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Russland-Sanktionen: Ungarischer Premier Orban ätzt gegen Brüssel
REUTERS

Der ungarische Premierminister Viktor Orbán gilt als energischer Kritiker der Sanktionen gegen Russland. Jetzt machte er wieder mit einem Ausfall gegen Brüssel auf sich aufmerksam: Er bezeichnete die Maßnahmen als "Schuss ins Knie".

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neurobi 15.08.2014, 13:32
120.

Natürlich schaden Sanktionen beiden Seiten.
Besser wäre es Sicherheitspolitisch zu reagieren und mit den Sparorgien beim Miltär aufzuhöhren. Die Westeuropäer sollten ihre Armeen wieder finanziell und personell besser ausstatten. Diese Sprache versteht Putin.
Und teuerer wäre es auch nicht.

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peppi4real 15.08.2014, 13:35
121. Man kann von Orban halten was man will …

… aber der Mann hat in diesem Fall Recht. Die EU hat es – wohl auch auf Geheiß von USA und UK – abgelehnt eine eurasische Freihandelszone einzurichten, um den größten Freihandelsraum der Welt zu erschaffen. Nun streben die Amerikaner ein vergleichbares Abkommen mit der EU an und werden die Unsicherheit im Angesicht der selbst herbeigeführten Ukraine-Krise wohl leichtes Spiel haben, diese Abkommen zu ihren Bedingungen umzusetzen. Die Energie in Europa ist schwerstabhängig von Russland. Was die Regierungen der EU hier auf die beine stellen ist ein unglaublicher Verrat an der Bevölkerung, denn wenn die derzeitige Politik eines nicht ist, dann ist das im Interesse des Volkes. Man darf gespannt sein, welche Hiobsbotschaft uns als nächstes ereilt – vermutlich "CETA, TTIP und TISA sind unterzeichnet und ratifiziert: Damit wurde nicht nur die Grundlage für Fracking geschaffen, sondern auch für den Anbau genmanipulierter Pflanzen und die Privatisierung von Schulen und der kommunalen Wasserversorgungsbetriebe." Vielen Dank für nichts!

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crêpes 15.08.2014, 13:58
122. Quo vadis ungarn?

Zitat von sysop
Der ungarische Premierminister Viktor Orbán gilt als energischer Kritiker der Sanktionen gegen Russland. Jetzt machte er wieder mit einem Ausfall gegen Brüssel auf sich aufmerksam: Er bezeichnete die Maßnahmen als "Schuss ins Knie".
.....Hat Ungarn den brutalen russ.Einmarsch von 1956 schon vergessen und was sollen die rassistischen Tendenzen, aber die proruss. Parolen in diesem europ.Land? Man muß sich auch fragen, wann die EU endlich aber bestimmt gegensteuern will ? Das geht in Ungarn jetzt schon über einen längeren Zeitraum, aber NICHTS passiert!!!

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kreisklasse 15.08.2014, 13:58
123. Tiefer hängen

Die russischen Gegensanktionen treffen aktuell fast ausschließlich die exportierende Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie. Die Landwirtschaft, die heute in der EU insgesamt von vernachlässigbarer ökonomischer Bedeutung ist, hat eine nunmehr 100 jährige Tradition des Jammerns und Abgreifens von Subventionen. Und so ist die Hauptwirkung der Putinschen Gegensanktionen das Erwecken der Gier auf staatliche Subventionen und Entschädigungen.

Abgesehen davon ist nahezu die gesamte russische Industrie von Ersatzteillieferungen aus Europa, insbesondere aus Deutschland abhängig. Fast alle russischen Maschinen modernerer Bauart sind mit Siemens S7 Steuerungen ausgestattet und haben Synamics, Danfoss etc. pp. Antriebe. Nichts davon kann Rußland selbst herstellen. Und so würden nach einer Verschärfung der Sanktionsspirale nach wenigen Monaten massive Einbrüche der russischen Industrieproduktion erfolgen. Die Europäer müssten im Gegenzug im kommenden Winter in der Wohnung Pullover tragen. Putin hat die Wahl.

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dummschnacker01 15.08.2014, 14:21
124. Schon witzig

Liebe Leute, hört auf euch an der Geschichte abzuarbeiten. Orban hat lediglich seine Meinung zu den Sanktionen zum Ausdruck gebracht. Nicht mehr und nicht weniger. Deshalb einen Nebenkriegsschauplatz zu eröffnen ist kindisch. Auch in unserem Land gibt es Leute, die die Sanktionen kritisch betrachten, denen man keine europafeindliche Einstellung nachsagt, wie Helmut Schmidt oder Egon Bahr.

