Forum: Wirtschaft
Russisch-türkische Wirtschaftsbeziehung: Zwei Autokraten, ein Ziel
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Ein Atomkraftwerk, eine Gaspipeline und viele Urlauber für Antalya: Nach dem Ende ihrer Eiszeit reaktivieren Putin und Erdogan mehrere Großprojekte. Das Handelsvolumen soll auf 100 Milliarden Dollar steigen.

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m a x l i 09.08.2016, 09:00
100. Los! Stop! Jetzt aber doch! Halt!

Ein Atomkraftwerk fertigzustellen dauert heutzutage Jahrzehnte. In dieser Zeit schwankt die bilaterale Wetterlage noch zehn mal zwischen heiter bis wolkig und Hagelsturm. Wir dürfen uns also auf ein Kooperationsprojekt freuen, das niemals fertiggestellt wird.

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darmspiegelgabsschon 09.08.2016, 09:28
101.

Wenn die beiden das nächste Mal den Knallharten zeigen, wird's aber lächerlich. Sollten sich mal an Merkel ein Beispiel nehmen: unten rudern und oben immer schön ruhig.

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niklot1147 09.08.2016, 09:31
102. Gute Nachrichten

Dass die USA das Pipeline-Projekt für ein "politisches Projekt mit geringem wirtschaftlichen Wert" halten (und deshalb ablehnen), spricht Bände. Denn den wirtschaftlichen Wert müssen wohl die Vertragspartner selbst beurteilen. Und wenn die Türkei erst 55 % ihres Gasbedarfs aus Russland einführt, ist ja noch viel Luft nach oben.

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peterbond2 09.08.2016, 09:38
103.

Zitat von REGULISSI
Vielleicht macht Russland nicht nur sein Versprechen wahr, sich Asien zu- und von Europa abzuwenden, sondern nimmt die Erdoganistan gleich mit auf die weite Reise. Dann allerdings hätten sich beide Herren um die Sicherheit Europas verdient gemacht.
Das würde natürlich Voraussetzen das der Irrglaube, das sie Sicherheitskritisch sind, wahr wäre.

Was glauben sie eigentlich warum der Westen im Schlepptau der US und A so Geostrategisch aggressive ist?
Die BRISC Staaten werden ihnen wohl auch nicht so wichtig sein.

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Werder 09.08.2016, 10:30
104.

Zitat von coldwarrior
Wenn der mit der türkischen Dumpfbacke Geschäfte macht, bzw. auf den angewiesen ist. Früher oder später bekommen die sich wieder in die Haare. Vielleicht wandern die Türken ja nach Rußland aus, auch die aus Deutschland, dann hätten wir auch was davon
Vermutlich ist es zu viel verlangt, einem eher schlichten Gemüt das klarzumachen, aber : Politik ist die Kunst des Machbaren. So wie der Westen mit Jedem zusammenarbeitet, der ihm nützlich erscheint (so undemokratisch, um nicht zu sagen "verbrecherisch" kann gar keine Regierung sein, dass wir nicht mit ihr "zum gegenseitigen Nutzen" zusammenarbeiten ...),
muss und wird auch der russischen Regierung an wieder normalen Beziehungen zu einem für sie wichtigen Staat gelegen sein. Dass man in Moskau trotzdem weiß, was man von einem Erdogan zu halten hat, und wie man ihn behandeln muss, davon dürfen Sie ausgehen. Weshalb? Weil sowohl Putin als auch Lawrow in der Vergangenheit gezeigt haben, dass ihnen im Westen niemand das Wasser reichen kann.

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C. Goldbeck 09.08.2016, 11:28
105. Darum geht es wohl: Der Atomreaktor liefert Plutonium

Zitat von syn4ptic
Es ist ja nun wirklich nicht so als hätte Russland nicht sowieso das weltweit zweitgrößte Nukleararsenal. Wenn Putin das wollte, könnte er Erdogan auch gleich die Waffen bzw. Baupläne und Material liefern. Da muss man nicht erst ein Atomkraftwerk bauen [...]
In der der Welt am Sonntag hat Hans Rühle (Leiter des Planungsstabes im Verteidigungsministerium von 1982 bis 1988) bereits am 22.09.2014 auf die Bedrohung hingewiesen, dass die Türkei unter Erdogan offensichtlich an der Atombombe arbeitet.

"2011 beauftragte Ankara die russische Firma Rosatom für 15 Milliarden Euro mit dem Bau eines großen Reaktorkomplexes an der Mittelmeerküste, etwa 300 Kilometer östlich der Touristenhochburg Antalya. Zwei Jahre später folgte eine ähnliche Vereinbarung mit einem japanisch-französischen Konsortium zum Preis von 17 Milliarden. Noch interessanter als diese Zahlen aber sind die Verträge und vor allem das, was nicht darin steht [...] Da sind zunächst einmal die Brennstäbe: Nicht nur im niedersächsischen Gorleben, sondern überall auf der Welt wird die Entsorgung von Atommüll als Problem diskutiert. Die Türkei hingegen will ihre verbrauchten Brennelemente offenkundig gar nicht hergeben. Die einzige logische Erklärung dafür: Sie will Vorbereitungen treffen für den Bau einer Plutoniumbombe"

(Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article132446686/Arbeitet-die-Tuerkei-heimlich-an-der-Atombombe.html)

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forumgehts? 09.08.2016, 11:43
106. Zwei

Autokraten - das klingt doch schon viel netter als "zwei Diktatoren, zwei Despoten". Wer hat denn die neue Sprachregelung veranlasst? Die "Freundschaft" scheint schon ihre ersten aussenpolitischen Früchte zu tragen.

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muttersteresa 09.08.2016, 11:49
107. Psychopathen

Bin ja mal gespannt, wer von den beiden Psychopathen den anderen schneller über den Tisch zieht. Im aktuellen Heft "Welt der Wunder" ist ein ausführlicher Artikel zu Psychopathen und der passt voll auf die beiden.

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Bernd.Brincken 09.08.2016, 11:50
108. Zwei Autokraten, ein Ziel

Was ist denn nun das gemeinsame, behauptete Ziel?
In dem Artikel werden doch eher Motive aufgeführt, die belegen:
- Die Beziehungen sind von taktischen Überlegungen geprägt, nicht von gemeinsamen Visionen;
- Die Wirtschaft beider Länder hat zuletzt Einbrüche nach außen hin erlebt, daher suchen sie nach Entlastung in diesem Verhältnis.
Die implizite Unterstellung, weil beides "Autokraten" sind (was man noch abnicken mag), hätten sie auch gemeinsame, uns schädliche Absichten, ist wieder eine dieser Vorstöße der Benjamin-Bidder-Russophobie.

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J.Watson 09.08.2016, 13:59
109. Zwei, die beide nicht ganz sauber sind.

Beide suchen doch nur jemanden zum Kuscheln, weil sie von der (relevanten) Weltgemeinschaft nur noch mit der Kneifzange angefasst werden. Schade um die beiden Länder, deren Führer aufgrund ihres Gehabes sich aus der Weltgemeinschaft ausschließen. Das Urlaub machen in diesen Ländern vergeht einem im Moment. Auf den Knall zwischen beiden kann man doch schon warten.

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