Forum: Wirtschaft
Russland-Sanktionen: Ungarischer Premier Orban ätzt gegen Brüssel
REUTERS

Der ungarische Premierminister Viktor Orbán gilt als energischer Kritiker der Sanktionen gegen Russland. Jetzt machte er wieder mit einem Ausfall gegen Brüssel auf sich aufmerksam: Er bezeichnete die Maßnahmen als "Schuss ins Knie".

Seite 8 von 17
taglöhner 15.08.2014, 11:50
70. West-Ost

Soll er ätzen, sein gutes Recht.
Sorgen macht eher, dass sein Gesellschaftsmodell dem Putins immer ähnlicher wird.
Da weiß man inzwischen nicht mehr genau, was seine Motive sind.

Die Rennaissance der "starken Männer" in Europa und Vorderasien, vom jubelndem, rassistisch begleiteten Nationalismus des Volkes getragen, den sie selbst unter aktiver Steuerung der öffentlichen Meinung schüren, ist geeignet noch weitere "neudemokratische" Ostländer zu infizieren und strahlt auch auf unsere Flügelextremisten aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gerhard Gösebrecht 15.08.2014, 11:54
71. das ist die erste

gescheite Wortmeldung von diesem Herrn.
Schade das er dafür aus Brüssel Arger bekommt, man sollte lieber in Brüssel über seine Worte nachdenken.
Es wäre besser in Europa gescheit zusammen zu halten und niemanden auszuschliessen, das würde Friedenserhaltend und gut für die Menschen hier sein.
Aber unsere Volksvertreter finden ja das hier besser https://www.youtube.com/watch?v=Bb4MK0u9CMA
Dumm ist eben nur wenn dieser Mist dann am Ende zu einem Krieg in Europa führt....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adal_ 15.08.2014, 11:54
72. Die europäischen Faschos und der Putinismus

Zitat von emil_sinclair73
Auch wenn Orban mit das Grenzwertigste ist, das Europa an Regierungschefs zu bieten hat, liegt er vollkommen richtig. Auch die falschen Leute können etwas Richtiges sagen!
Was heißt da "die falschen Leute"? Orban ist gerade der Richtige.

Für Orban ist die EU nichts weiter als ein Selbstbedienungsladen, wo er mitnimmt, was er kriegen kann und den er im Grunde verachtet. Putins Autokratismus bewundert er, wie fast alle westeuropäischen Faschisten und Rechtspopulisten.

Da wächst zusammen, was zusammengehört: West-östlicher Chauvinismus. Marie Le Pen wird zweimal nach Russland eingeladen und lobt Putin über den grünen Klee. Nigel Farage nicht minder. Anlässlich des sog. Referendums auf der Krim versammelten sich auf Einladung Putins sog. Wahlbeobachter aus dem Westen, ausnahmslos Mitglieder rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien.

Putin schlägt Swoboda

Daraus: ...Sicherlich müssen die ehedem guten Beziehungen zur ukrainischen extremen Rechten in Gestalt von Swoboda dabei „daran glauben“....

...Dafür gibt es mehrere Gründe: Putin steht für ein autoritäres Regime, für Repression gegen aufmüpfige Schwulen und Lesben, für eine restriktive Einwanderungspolitik gegenüber Muslimen aus dem Kaukasus und Zentralasien und ein hartes militärisches Vorgehen in Tschetschenien. Vor allem aber steht er aus rechter Sicht für eine „selbstbewusste Nation“, die den USA nicht nachgibt, sondern deren Präsident auf den Tisch haut und international Ansprüche meldet – sei es, um ein befreundetes Folterregime in Syrien zu schützen, das unter europäischen Rechten meist positiv betrachtet wird, oder sei es gegen eine Ausdehnung des US-Raketenschirms...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
michaelslo 15.08.2014, 11:59
73. Wenn

ein souveräner Staat diesen Sanktions-Unsinn kritisiert, ätzt er für die Journaillen des Westens. Die Ungarn müssen begreifen, dass die frühere Bevormundung durch die SU nun durch das härtere Diktat der USA ersetzt worden ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Werner_Holt 15.08.2014, 11:59
74.

Zitat von adal_
Was heißt da "die falschen Leute"? Orban ist gerade der Richtige. Für Orban ist die EU nichts weiter als ein Selbstbedienungsladen, wo er mitnimmt, was er kriegen kann und den er im Grunde verachtet. Putins Autokratismus bewundert er, wie fast alle westeuropäischen Faschisten und Rechtspopulisten. Da wächst zusammen, was zusammengehört: West-östlicher Chauvinismus. Marie Le Pen wird zweimal nach Russland eingeladen und lobt Putin über den grünen Klee. Nigel Farage nicht minder. Anlässlich des sog. Referendums auf der Krim versammelten sich auf Einladung Putins sog. Wahlbeobachter aus dem Westen, ausnahmslos Mitglieder rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien. Daraus:
Forist adal_ versucht es mal schnell mit der Allzweckwaffe Nazikeule. Klappt ja zu Hause immer so gut. In Rußland und Ungarn locken Sie damit aber keinen Hund hinter dem Ofen hervor.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rebell_am_ball 15.08.2014, 11:59
75. Trugschluss

