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Russischer IT-Experte Kaspersky: "Ich habe diesen Informationskrieg nicht erwartet"
REUTERS

Kaum jemand weiß so viel über Cyberkriminalität wie Jewgenij Kaspersky. Und kaum jemand arbeitet für so verschiedene Auftraggeber. Ein Gespräch über Hacking, Politik und Vertrauen.

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erzengel1987 19.01.2017, 11:30
60. :-)

Es ist leider ein viel zu schönes Spiel zu sehen, wie einzelne Staaten verzweifeln wenn einige zum Teil miserabel geschützte Systeme gekarpert werden.

Wenn es dann noch Geld von irgendeinem gibt, der sagt greift mal hier an. Na da werden sich mehrere voller freude an die Tastatur setzen und ordentlich loslegen.

Ich selbst sehe darin kein Problem. Vielleicht sollte mal ein ordentlicher Angriff auf irgendwelche Aktienmärkte erfolgen, damit hier nochmal die Offline-Welt die wirklich wichtige Welt den Welthandel kontrolliert.

Hacking ist auch eine Art von protest, um zu zeigen wie unsicher die digitalen Daten zum Teil verwaltet werden.

Man muss einfach aufpassen im Netz ohne geschickte Verschleierungssoftware ist man ein offenes Buch für viele Unternehmen, Geheimdienste und natürlich auch Kriminelle. Wenn dann noch Schadsoftware auf dem Rechner drauf ist kann noch viel mehr mit dem Nutzer angestellt werden...

Am fragwürdigsens ist dabei der Gebrauch von sozialen Netzwerken bei dem viele bereitwillig ihr ganzes Leben preisgeben und es dritten Personen richtig leicht fällt mehr über jemanden zu erfahren.

Fake-News gab es schon immer. Nur jetzt können sie spielend leicht in den sozialen Netzwerken verbreitet werden. So schnell kann keine Institution nachkommen, um das als Fake-News zu markieren. Vor allem empfängliche Nutzer werden das dann trotzdem glauben.

Die digitale Welt ist mit äußerster Vorsicht zu genießen. Den Schutz den viele eventuell gern hätten gäbe es nur durch ein Intranet, welches mit vielen Zensoren gespickt ist siehe China. Allerdings für Leute mit Ahnung ist das kein hindernis. Es gibt oft viele Wege ins wirkliche World Wide Web.

Zudem Kaspersky und Co. arbeiten recht häufig mit Regierungen zusammen, so dass amtliche Trojaner und Sicherheitslücken nicht geschlossen werden. Damit muss man leben nur den 100 % Schutz gibt es eh nicht.

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jjcamera 19.01.2017, 11:30
61.

Zitat von ed_tom_bell
Auf was vertrauen Sie denn? Voodoo? Schicksal? Grenzenloses Vertrauen habe ich auch nicht in die, aber zu glauben man würde ohne Antiviren-Software sicherer sein wäre ja nun auch sträflich weltfremd.
Im Prinzip ist es egal. Wer ein iranisches Atomkraftwerk knacken kann, vor dem ist kein Computer der Welt sicher und sei er noch so gut geschützt. Ich denke, man sollte auf jeden Computerbildschirm schreiben: ACHTUNG! IHRE DATEN SIND HIER NICHT SICHER!

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markus.v 19.01.2017, 11:34
62. Das wird

Zitat von Kurt2.1
Herr Kaspersky scheint ein ziemlich zwielichtiger Typ zu sein. Ich würde ihn höchstens einsetzen, um etwas gegen zu checken, aber sicher nicht, damit ausschließlich er mir Ergebnisse bringt, auf die ich mich stütze. Ich gehe davon aus, dass es weltweit reichlich Leute gibt, die das nötige Wissen haben, auch in D, es fehlt wohl eher an Leuten, sie zu führen. Geheimdienste können das. Ich kann nur hoffen, dass D sich auch eine solche Truppe Cyberexperten unterhält. Ich habe keine Bedenken, dass die mithalten können. Meine Sorge ist eher, dass falsch verstandener Datenschutz hier vor dem Schutz der körperlichen Unversehrtheit des einzelnen Bürgers geht.
nichts. Bei den Billiglöhnen, hohen Steuern und Abgaben kommt niemand, die gehen woanders hin, wo das Umfeld attraktiver ist.

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epicur 19.01.2017, 11:37
63.

Kaspersky kommt nicht auf meinen Rechner. Aber mit Trump auch Norton nicht mehr.

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jhea 19.01.2017, 11:42
64. Schonmal den Begriff

Schlangenöl gehört?

Wer glaubt dass Antivirensoftware vor Viren schützt... omg...

