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Russland-Sanktionen: Ungarischer Premier Orban ätzt gegen Brüssel
REUTERS

Der ungarische Premierminister Viktor Orbán gilt als energischer Kritiker der Sanktionen gegen Russland. Jetzt machte er wieder mit einem Ausfall gegen Brüssel auf sich aufmerksam: Er bezeichnete die Maßnahmen als "Schuss ins Knie".

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james-100 15.08.2014, 14:55
130.

Zitat von adal_
Ja und? Bestehende Kooperationen - wie die gemeinsame Bohrung von ExxonMobil und Rosneft in der Arktis - sind ausdrücklich von den Sanktionsanordnungen nicht betroffen. [/url]
Warum wohl? Damit die amerikanische Wirtschaft keinen Schaden erleiden muss! In der EU sind Ausfuhren von Hightech für die Ölförderung auf Geheiss der USA verboten.

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adal_ 15.08.2014, 15:04
131. Schon wieder knapp daneben

Zitat von james-100
Warum wohl? Damit die amerikanische Wirtschaft keinen Schaden erleiden muss! In der EU sind Ausfuhren von Hightech für die Ölförderung auf Geheiss der USA verboten.
SPON: Trotz Sanktionen: BP macht Milliardendeal mit Rosneft

BP ist ein britisches Energieunternehmen.

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james-100 15.08.2014, 15:05
132.

Zitat von sysop
Der ungarische Premierminister Viktor Orbán gilt als energischer Kritiker der Sanktionen gegen Russland. Jetzt machte er wieder mit einem Ausfall gegen Brüssel auf sich aufmerksam: Er bezeichnete die Maßnahmen als "Schuss ins Knie".
Aha, die neue Sprechweise. Kritisiert man diese schwachsinnigen Aktionen der EU, wird man also gegenüber der EU ausfällig. Schlimm, wie man Menschen mundtot machen möchte. Der Anfang vom Ende für Demokratie und Freiheit.

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james-100 15.08.2014, 15:11
133.

Zitat von adal_
SPON: BP ist ein britisches Energieunternehmen.
Ach Exxon und Boing sind auch britische Unternehmen? Auch die machen weiter Geschäfte mit Russland.

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adal_ 15.08.2014, 16:11
134. "Auf Geheiß der USA"

Zitat von james-100
Ach Exxon und Boing sind auch britische Unternehmen? Auch die machen weiter Geschäfte mit Russland.
Ihre Behauptung, europäische Ölfirmen hätten "auf Geheiß der USA" ihre Kooperationen mit Rosneft eingestellt, ist falsch. Siehe BP-Rosneft-Deal.

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hajode 15.08.2014, 16:29
135. Da freuen

Zitat von adal_
Ja und? Bestehende Kooperationen - wie die gemeinsame Bohrung von ExxonMobil und Rosneft in der Arktis - sind ausdrücklich von den Sanktionsanordnungen nicht betroffen. Gleichwohl steht der größte Ölkonzern der Welt Rosneft am Rande der Pleite. Und zwar als Folge der Sanktionen, insbesondere der Restriktionen am Kapitalmarkt und bei der Einfuhr von Hochtechnologie für die Ölindustrie.
wir uns aber gaaaanz doll drüber. Lieber wäre es mir, wenn EXXON auch drunter leiden würde.

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ingenör79 15.08.2014, 16:34
136. Deutsche

Zitat von james-100
Ach Exxon und Boing sind auch britische Unternehmen? Auch die machen weiter Geschäfte mit Russland.
etwa nicht? Putin fährt Daimler und wenn er auf ein in China gefertigtest Modell umsteigen sollte verdient Daimler immernoch mit. Einige Kommentare sind so abgefasst als würden alle Handelsbeziehungen abgebrochen. Dies ist aber nicht der Fall. Wenn die Russen gepanschte Milchprodukte aus China verzert haben kommen die reumutig zur EU zurück. Und französischen Wein oder schottischen Whisky kaufen die sowie so oder glaubt einer die Oberschicht will nur noch Krimsekt und Wodka trinken?