Zitat von hansdampf77
Niemand hat behauptet, dass die Sanktionen nicht auch die EU treffen, ein "Schuss ins Knie" sind sie aber mitnichten. Es geht dabei vorrangig um ein Signal an Russland, nämlich: wenn ihr so weiter macht, isoliert Euch auf Jahrzehnte! Russland rennt gerade mit Anlauf ins Abseit und das wird auch bald das russische Volk merken und dann hilft auch irgendwann die dümmste Gerhinwäsche-Staatpropaganda nicht mehr!
Den EU-Bürokraten hätte klar sein müssen, dass die Russen sich die Güter woanders holen, die ihnen vom "Westen" per Sanktion verweigert werden. Jetzt stehen sie mit runtergelassenen Hosen da und zetern. Den Schaden haben NUR die Europäer. Nichtmal die US-Amerikaner, denn deren Handel mit Russland ist wohl eher als marginal zu bezeichnen. Langfristig wird es zu einer Verschiebung der Verhältnisse kommen, siehe die Gründung einer eigenen Entwicklungsbank der BRICS-Staaten vor Kurzem. Und vor allem die Deutschen werden in die Röhre schauen. Herzlichen Glückwunsch an Merkel, Gauck und die anderen Russophoben in Berlin und Brüssel! Wenn etwas zu lernen ist aus der Geschichte, dann dies: Überlasse wichtige Angelegenheiten niemals EU-Beamten, die politisch noch dilettantischer vorgehen als man sich das in seinen schlimmsten Träumen vorzustellen vermag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
katzenheld1 15.08.2014, 12:00
76. Ich lache noch lauter

Zitat von Hilfskraft
jede Kritik gegen Brüssel wird hier als "ätzen" bezeichnet? Ich gehe noch einen Schritt weiter: nicht nur ein "Schuss ins Knie", sondern ein "Kopfschuss" der versammelten behämmerten "Elite" Brüssels. Man arbeitet entweder un/bewußt an am 3. WK, oder, man will sich/uns unsterblich blamieren.
Lesen Sie nur Artikel, die das Suchwort „Russland“ enthalten? Wenn Sie wüssten, wie viel ätzende Kritik an Brüssel geübt wurde und wird – teils auch von behämmert in die Tasten hämmernden Foristen. „Man“ arbeitet bestimmt nicht in Brüssel am WK3, und Putin hat sich doch schon blamiert, „uns“ kann er sowieso nicht blamieren, er spricht zwar gut Deutsch, hat wohl aber des Öfteren semantische Probleme.

Und zu Orban: kein Land ist in die EU gezwungen worden, im Gegenteil. Die EU braucht Ungarn nicht, Ungarn die EU vielleicht auch nicht. Dann soll Ungarn sich fix aus der EU verabschieden und gen Osten orientieren – mit allen Konsequenzen, wie Wegfall des steuer- und zollbegünstigten Handels, der Fördergelder, der Freizügigkeit, usw. Orban und Putin sind Brüder im Geiste und im Herzen. Auch wenn Putin schon eine lupenreine Männerfreundschaft pflegt: „Ich sei, gewährt mir die Bitte, in eurem Bunde der Dritte“ wird schon klappen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kirk70 15.08.2014, 12:01
77. Selbstherrlichkeit

Zitat von ill_style
Na dann viel Spaß mit russischen Qualitätsprodukten:
Macht blind und erzeugt am Ende Hass, wo man nicht versteht, wieso man hasst. Denn man kann sich ja nicht selbstreflektieren, aus der Position des anderen selbstverständlich. unter der Annahme, der andere hat die gleichen Recht und die gleiche Würde.
Zur Sache:
Wenn Sie glauben Mercedes, Audi und Bugatti retten uns, weil man in Russland (auch nirgends anders übrigens) solche Produkte nicht hat, so verkennen Sie das China, Südkorea bald und teils längst brauchbare Fahrzeuge baut. Diejenigen, die Luxusautos fahren können, werden es auch können. Das geht immer. Wetten das Kim Jong Un einen Porsche, gar Bugatti bekäme oder hat?
Hinzu kommt, wir haben kein Recht Sanktionen zu verhängen und zwar sogar redundant.
1. Gibt´s keinen Grund
2. Kann das nur die UNO

Der Westen geht erst gar nicht an die UNO, weil er WEIß, dass das nur ein Feldzug zur Unterdrückung Russlands ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PFitch 15.08.2014, 12:01
78. Na Klasse

Es ist deutlich zu sehen das Europas Politiker über das Ziel hinausgeschossen sind, es trifft natürlich zuerst Agrarländer wie Polen und Ungarn, in der Folge aber vor allem Deutschland, polnische und ungarische Produzenten verkaufen jetzt die produkte billig nach Deutschland, herzlichen Glückwunsch Frau Merkel,

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denneberg 15.08.2014, 12:03
79. ÜBLE westliche Propaganda vom Spiegel?

Orbán führt gemäß dem Artikel aus: "In der Politik sagt man, das war ein Schuss ins eigene Knie." Ein Kollege von Orbán, meint die Sanktionen gegen Russland seien "sinnlos". Spiegel-Online spricht in der Überschrift davon, Orbán würde gegen Brüssel "ätzen" und in der Unterschrift er wäre gegenüber Brüssel "ausfällig" geworden. Das kann ich nicht erkennen. Hier wurden nur Meinungen vertreten. Kann natürlich sein, dass der Spiegel sich beleidigt beleidigt, gekränkt und verletzen fühlt, wenn man nicht die Meinung vom Spiegel vertritt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 8 von 17