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RWE-Ärger über Hambacher Forst: "Die Bundesregierung lässt uns im Regen stehen"
DPA

"Der Forst ist nicht zu retten": Der Chef des Energiekonzerns RWE ärgert sich über die Proteste gegen die Rodung des Hambacher Waldes - und fordert ein Machtwort aus Berlin.

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manfredshirsch 28.09.2018, 10:18
1. Der Mann hat völlig Recht

Es ist wirklich an der Zeit, dass die politischen Erfüllungsgehilfen der Energiekonzerne sich dazu bekennen, deren Interesse an Gewinnmaximierung den Vorrang vor den Belangen der Menschen einzuräumen, statt die Strippenzieher anschließend im Regen stehen zu lassen.

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weltversteher 28.09.2018, 10:22
2. "Der Forst ist nicht zu retten..."

... sagt noch mal... wer? Mr. RWE persönlich? Natürlich haben im Laufe der Jahre verschiedene Instanzen entsprechende Entscheidungen getroffen, die RWE vermutlich faktisch ins Recht setzen. Aber reicht das bei einem Thema dieser Tragweite mit massiven ökologischen und gesellschaftlichen Folgen aus? Oder anders gefragt: Muss man Entscheidungen, die im Lichte der heutigen Realität vielleicht nicht mehr so ultimativ richtig sind, wie es vor Jahren den Anschein hatte, nicht gemeinsam hinterfragen und ggf. ändern?

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karl_marxx@online.de 28.09.2018, 10:25
3. Wer einmal lügt ...

Früher haben die RWE-Chefs behauptet, wenn in Deutschland Kernkraftwerke abgeschaltet wurden, bräche die Stromversorgung zusammen. Dann hieß es, Photovoltaik würde in Deutschland nicht funktionieren. das sei wie Ananasanbau in Alaska. Jetzt soll der Erhalt eines relativ kleinen Waldstückes 4-5 Mrd. EUR kosten. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht ...

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Das dazu 28.09.2018, 10:36
4. Wenn man Stur ist

muss man den Shitstorm eben aushalten.
Es gäbe sicherlich auch andere Möglichkeiten als stur weiter zu machen.
Aber wir lernen gerade, das Gesichtsverlust offenbar eine Höchststrafe ist. Sonst würden RWE und GB nicht so agieren.

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aquarius99 28.09.2018, 10:37
5. Moralisch fragwürdig ...

Wer in Zeiten des Klimawandels unsere Umwelt verdreckt, den Klimawandel weiter befördert und die letzten Wälder rodet, um noch mehr Kohlestrom ins Ausland zu exportieren ist sicherlich nicht in einer Position moralischer Überlegenheit.
Und ob Beschlüsse, die unter Ausschluß der Öffentlichkeit irgendwann in irgendwelchen Hinterzimmern beschlossen und damit "Recht" geworden sind, tatsächlich rechtens sind, wäre durchaus zu diskutieren.
Fakt ist, das die gesamte Branche (Kohle & Kernkraft) immer wieder Projekte gegen die Bevölkerung durchgedrückt hat. Damit muß endlich mal Schluß sein. Eine echte Bürgereteiligung wäre angesichts der weitreichenden Folgen (Atommüll, auf immer zerstörte Landschaften) mehr als angebracht.

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stern7000 28.09.2018, 10:39
6. Ja, die Bundesregierung sollte eingreifen

Ja, Herr Schmitz, da sind wir ja mal einer Meinung! Die Bundesregierung sollte wirklich eingreifen - und ihrem Konzern die Genehmigungen für den Braunkohleabbau entziehen. Das ist schließlich der Weg der Vernunft, nur so können die Klimaziele eingehalten werden. Und es ist das, was das Volk will.
Liebe Frau Merkel, bitte tun sie das! Auch dafür gibt es eine rechtliche Grundlage! Und es ist gelebte Demokratie!

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saaman 28.09.2018, 10:40
7. Im Regen stehen?

Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die Bundesregierung lässt nicht RWE sondern die Bürger im Regen stehen. Wo bleibt die Logik? Klimaschutz prophezeien und Wäldervernichtung zugunsten der Braunkohle lassen, die obendrein die Luft verpestet.

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slyberlin 28.09.2018, 10:53
8. Was hat die Politik damit zu tun?

Da der Forst Eigentum von RWE ist, muss sich RWE mit den Umständen auseinandersetzen. RWE kann den Forst wieder verkaufen und den Forst wieder Forst sein lassen. Ganz einfach und keine weiteren Kosten.

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dasfred 28.09.2018, 10:54
9. Die Regierung weiß wohl nicht, wem sie verpflichtet ist

So in etwa habe ich diesen Herren verstanden. Er beruft sich auf einen rechtlichen Rahmen, der vor vierzig Jahren mal geschaffen wurde, ignoriert dabei aber völlig, dass sich die Bedingungen trotz der massiven Intervention von RWE zwischenzeitlich geändert haben. Braunkohle bietet nicht mehr die absolut notwendige Basis zur Versorgungssicherheit, sondern ist einfach nur zu schwerfällig, um kurzfristig verzichtbar zu sein. Alles eine Frage des Geldes, nicht der Politik, die die Interessen aller zu vertreten hat. Nicht die von RWE.

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