Forum: Wirtschaft
Sanierung der Infrastruktur: Bund und Bahn investieren 28 Milliarden Euro in Brücken
DPA

Erhalt geht vor Aus- und Neubau: Bundesregierung und Deutsche Bahn haben sich auf Milliarden-Investitionen zur Sanierung des Schienennetzes geeinigt. Minister Dobrindt spricht von einer "absoluten Rekordsumme".

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kulinux 11.11.2014, 22:07
1. Nanu, die Zahl kommt mir bekannt vor…

War nicht ziemlich genau 28 Mrd. € auch der Gesamtwert, auf den die Bahn vor dem geplanten Börsengang beziffert wurde, obwohl seit 1990 ca. 90 Mrd in die Infrastruktur investiert worden waren? Und nur weil der zu erwartende Verkaufserlös von 25% der Aktien dann wegen der schwächelnden Börsen deutlich unter 7 Mrd. sank, hat unsere Politik davon Abstand genommen? Und jetzt sind allen knapp 900 Brücken soviel wert? Denn man wird ja wohl davon ausgehen können, dass die Rekonstruktion einer Brücke nicht mehr Geld kostet, also diese selbst wert ist – sonst könnte man sie ja vermutlich billiger neu bauen?

Also: Noch ein Beweis dafür, dass beim geplanten Börsengang das "Volkseigentum" Bahn deutlich unter Wert verschleudert werden sollte –nur warum? Und vor allem: an wen??

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warlock2 11.11.2014, 22:26
2. : Bund und Bahn investieren 28 Milliarden Euro in Brücken und Gleise

Die Bahn und das Gleis-Netz sollten voneinander unabhängig geführt werden und es sollte mehr Konkurrenz zur Bahn geschaffen werden! Sonst sollte man das Geld lieber in der Straßenbau stecken, da ist es besser angelegt. Zudem sollte der Bahnvorstand zurücktreten, damit das Image der Bahn wieder aufpoliert werden kann.

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voliant 11.11.2014, 22:31
3. na dann

lassen wir doch mal den rechnungshof und die grünen die bahn sanieren. ich freu mich jetzt schon über die millionenzweckverschwendung für irgendwelche krötentunnel. und weils dann gleich noch um lärm- und umweltschutz geht bleibt von der bahn mit sicherheit nichts mehr übrig. und da dann auch keine bäume mehr neben den strecken entfernt werden dürfen, um schäden durch baumbruch zu vermeiden bleibt die bahn dann vollends auf der strecke, denn renaturierung ist ja das oberste ziel.
vielleicht sollten wir demnächst die container mit der draisine über die schienen schicken... aber bitte so leise, das man sie nicht hört

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Rahvin 12.11.2014, 23:05
4.

Zu wenig. Zu spät. Und jetzt kommt der verspätete Aktionismus, der dann wie ein Tropfen auf den heissen Stein wirkt. Die Infrastruktur wurde jahrelang vernachlässigt, da hilft eine einmalige Milliardenspritze auch nicht wirklich. Wenn man der Presse glauben darf, ist ohnehin deutlich mehr schon marode, als die 875 Brücken, von denen die Rede war. Von daher: Wenn tatsächlich vermehrt Schiene gefördert werden soll, dann auch richtig. Wir brauchen keine Soldaten in Syrien, und wir brauchen kein Superdrohnensystem. Auf das Geld soll von der Leyen verzichten, stattdessen legen wir ein Konjunturprogramm auf und bringen unsere Infrastruktur auf den neuesten Stand. Und erhalten ihn anschließend. Das wäre mal Politik mit Weitblick.

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francoilgatto1! 12.11.2014, 23:45
5.

Zitat von kulinux
War nicht ziemlich genau 28 Mrd. € auch der Gesamtwert, auf den die Bahn vor dem geplanten Börsengang beziffert wurde, obwohl seit 1990 ca. 90 Mrd in die Infrastruktur investiert worden waren? Und nur weil der zu erwartende Verkaufserlös von 25% der Aktien dann wegen der schwächelnden Börsen deutlich unter 7 Mrd. sank, hat unsere Politik davon Abstand genommen? Und jetzt sind allen knapp 900 Brücken soviel wert? Denn man wird ja wohl davon ausgehen können, dass die Rekonstruktion einer Brücke nicht mehr Geld kostet, also diese selbst wert ist – sonst könnte man sie ja vermutlich billiger neu bauen? Also: Noch ein Beweis dafür, dass beim geplanten Börsengang das "Volkseigentum" Bahn deutlich unter Wert verschleudert werden sollte –*nur warum? Und vor allem: an wen??
An wen?? TUI hatte mal Interesse an einem Anteil, aber das ist lange her. Verschleudert werden sollte es wohl, damit überhaupt irgendein Investor in einen ehemaligen Staatsbetrieb einsteigt. Es scheinen ja mittlerweile einige begriffen zu haben, dass auch der Staat sein wenn auch etwas ramponiertes Tafelsilber nicht einfach verkaufen sollte. Was man verkauft hat, ist ja weg. Abgesehen davon ist das ja erst mal nur eine Aussage, schriftlich gibt es das ja nicht, wie mir scheint. Vielleicht hätte man sich die Milliarden sparen können, wenn man ein Investitionsgesetz geschaffen hätte, das zu Investitionen zwingt - und zwar nicht nur die Bahn, sondern auch den Staat - aber die schwarze Null im Finanzministerium will ja eine schwarze Null erreichen...

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karlmeier6565 12.11.2014, 01:02
6. und 500 Mio. Maut

für die Sanierung des Strassennetzes?Ist ja schön und gut,aber.....warum fliessen die Einnahmen der mineralsteuer,der kfz steuer nicht ins Strassennetz?nur ei beispiel

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rumpelstilzchen1980 12.11.2014, 01:09
7.

Wir brauchen keinen Wettbewerb, sondern ein solides Netz. Weltweit scheitern alle privaten Bahnsysteme.

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Idinger 12.11.2014, 01:21
8. Und das alles .....

..... geschieht doch wohl mit Billigung des Finanzministers - verständlich, daß der dann keine Spielräume mehr zur eigentlich gebotenen Entlastung der Steuerzahler erkennen will.

Recht hat warlock2 mit seiner Bemerkung: "Sonst sollte man das Geld lieber in der Straßenbau stecken, da ist es besser angelegt." Das für den Straßenbau eingesetzte Geld fließt dann wenigstens von den Nutzern der Straßen über die Mineralölsteuer in den Bundeshaushalt zurück. Entsprechende Beiträge der Nutzer der Schienen an den Bundeshaushalt sind mir dagegen nicht bekannt.

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fs123 12.11.2014, 01:49
9. Klatsche vom Bundesrechnungshof:

Zum Beispiel: die Bahn hat seit 2003 nur 20% der erforderlichen Mittel für notwendige Brückensanierungen aufgebracht: also 50 statt 250 Mio EUR jährlich! Und nun sollen 875 Brücken in 5 Jahren saniert werden? Lächerlich, denn laut Rechnungshof müssten bis zu 400 Brücken PRO JAHR saniert werden, nicht nur 175, wie jetzt geplant. Und so weiter ...

Das heißt: die 28 Milliarden EUR werden (fast) nichts verbessern. Außer die Vorstandsgehälter natürlich.

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