Forum: Wirtschaft
Sanktionen: Behörden kürzen Hartz-IV-Empfängern häufiger Gelder

Verpasste Termine und Fristen haben für Hartz-IV-Empfänger zunehmend ernsthafte Konsequenzen: Die Behörden strichen im vergangenen Jahr mehr als 610.000 Langzeitarbeitslosen Gelder - zwölf Prozent mehr als 2009.

Seite 6 von 45
MarkH 14.02.2011, 11:24
50. ooo

Zitat von Jolly65
Und wenn der schon einen Hochschulabschluß hat, aber 45 oder 50 ist? Soll er dann nochmal an die Uni gehen und promovieren, weil wir diesen Fachkräftemangel haben? Er würde trotzdem nicht eingestellt werden, dann erst recht nicht mehr, weil er damit nicht nur zu alt, sondern auch noch rettungslos überqualifiziert wäre.
a

Diese Frage stellt sich in der Tat ;)
Es sind 90% aller Qualifikationen nutzlos, weil wir eben nicht in einer demokratie leben, sondern in einer Mediendiktatur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Yami 14.02.2011, 11:28
51. :(

für mich eindeutig rechtswidrig eine grundsicherung zu kürzen aus so einem nichtigem anlass wie einem vepassten termin.
diese vorgehensweise ist eigentlich unvereinbar mit dem grundgesetz.diese logik "mach mit oder stirb" ist eines demokratischen rechtsstaates unwürdig.außerdem,wenn schon druck,dann wäre es psychologisch viel sinnvoller ein belohnungssystem zu entablieren,als weiter abzustrafen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
genugistgenug 14.02.2011, 11:33
52. Wo bleiben richtige Sanktionen?

Wo bleiben richtige Sanktionen? GEGEN Bürokraten und Politiker?
Das wäre sicher auch mal interessant hier Sanktionen zu verhängen für Verschwendung, Berufsversagen, Betrug, usw.

Wie viele Bürokraten und Politiker wurde in die Frühpension entsorgt statt sie hochkantig rauszuwerfen?
Dieselbe Bande die heute auf die Bedürftigen losgeht!
Übrigens, wie hoch ist den die Flutwelle an Pensionen die auf uns zukommt?
Alles ohne Rücklagen und aus den laufenden Steuereinnahmen finanziert (oder auch nicht)!

Wieso bezahlt die ARGE nicht vor Gericht auch wenn sie verloren haben?
Zitat von
Schudoma: "Das Gericht müsste ein Jahr schließen, um den Berg abzuarbeiten." Die Jobcenter sollten pro Fall eine Gebühr zahlen, so die Richterin. Dies könne die Klage-Zahl senken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
armist 14.02.2011, 11:34
53. ?

Zitat von MarkH
a Diese Frage stellt sich in der Tat ;) Es sind 90% aller Qualifikationen nutzlos, weil wir eben nicht in einer demokratie leben, sondern in einer Mediendiktatur.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Mediendiktatur: so so, sind also die Medien daran Schuld das die Betroffenen keinen Job finden? Ich sage: jeder der einer geregelten Arbeit nach gehen will kann dies auch tun, die Frage ist nur, wer ist bereit für weniger Geld zu arbeiten als er, wie hier zum Beispiel als studierter bekommen würde....
Wenn 90% aller Qualifikationen sinnlos sind frage ich mich wozu diese angeboten und teilweise durch den Staat finanziert werden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
autocrator 14.02.2011, 11:37
54. seit dem 01.01.2011 verfassungswidrig

Der artikel beschreibt die vergangenheit.

I.m.h.o. sind seit dem 01.01.2011 sanktionen verfassungswidrig:

ad 1: die rechtsgrundlage, sprich, das gesetz, nach dem sanktionen verhängt werden dürfen, existiert seit dem 01.01.2011 nicht mehr. Die übergangsfrist, dass verfassungswidriges recht angewandt wird, ist zu diesem zeitpunkt gem. dem urteil des BVerfG vom 09.02.2010 abgelaufen. Eigentlich dürfte noch nicht einmal Hartz4 ausbezahlt werden - es fehlt die rechtsgrundlage dazu.

ad 2: das BVerfG definierte Hartz4 / ALG II in seinem urteil vom 09.02.2010 als verfassungsgebotene existenzsicherung. Jegliche kürzung würde bedeuten, UNTER das limit der existenzsicherung zu fallen, was wiederum vom GG garantiert wird.
Sanktionieren kann man nur privilegien und mehrleistungen. Nicht aber die substanz der existenzsicherung.

