizvollzugsanstalt Augsburg-Gablingen. Sein Verteidiger hat auf eine Haftbeschwerde verzichtet."

... und ich lese den Wunsch
" Für ihn gelte die Unschuldsvermutung,"
und
"Die Ermittler haben dagegen Zweifel. Sie seien der Überzeugung, dass .... " usw. (ohne Konjunktiv)

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tatsache2011 26.06.2018, 22:17
28. Eigenverantwortung,

Zitat von Xiuhcoatl
Richtig, von ganz oben, nämlich vom Bürger (= dem Kunden): Der Bürger hatte (durch seine von ihm bezahlten Vertreter) stringente Regelungen kodifiziert (= auf dem Prüfstand ist dies und jenes einzuhalten). Und der Bürger hat vom ihm bezahlte Kontrollbehörden installiert, die Produkte gegen diese Regelungen vermeintlich prüfen, tats. aber wenig bis nichts tun (wie vom Bürger und Kunden gewollt, sonst hätte er seine von ihm bezahlten Behörden anders geführt). Die Industrie hat ihre Produkte so hergestellt, wie die Bürger = Kunden das gewünscht und vorgegeben haben, und die Industrie hat sich selbstverständlich (zwangsläufig, da vom Bürger eingefordert) die Produkte von den (vom Bürger beauftragten und bezahlten) Kontrollbehörden absegnen lassen. Was diese Kontrollbehörden nicht zwingend zu tun hätten brauchen, habe sie aber. Nobelste Grundeigenschaft einer jeglichen Kontrollinstanz ist es, zu kontrollieren, das heißt, sich unter keinen Umständen hinters Licht führen zu lassen. Die bestätigten Produkte wurden vom Kunden gerne gekauft, und er hat sie gerne betrieben. Aus dem Auspuff dieses vom Kunden gewünschten, gekauften, betriebenen und überprüft gelassen habenden Autos kam nun kein Feenduft heraus, Überraschung!
Klar, das Opfer - der Dieselauto-Kunde - ist selber Schuld (?).
lhre Argumentation tragen Sie dem Gericht vor, dann haben die etwas zum Lachen.
Ihre Argumente passen zu mißtrauischen Diktaturen:
"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."
Bei uns gilt:
Möglichst wenig Reglementierung und Bürokratie, viel Eigenverantwortung, Verlässlichkeit, Zuverlässigkeit und Vertrauen.
Die Autoindustrie hat versagt, aber selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung.
Der Staatsanwalt muss nicht Unschuld vermuten. ;-))

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steinbock8 27.06.2018, 23:13
29. zu 26

hat der Bürger irgend welche Macht? Nein. Großkonzerne gleich Politik gleich Macht, das ist die Gleichung. Wenn dem Kunden erzählt wird schadstoffarm, dann glaubt der das. Wenn alles mit rechten Dingen zu geht, dann braucht man nicht zu betrügen.

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