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Werner_Holt 15.08.2014, 14:25
125. Stumpfe Nazikeule

Zitat von adal_
Sie sehen die Sache zu undifferenziert: Nicht alle rechten Chauvinisten in Europa sind Nazis. Sie sind noch nicht einmal alle Faschisten. Aber alle lieben sie Putin.
Und Sie werfen mir Undifferenziertheit vor. Definieren Sie mir erst mal, was Sie unter "Rechts" verstehen, was Sie wohl als Synonym für "Rechtsextrem" verwenden. Ich muß weder Putin lieben noch ein "rechter Chauvinist" (Definition steht noch aus) sein, um gegen die Doppelzüngigkeit der westlichen Politik gegenüber Rußland in bezug auf die Ukraine oder die Wirtschaftssanktionen sein, mit der wir uns - Orban hat es ausgesprochen - vor allem selbst ins Knie schießen.

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adal_ 15.08.2014, 14:26
126. Rosneft am Rande der Pleite

Zitat von tao chatai
Sanktionen sind nicht massgebend,Exon Mobil ist die groesste und einflussreichste Frirma der Welt ,hat alle Konkurenten ausgeschaltet und treibt mit Putin weiter Geschaefte........
Ja und? Bestehende Kooperationen - wie die gemeinsame Bohrung von ExxonMobil und Rosneft in der Arktis - sind ausdrücklich von den Sanktionsanordnungen nicht betroffen.

Gleichwohl steht der größte Ölkonzern der Welt Rosneft am Rande der Pleite. Und zwar als Folge der Sanktionen, insbesondere der Restriktionen am Kapitalmarkt und bei der Einfuhr von Hochtechnologie für die Ölindustrie.

Ölgigant Rosneft bettelt Kreml um Staatshilfe an

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seine-et-marnais 15.08.2014, 14:28
127. Who's that girl

Zitat von adal_
Da wächst zusammen, was zusammengehört: West-östlicher Chauvinismus. Marie Le Pen wird zweimal nach Russland eingeladen und lobt Putin über den grünen Klee. [/i]
Eine Marie Le Pen ist hier in Frankreich unbekannt.
Wenn Sie von Marine Le Pen sprechen, die freut sich gerade über zusätzliche Wähler die man ihr mit der Sanktionspolitik zutreibt.
Nicht umsonst hält Hollande an der Lieferung der zwei Boote an Russland fest. Allerdings bei den landwirtschaftlichen Produkten hat man Frankreich kalt erwischt. Nicht nur dass der Exportmarkt zu ist, mit verlorener Ware von Rungis bis hin zu den Obstanbauern und den Exporteuren in den Regionen, mit seinem Los von Entlassungen und Betriebsschliessungen, es kommt auch noch Ware aus anderen 'Sanktionsländern' auf den heimischen Markt die den Erzeugerpreis drückt.

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Immanuel_Goldstein 15.08.2014, 14:43
128.

Zitat von sysop
Der ungarische Premierminister Viktor Orbán gilt als energischer Kritiker der Sanktionen gegen Russland. Jetzt machte er wieder mit einem Ausfall gegen Brüssel auf sich aufmerksam: Er bezeichnete die Maßnahmen als "Schuss ins Knie".
Es darf als sicher gelten, dass Orban seine Fähnchen wieder schwenkt, wenn die Putins Armee marschbereit wieder an Ungarns Grenzen steht. Lange wird es nicht mehr dauern, dann kann Orban der UdSSR wieder beitreten.

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adal_ 15.08.2014, 14:44
129. Nationalchauvinisten unter sich

Zitat von Werner_Holt
Ich muß weder Putin lieben noch ein "rechter Chauvinist" (Definition steht noch aus) sein, um gegen die Doppelzüngigkeit der westlichen Politik gegenüber Rußland in bezug auf die Ukraine oder die Wirtschaftssanktionen sein, mit der wir uns - Orban hat es ausgesprochen - vor allem selbst ins Knie schießen.
Stimmt. Aber die Bewunderung für Putins übergriffigen Nationalchauvinismus hilft beim Hetzen gegen EU und USA doch ungemein, oder etwa nicht? :-)

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