Ich bin ja mal gespannt, wie dagegen logisch und juristisch argumentiert werden soll.
Leuts, ihr habt noch keinen blassen schimmer, was für ein ei das BVerfG mit seinem urteil da gelegt hat! (Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr beschleicht mich das gefühl, dass selbst die richter sich der tragweite ihres spruchs nicht bewußt waren.)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
armist 14.02.2011, 11:37
55. super Einstellung

Zitat von Yami
für mich eindeutig rechtswidrig eine grundsicherung zu kürzen aus so einem nichtigem anlass wie einem vepassten termin. diese vorgehensweise ist eigentlich unvereinbar mit dem grundgesetz.diese logik "mach mit oder stirb" ist eines demokratischen rechtsstaates unwürdig.außerdem,wenn schon druck,dann wäre es psychologisch viel sinnvoller ein belohnungssystem zu entablieren,als weiter abzustrafen.
.... rechtswiedrig ist es einen Termin auf dem Amt zu "verpassen".... Jeder hat die Möglichkeit einen Termin abzusagen und sich einen neuen geben lassen. Natürlich fällt es auf wenn man den Termin schon das 10te mal absagt weil der Bus nicht kommt und tatsächlich sind diese Leute zu faul ihren Arsch aus dem Bett zu heben.... Ohne Worte, scheiss Einstellung von Ihnen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pitti Platsch 14.02.2011, 11:41
56. gesellschaftliche Verantwortungt

Zitat von Sharoun
Ich sehe primär eine GESELLSCHAFTLICHE Verpflichtung, den Arbeitslosen vernünftige, gutbezahlte Jobs anzubieten.
Das haben Sie schön gesagt.
Nur: Wer ist denn die Gesellschaft? Meines Erachtens Menschen wie Sie und ich.
Ich möchte Sie daher hiermit unmißverständlich auffordern, Arbeitslosen sofort vernünftige, gutbezahhlte Jobs anzubieten. Nehmen Sie bitte ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
semper fi 14.02.2011, 11:45
57. -

Zitat von Yami
für mich eindeutig rechtswidrig eine grundsicherung zu kürzen aus so einem nichtigem anlass wie einem vepassten termin. diese vorgehensweise ist eigentlich unvereinbar mit dem grundgesetz.
Sind Sie die Stimme aus Karlsruhe, die fachkundige?

Zitat von
diese logik "mach mit oder stirb" ist eines demokratischen rechtsstaates unwürdig.außerdem,wenn schon druck,dann wäre es psychologisch viel sinnvoller ein belohnungssystem zu entablieren,als weiter abzustrafen.
Sicher. Und demnächst soll es auch noch eine Belohnung dafür geben, dass der H4-Empfänger seine Wohnung nicht verlässt und damit dem Staat Kosten für den ÖPVN erspart. Geht's noch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Adran 14.02.2011, 11:46
58. Oh man..

Zitat von deppvomdienst
Für Menschen, die vorher gearbeitet haben, liegt vor Hartz-IV regelmäßig mindestens ein Jahr ALG1, in dem man nichts gefunden hat. Was haben die Menschen in dieser Zeit gemacht?
in welchem Jahrhundert sind sie geistig stecken geblieben?
Schon mal was von befristeten Jobs, Saisonarbeiten, entgeltvarianten usw gehört..?
Da sind sie schneller in ALGII, wie sie drei zählen können.
Da kann es nämlich dauern, ehe sie überhaupt mal anspruch auf ALGI erwerben, wenn sie nicht grade einem 325 Ero Job (früher 400 euro) festhängen, wo man nicht mal in die Arbeitslosenversicherung einzahlt...
Auf die Idee, scheinen sie garnicht zu kommen,und hängen immernoch dem Denken, von vor 2000 nach, wo die mehrzahl der Jobs Sozialversicherungspflichtig und unbefristet war..


Zitat von
Und für die anderen, die sich im Dunstkreis von Hartz-IV befinden, weil sie schon vorher keine Erwerbsarbeit geleistet haben, stellt sich auch die Frage, warum diese es nicht einsehen Jobs zu machen, die andere anscheinend zu tun bereit sind.
liebe grüße aus dem Dunstkreis..
gestatten wissenschaftliches Prekäriat..
http://www.scienceblogs.de/weitergen...nschaftler.php

Zitat von
Beruf "Hartzen" darf für keinen eine Lebensperspektive sein. Und wer von sich aus diese Einsicht nicht hat, darf durchaus Druck spüren, seine Einstellung zu ändern.
Super vortrag..
Noch mehr davon?
ALGII ist eine Depressionsmaschinen, aber die Kosten für Antidepressiva übernehmen sie ja gern, damit sich ja niemand, als Beruf HIV holt.. gelle..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dodol 14.02.2011, 11:46
59. Es ist doch so einfach

Zitat von Sharoun
Ich sehe primär eine GESELLSCHAFTLICHE Verpflichtung, den Arbeitslosen vernünftige, gutbezahlte Jobs anzubieten.
Na also. Da ist die Lösung. Warum nur weigert sich die Gesellschaft jedem Arbeitnehmer das Paradies anzubieten. Gutbezahlte, nicht zu anstrengende Jobs, mit freizeitverträglicher Arbeitszeit, müssten eigentlich für jeden angeboten werden. Es ist doch so einfach.

Na also. Da ist die Lösung. Warum nur weigert sich die Gesellschaft jedem Hersteller das Paradies anzubieten. Gutbezahlte, minderwertige Produkte und Dienstleistungen, mit wenig Kapitaleinsatz und wenig Risko hergestellt, müssten eigentlich von jedem gekauft werden. Es ist doch so einfach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 45