Forum: Wirtschaft
Sanktionen: Das steckt hinter der deutsch-russischen Handelsflaute
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Seit die EU Sanktionen gegen Russland verhängt hat, ist der Handel mit Deutschland um fast die Hälfte eingebrochen. Doch sind daran tatsächlich die Strafmaßnahmen schuld? Die Zahlen deuten auch auf andere Gründe hin.

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spontanistin 22.02.2017, 17:16
10. Wer steuert den Ölpreis?

Der von den USA in Absprache mit Saudi-Arabien künstlich niedrig gehaltene Ölpreis war auch ein Hauptfaktor, der den Zusammenbruch der UdSSR beschleunigte! Wie sähe wohl eine moderne Zivilisation ohne Erdöl und Erdgas aus?

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tailspin 22.02.2017, 17:17
11. Eigentor

Wenn die Russen sowie so kein Geld haben, dann kann man die Sanktionen ja auch bleiben lassen.

Allerdings, folgendes ist schon passiert: Kuerzlich gab es einen Bericht ueber das Spitzenrestaurant 'White Rabbit" in Moskau, das nach Verkuendung des Embargos ploetzlich ohne die bisher aus dem Westen importierten Edelzutaten da stand. Inzwischen gibt es die wieder auf dem Markt. Aus russischem Anbau.

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keine Zensur nötig 22.02.2017, 17:19
12. Wer im Glashaus sitzt,

Zitat von grbxx
Früher oder später ist es sowieso soweit, und Russland kann das nur mit neuen Produkten ersetzen. Diese setzen freies Denken, funktionierendes Recht und einen freien Markt voraus.
der sollte nicht mit Steinen werfen.

Ihr Gelaber von freiem Denken, funktionierendem Recht und einem freiem Markt zeugt von erheblicher Unkenntnis. all das gibt es auch bei uns so nicht. Auch unser Markt ist reguliert, wenn auch die Neoliberalen daran kräftig gesägt haben, unser Recht enteignet mal schnell Bausparer - da reicht ein Blick in den SPON von gestern oder die vage Erinnerung an die sogenannte Bankenrettung jenseits aller Rechtsnormen - und das mit dem freien Denken wird zum Problem, wenn man sich abseits des Mainstreams bewegt.

Zum bidderen Beitrag an sich - wir als Westen haben seit Längerem tief und fest geschlafen - und verschlafen.

Fakt 1
Russland hat seit gut zehn Jahren - also noch VOR den Sanktionen einen qualitativen Schwenk vorgenommen. Weg von der jahrhundertealten Westorientierung (seit Peter dem Großen) hin nach Asien.

Fakt 2
Die Sanktionen treffen, wie gehabt, vorallem die Russen da ganz unten. Die allerdings haben sich hinter Zaren Wladimir gestellt. Die Folge der Sanktionen allerdings ist für uns verheerend.

Fakt 3
Unser aller pöser Putin hat die Sanktionen genutzt, um stattlich gestützte Programme aufzulegen, die den Umbau der Wirtschaft Russlands befördern. Also weg vom Rohstofflieferanten und hin zur Industrialisierung und Autarkie.

Fakt 4
Dank der Sanktionen kaufen die Russen nun woanders ein. Der Markt ist für den Westen quasi dauerhaft weg.

Fakt 5
Der immer wieder genannte Ölpreisverfall ist gestoppt, da auch den Saudis die Luft bzw. der Dollar ausgeht. Man hat sich innerhalb der größten Ölförderer geeinigt. Das sorgt dafür, dass sich die russischen Kassen wieder füllen.

Das Alles findet man im Netz, und auch bei SPON, wenn denn nicht der Großmeister Bidder die Feder führte.

