Forum: Wirtschaft
Russischer Konzern Gazprom: Niedergang eines Gasgiganten
AFP

Gazprom wollte seinen Marktwert als erster Konzern auf mehr als eine Billion Dollar steigern - doch nun bricht die Förderung ein, und es mehren sich Forderungen, den Gasriesen zu zerschlagen. Die Geschichte eines spektakulären Niedergangs.

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tommit 26.10.2015, 14:53
1. Komisch

auch in SPiegelberichten wurde mehrfach behauptet es gebe keinen Bezug mehr zwischen Öl und Gaspreis.... und das der 'leider' für die lieben Endverbraucher durch rienen Zufall oben entkoppelt worden sei...
Machen hier etwa deutsche Zwischenhändler mit dem Kundengeld ne Party und dem Volkskanzler Firma geht hopps?
Wer lügt denn nun?

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Berg 26.10.2015, 14:56
2.

"Grenzen des Wachstums" - ein bekanntes Buch. - Was ereilt einen Riesen, der ständig weiter wachsen will? Irgendwann kann er nicht mehr!

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darthmax 26.10.2015, 14:58
3. Exportmengen

kleiner Fehler :
wenn die Ukraine weniger Gas bezieht liegt dieses aber daran, dass sie Gas aus Polen oder Deutschland bekommt, dass wir dann subventionieren.
Und woher bekommen die Polen oder wir das Gas, genau. Von Gazprom.
Der letzte Winter war recht milde und die thermische Sanierung vieler Gbäude wirkt sich natürlich auf die Importmenge aus. Wenn jetzt über den Umweg der Klimagestaltung wir die Braunkohlekraftwerke still legen , dann müssen Gaskraftwerke übernehmen, da bahnt sich für Gazprom ein gutes Geschäft an.
Ich vermisse in dem Artikel einen Bericht, der nicht nur die Exporterlöse und Mengen beschreibt sondern die Frage, welches Ergebnis der Konzern erzielte, beantwortet.

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Binideppert? 26.10.2015, 15:03
4. Da haben...

Zitat von Berg
"Grenzen des Wachstums" - ein bekanntes Buch. - Was ereilt einen Riesen, der ständig weiter wachsen will? Irgendwann kann er nicht mehr!
... Sie den Club of Rome nicht ganz verstanden. Die Grenzen des Wachstums lagen nach damaliger Sicht in der Verknappung von Gas und Öl. Und nicht in dessen Überproduktion!

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talvisota 26.10.2015, 15:03
5. Häufig Totgesagte leben länger

Ob der Spiegel es schafft, in seiner selbstgewählten Rolle als Jubelperser der Regierung Gazprom zu überleben, darauf würde ich nicht wetten.

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fletcherfahrer 26.10.2015, 15:03
6. Wenn...

...die niedrigen Gaspreise mal bei uns ankommen würden!

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epicur 26.10.2015, 15:04
7.

Zitat von tommit
auch in SPiegelberichten wurde mehrfach behauptet es gebe keinen Bezug mehr zwischen Öl und Gaspreis.... und das der 'leider' für die lieben Endverbraucher durch rienen Zufall oben entkoppelt worden sei... Machen hier etwa deutsche Zwischenhändler mit dem Kundengeld ne Party und dem Volkskanzler Firma geht hopps? Wer lügt denn nun?
Sie haben recht.
Der Kunde wird abgezockt.

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Crom 26.10.2015, 15:07
8.

Zitat von tommit
auch in SPiegelberichten wurde mehrfach behauptet es gebe keinen Bezug mehr zwischen Öl und Gaspreis.... und das der 'leider' für die lieben Endverbraucher durch rienen Zufall oben entkoppelt worden sei... Machen hier etwa deutsche Zwischenhändler mit dem Kundengeld ne Party und dem Volkskanzler Firma geht hopps? Wer lügt denn nun?
Keiner.

1. Bei Langfristverträgen ist der Gaspreis in der Regel an den Ölpreis gekoppelt, allerdings nachgelagert. Das bedeutet, das eine Änderung beim Ölpreis sich erst Monate später auswirkt.

2. Beim Kurzfristhandel, z.B. via Börse, gelten die Spotmarktpreise und die sind nicht am Ölpreis gekoppelt.

3. Der schlaue Endverbraucher wechselt einfach den Gasanbieter und kann so von fallenden Preisen profitieren. Das machen meine Eltern spätestens alle zwei Jahre.

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joes.world 26.10.2015, 15:08
9. Einerseits leidet Gazprom unter inländischer Konkurrenz.

Das wäre ja noch nichts schlimmes für die russische Wirtschaft.
Allerdings ist anzunehmen, dass einige Wenig bei der Konkurrenz die Unternehmen für den eigenen Zweck sinnentfremden.
Und damit sind wir bei RUS Problem: der gesellschaftlich anerkannten Korruption. Die einige Russen sehr reich gemacht hat.
Dieses geld, das die Superreichen einstecken, fehlt der Mittelschicht.
Außerdem hemmt diese allgegenwärtige Korruption die Gründung von mittelständigen Firmen. In gesunden Volkswirtschaften das Rückgrat der Wirtschaftlichen Entwicklung.

So scheinen Putins Kriege auch den Sinn zu haben, mit plumpem Nationalismus, Angstmache, Hassschüren davon abzulenken; dass sein Russland wirtschaftlich zurückfällt.

Und da hilft es gar nichts sich darauf zu berufen, dass es am Anfang von Putins Macht bergauf ging.
Wäre Russland eine Demokratie, würden sich die Bürger eine neue Regierung wählen. Um den augenblicklichen Absturz des Mittelstandes und der Geringverdiener zu stoppen.
Kurzum: Putin ist wirtschaftlich am Scheitern. Er solle weniger Kriege und mehr Wohlstand produzieren.

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