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adal_ 15.08.2014, 16:45
137.

Zitat von hajode
da freuen wir uns aber gaaaanz doll drüber. Lieber wäre es mir, wenn EXXON auch drunter leiden würde.
Sind Sie Ami- oder Autohasser? :-)

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elikey01 15.08.2014, 16:59
138. Diskussions-/Meinungsbeitrag gestattet?

Zitat von spon-facebook-10000082513
...ähnlich wie Putin dabei ist, den Rechtsstaat seines jungen Landes wieder in die Steinzeit zurück zu korrumpieren, kann es ihm natürlich nicht recht sein, wenn man seinem Vorbild zu Leibe rückt. Denn wenn Putins Weg scheitert, dann wird auch Orban nicht so weit kommen. Die Parallelen sind da. Verfolgung von Minderheiten, Einschränkung der Presse, Massenhafter Diebstahl von öffentlichen Geldern durch die politische Führung, etc... Wenn Ungarn die Politik der EU nicht einverstanden sind, dann können sie ja gern Putins Zollsovietunion beitreten...ich habe gehört, die suchen Mitglieder. Aber solange in seinem Land Juden und Roma bedroht werden, hat man in einem Bund, in dem trotz allem noch Freiheit und Demokratie herrschen, nicht den Mund so weit aufzureissen.
Man könnte auch zu dem Schluss gelangen, dass noch viel mehr EU-Staatsregierungen "den Mund so weit aufreissen" sollten, um Brüssel den völlig überzogen-hastigen, Eigen- und Lobbyisteninteressen gesteuerten Umarmungsdrang nach Osten verbal um die Ohren zu hauen.
Weder Orbans Ungarn noch Rumänien und Bulgarien, demnächst noch weitere Balkanstaaten, brachten/bringen die Grundvoraussetzungen für eine EU-Mitgliedschaft mit.
Sie sind unverkennbar einseitig mehr vom "Stamme Nimm"-Denken geprägt.

Brüssel hat mit der EG-Rechtsnachfolge EU und einer glorifizierten Währungsunion, Motto "Teilnehmen darf jeder, der will, nicht wer geeignet ist, etwa weil dem eine polit. Union vorausgegangen wäre" h.E. polit.und wirtschaftl. falsch und antidemokratisch gehandelt.

Wie das immer so ist:
Bei der ersten Krise zeigt sich, wie stabil "Beziehungen" sind, die mehr mentale (ideologische) und für die breite Masse der Bevölkerungen weniger alltagstauglich oktroyiert wurden - zum vorrangigen Nutzen und den Interessen der Polit-/Geld"Elite".

Die Sanktionen folgen einem einstimmigen Grundsatzentscheid aller EU-Mitgliedstaaten. Von daher scheint der überlaute Geifer eines Orban ebenso eigeninteressenbegründet wie der Polens.
Doch Brüssel wird wohl die Mäuler am schnellsten (mit €uros) stopfen, die am lautesten schreien - wie die Küken im Vogelnest eben, die dann auch am besten gefüttert werden.

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ulrich-lr. 15.08.2014, 16:59
139. Ungenau

Zitat von crêpes
.....Hat Ungarn den brutalen russ.Einmarsch von 1956 schon vergessen
Sie meinen den sowjetischen Einmarsch, an dem viele ukrainische Einheiten beteiligt waren.
Damals war übrigens der in der Ukraine aufgewachsene Nikita Chrustschow in Moskau an der Macht. Ja, genau der, der zwei Jahre vorher die Krim an die Ukraine verschenkt hatte.
Davor war der Chef der Kommunistischen Partei der Ukraine.

Man sieht, die Ungarn haben so ihre Erinnerungen an die Ukrainer.

Dafür haben die Tschechen, den Einmarsch der Ungarn 1968 noch in Erinnerung.

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