Zur allgemeinen Ermunterung samt einem lösenden Lachen empfehle ich das hier:

https://www.heise.de/tp/features/Amerika-spielt-Monopoly-Russland-spielt-Schach-3630410.html

Zum Verstehen der russischen Lage das hier:

https://www.heise.de/tp/features/Die-Guten-und-die-Boesen-3366912.html

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chico 76 22.02.2017, 17:21
13. Da können

die Verfasser noch so viele Grafiken liefern, 50% Exporteinbruch nach Russland zeigen einen verhängnisvollen Trend, Russland orientiert sich auf andere Nationen. Das wird auch so bleiben, das russ.Volk, das am meisten darunter leidet, vergisst nicht.

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interessierter Laie 22.02.2017, 17:22
14. Das zeigt wieder einmal...

Wie bescheuert es ist, einen Wirtschaftskurs - egal ob bei großen Unternehmen oder Staaten - an aktuellen Kennzahlen zu messen. Es gibt einen enormen zeitlichen Versatz zwischen Maßnahme und Wirkung. Putin wurde für Erfolge gelobt, die seine Vorgänger ermöglicht haben. Seine Politik hat das Gegenteil bewirkt. Faktische Verstaatlichung, Förderung höriger Oligarchen und des Rohstoffsektors, Gängeln der Presse, Abschaffen von Freiheit und militärische Abenteuer haben Russland geschwächt und in Abhängigkeit von Rohstoffpreisen getrieben.

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juergw. 22.02.2017, 17:24
15. Danke für den Ratschlag...

Zitat von grbxx
Früher oder später ist es sowieso soweit, und Russland kann das nur mit neuen Produkten ersetzen. Diese setzen freies Denken, funktionierendes Recht und einen freien Markt voraus.
habe meine Gasheizung stillgelegt-wozu gibt es Bäume,hinein mit selbigen in den Ofen.Freies Denken und etc.wie gut das funktioniert
sieht man ja in den Südländern der EU. Zum Beispiel in der Wiege der Demokratie in Griechenland.

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Alvy Singer 22.02.2017, 17:25
16.

Ist der Artikel ernst gemeint? Kommt mit der Attitüde, dass alle anderen nichts kapiert haben aber jetzt ist ja der geballte Sachverstand von SPON da. Jeden Absatz zu kommentieren wäre eine Beleidigung des Lesers, denn es ist zu offensichtlich. Dass Wirtschaftssanktionen keinen Rückgang im Außenhandel mit Deutschland bewirkt hätten, denn der Handel gehe ja auch mit Weißrussland zurück - das Argument ist Schwachsinn hoch zehn, denn eine durch Sanktionen geschwächte Wirtschaft kauft auch in anderen Länder weniger ein. Beim Ölpreis nimmt man natürlich den höchsten Punkt zum Vergleich wie ein Bankvertreter mit Chart mit ausgewähltem Zeitfenster, der einem einen Fond andrehen will. Und warum sollte die Investitionsphase in Russland zuende sein? Der Artikel ist schwach von Anfang bis Ende, also typisch Spiegel, aber was schreibe ich hier lange herum, denn Spiegel veröffentlicht eh keine abweichende Meinungen.

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forumgehts? 22.02.2017, 17:27
17. In

Russland könnte man allerdings inzwischen auch bemerkt haben, dass "made in Germany" auch in Lübke-Englisch mit "in D steckt der Wurm drin" übersetzt werden könnte und man deshalb anderweitig nach Lieferanten sucht.

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HerrPeterlein 22.02.2017, 17:28
18. Verschenken wir den Markt weiter an China

Verschenken wir weiter fröhlich Marktanteile an China, damit die dann auch in Europa fröhlich angreifen können. Für Sanktionen die nichts bringen und China völlig egal sind.

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placatus 22.02.2017, 17:29
19. Ahem...

@ SPON - eine etwas tiefere Reschersche ist heut zu Tage doch nicht schwer?
Weissrussland exportiert seit 2014 nicht nur nach Russland deutlich weniger. Alle Exporte in die ehemaligen GUS Statten sind stark eingebrochen. Die Gründe liegen teilweise in steigenden Kosten => steigenden Preisen und anderen Bereichen. Alles NUR auf die Wirtschaftsschwäche Russlands zurückzuführen ist sehr kurzsichtig.

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