Forum: Wirtschaft
Russischer Konzern Gazprom: Niedergang eines Gasgiganten
AFP

Gazprom wollte seinen Marktwert als erster Konzern auf mehr als eine Billion Dollar steigern - doch nun bricht die Förderung ein, und es mehren sich Forderungen, den Gasriesen zu zerschlagen. Die Geschichte eines spektakulären Niedergangs.

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koepi71 26.10.2015, 16:59
50. Ein für mich ausschlaggebender Punkt

"...außer dass die Gewinne ein Privatmensch einsackt und nicht in die Staatskasse fließen..."

Lieber in die Staatskasse als in die Taschen überreicher Oligarchen.

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larsmach 26.10.2015, 16:59
51. Sowohl als auch

Zitat von tommit
auch in SPiegelberichten wurde mehrfach behauptet es gebe keinen Bezug mehr zwischen Öl und Gaspreis.... und das der 'leider' für die lieben Endverbraucher durch rienen Zufall oben entkoppelt worden sei... Machen hier etwa deutsche Zwischenhändler mit dem Kundengeld ne Party und dem Volkskanzler Firma geht hopps? Wer lügt denn nun?
Das hat mit Verträgen und Konditionen auf verschiedenen Märkten zu tun.

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Leser1000 26.10.2015, 17:00
52. guter Einwand

Zitat von levelup
vor dem Niedergang steht, wie kommt das, dass noch eine Nord Stream Leitung gebaut wird und South Stream in Richtung Türkei und Griechenland verlegt wird? Bitte um Aufklärung.
Mir war auch gleich Northstream eingefallen. Oder möchte man vielleicht gerade (auch) d e s w e g e n (soll heißen wir tun der der russischen Staatsmacht nahestenden Gazprom einen "etwas Gutes") die neue Pipline? Denn der Verlauf der letzten 1,5 Jahre macht sonst keinen Sinn nzw. ist widersprüchlich . Zunächst wird gefordert, die Abhängigkeit von russischem Gas u.s.w. zu reduzieren. Folgerichtig wird Southstream ad acta gelegt, so dass Gazprom auf die Türkei ausweicht. Und jetzt baut man eine 2. Pipline im Norden? Reduziert man so die Abhängigkeit? Oder möchte man Russland etwas gutes tun in der Hoffnung auf bessere Zeiten? Sozusagen ein völlig ungedeckter Wechsel auf die Zukunft. Als Bulgare würde ich mich jedenfalls wohl mehr als veralbert vorkommen - es gehen lukrative Transitgebühren verloren.

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dave_t 26.10.2015, 17:01
53. Ein großartiger Plan!

Zitat von Malto Cortese
Die Primärenergie-Industrie gehört in staatliche Hand, damit der natürliche Reichtum des Landes allen Bürgern zugute kommen kann.
Und wie toll das funktioniert kann man sich ja in den Ländern angucken, die z.B. Ihre Ölquellen verstaatlicht haben. Die Umweltprobleme und die Ausbeutung der Arbeiter bleibt wie vorher, nur machen sich jetzt statt der Aktionäre korrupte Politiker die Taschen voll. Super.

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brucewillisdoesit 26.10.2015, 17:01
54. böse Sanktionen

Zitat von bkarger
Das Ziel der EU - den Niedergang der russischen Wirtschaft zu betreiben. Daher die Sanktionen gegen Russland.
In der Tat sie funktionieren, und zwar umso besser, je länger Sie anhalten. Und was lernen wir daraus ? Das es möglicherweise doch nicht so clever ist, unbewaffnete Nachbarn anzugreifen und Gebiete zu annektieren, einfach weil man es kann (naja und man lernt, das man wenn erst einmal Atomwaffen hat, man sie nicht wieder abgibt, da einem dann sowas nicht passiert, aber das ist eine andere Geschichte). Putin schafft es durch sein Verhalten nämlich tatsächlich den Status Rußlands als führende Nation der 3ten Welt zu stabilisieren, auch wenn er an dem Gazprom-issue natürlich nicht wirklich Schuld ist. Das ist eher ein Zeichen dafür, daß es innerhalb Rußlands in begrenztem Rahmen doch noch Wettbewerb gibt.

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Beat Adler 26.10.2015, 17:04
55. Preise fuer Erdgas und Erdoel

Preise fuer Erdgas und Erdoel: Hach der Halbierung des Erdoelpreises von 100 US$ pro Fass auf 50 US$, mit 6 bis 12 Monaten Verspaetung auch fuer Erdgas, sind nicht nur Gazprom sondern alle Produzenten angeschlagen. Eine Binse.

Werden die Preise wieder kurzfristig steigen? Nicht, wenn der Iran, nach Aufhebung der Sanktionen, die Mengen exportieren kann, die er will.

Langfristig steht den Preisen fuer fossile Energietraeger, inklusive Kohle, die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft entgegen.
mfG Beat

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larsmach 26.10.2015, 17:04
56. Politische Pipeline-Projekte

...so wie während der heißen Phase der Ukraine-Krise: GAZPROM hatte 10 Jahre mit China verhandelt und dann kommt plötzlich dieser Deal zustande.

Sofort wird in Foren deutscher Online-Magazine gejubelt (es scheinen viele ihrer Freiheit und ihres Wohlstands überdrüssig zu sein - aber das ist eine andere Frage).

Vergessen wird der Hinweis auf die Tatsache, dass Gasfelder im Westen Russlands (Quelle für Lieferungen auch nach Deutschland) mit dem Deal schon aus geografischen Gründen nichts zu tun haben, und dass selbst die Entfernung jener ostrussischen Gasfelder zu China viel größer ist - und somit Pipelines absurd teuer. Schließlich wird das Ganze garniert mit den für GAZPROM legendären unterschätzten Explorationskosten (siehe Vergangenheit!), und schon hat man einen politischen Deal, der das Potenzial in sich trägt, am Ende sogar mehr zu kosten als Geld einzubringen.

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dave_t 26.10.2015, 17:04
57. Fracking

Zitat von gandhiforever
Der niedrige Preis setzt ja nicht nur Gazprom zu. Fracking hier in Pennsylvania lohnt sich nicht mehr, da die Gestehungskosten nicht mehr eingespielt werden koennen.
Richtig, der Unterschied ist aber daß die initialen Investments beim Fracking viel kleiner sind als bei der Erschließung neuer Ölfelder z.B. in Sibirien oder auf hoher See. Und bei Fracking kann man die Quellen relativ einfach und kostensparend einmotten, mit geringen laufenden Kosten, während "konventionelle" Felder produzieren müssen, auch wenn die Gestehungskosten nicht mehr reinkommen.

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stonecold 26.10.2015, 17:04
58.

Zitat von darthmax
bitte einfach mal googeln Gazprom Umsatz
Genau das habe ich getan. Sie auch? Ist Ihnen destatis als Quelle zu russenfreundlich?

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quark2@mailinator.com 26.10.2015, 17:06
59.

Oder will man nur den Kurs weiter runtertreiben ? Bei Nachrichten zum Schaden Rußlands krieg ich seit einiger Zeit Fragen bzgl. der Objektivität.

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