Wie 1 schon sagte - er macht ggf. 1 2 3 Dinger raus, lässt dafür 8 9 10 andere durch die extra dafür bezahlt haben, oder gar selbst erstellt wurden.

Ich nutz jetzt schon seit Jahren Microsoft Security Essentials (MSE) und habe kein Problem mit Viren. andererseits will MS auch keine 60 Euro im Jahr nur damit das laufen kann....
oh es ein wenig Disziplin beim Zeugs anklicken im Netz hilft auch ungemein.

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zac.m 19.01.2017, 11:49
65.

Zitat von ein_verbraucher
gründet Kaspersky und ein ex CIA Mann gründet McAffee....was soll man davon halten? Denkt nach!
Es macht zumindest mehr Sinn, als wenn ein Gärtner ein IT-Sicherheitsunternehmen gründet oder ein Pastor. Die Beiden verstehen etwas von Sicherheit und wie man in Systeme eindringt. Es sollte ja auch ein Koch ein Restaurant eröffnen und ein Automechaniker ein Autohaus. Schuster bleib bei deinen Leisten!

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Kurt2.1 19.01.2017, 11:52
66. #27 hansfrans79

Zitat von hansfrans79
Also sollen wir das, was wir nicht gut finden, nun auch selber machen? Klingt nicht wie ein guter Plan.
Wir müssen jeden Tag Dinge tun, die wir nicht gut finden.
Ich sähe z.B. unsere Soldaten lieber hier in der Kaserne, als in Mali. Trotzdem kann ich es verstehen und finde es richtig, aber nicht gut.
Würden wir bestimmte Dinge nicht tun, wären wir ziemlich schnell ein souveräner Staat gewesen.
Sich der Angriffe, in welcher Form auch immer, zu wehren, halte ich für einen exzellenten Plan.

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xineohp 19.01.2017, 11:57
67. Es scheint ...

... um das Risiko im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich zu minimieren, bleibt nur noch die weitgehende Entnetzung. Also alles Sensible wieder per Brief und Postgeheimnis regeln. Vor allem komplexe sensible Steuerungsprozesse aus Energie- und Kriegswirtschaft konsequent und vor allem physisch von Internet entkoppeln. Kleine kontrollierbare und regionale Intranets scheinen hier angeraten. Vor allem aber: nicht weiter das eigene Privatleben ins Netz ausstülpen - vor allem nicht das der eigenen Kinder: also zuerst mal Smartphones und Tablets umgehend entsorgen. Sie und Ihre demokratische Grundordnung werden es ihnen eines Tages danken. Wenn das Internet das Potential hat die Kriegsgefahr fatal zu befeuern, dann muss man es an den wirksamen Stellen abschalten = Selbstverteidigung. Alles andere ist suizidgefährdet und gehört behandelt ;-)

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Kurt2.1 19.01.2017, 12:02
68. #63

Zitat von markus.v
nichts. Bei den Billiglöhnen, hohen Steuern und Abgaben kommt niemand, die gehen woanders hin, wo das Umfeld attraktiver ist.
Also Augen zu und sich seinem Schicksal ergeben? Wohl eher nicht.
Es muss niemand kommen. Die sind doch längst da. Sie müssen von der Uni weg abgeworben werden, genauso wie es die Industrie macht. Man kann auch eigene Leute an BW-Unis ausbilden. Man muss sie anschließend halten können.
Es darf nicht so sein, wie z.B. bei der Pilotenausbildung. Viele von denen hauen auch ab zur Lufthansa, nachdem sie der Bund mit öffentlichen Mitteln teuer ausgebildet hat.

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ed_tom_bell 19.01.2017, 12:09
69. Schockfotos, jetzt auch auf Computergehäusen

Zitat von jjcamera
Im Prinzip ist es egal. Wer ein iranisches Atomkraftwerk knacken kann, vor dem ist kein Computer der Welt sicher und sei er noch so gut geschützt. Ich denke, man sollte auf jeden Computerbildschirm schreiben: ACHTUNG! IHRE DATEN SIND HIER NICHT SICHER!
Nun sind Hacker in der Regel ja auch nicht total verblödet. Sie könnten ihren schmierigen Job wohl sonst kaum tun. Insofern kann man davon ausgehen, dass sie sowas wie Kosten-Nutzen-Analysen vornehmen und sich lohnende Ziele aussuchen, wenn sie sich schon die Arbeit machen wollen. Darum werde ich nicht noch dafür sorgen, dass die "Kosten", also der erforderliche Aufwand, für sie klein gehalten werden. Aber jeder wie er möchte.

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