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Sanktionen: Wie wichtig ist der Iran-Handel wirklich für Europa?
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Die deutsche Wirtschaft läuft Sturm gegen Washingtons Forderung, ihr Iran-Geschäft abzuwickeln. Ein Überblick über die Handelsbeziehungen mit Teheran in Grafiken.

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Roethig.hb 09.05.2018, 17:01
10.

Die Höhe des Anteils am EU Außenhandel : mit den USA 20%, mit dem Iran 0,6%. Klar, da mache ich doch zukünftig trotz US Sanktionen Geschäfte mit dem Iran und nicht mehr mit den USA. Bis zu 20% weniger EU Außenhandel, durch Wegfall der Geschäfte mit den USA, dafür ein tolles Gefühl der moralischen Überlegenheit...

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Georg E. 09.05.2018, 17:07
11. Den Druck von...

...irgendwelchen Europäischen und amerikahörigen Banken weichen?
Oder mal auf die Amis pfeifen und eine eigene Euro-Iranpolitik machen?
Mit mehr diplomatischem Geschick als Trump würde für Europa und dem Iran mehr herausspringen als wenn die Amis am Ruder sind...

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Dengar 09.05.2018, 17:12
12. Millionen?

Bei den Zahlen in der Eurostat-Grafik handelt es sich nicht um Millionen, sondern Milliarden. Zusätzlich bleibt festzustellen, dass vorrangig der Iran von den Sanktionslockerungen profitiert hat, weil der Export von Erdöl und seinen Derivaten massiv angestiegen ist. Und genau das ist den USA ein Dorn im Auge.
Hier sind die Zahlen für die einzelnen Branchen von 2007 bis 2017:
http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2006/september/tradoc_113392.pdf

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Gottfried 09.05.2018, 17:20
13. Was sagt eigentlich der neue Napoleon,

zu dieser neuen Entwicklung. Macron hat doch bestimmt schon gewusst , dass Trump das durch ziehen wird, ganz egal was die Europäer darüber denken. Merkel hat sich wie immer verschlüsselt aus gedrückt. Auch wenn sie länger darüber gesprochen hätte, hätte man nicht fest stellen können, was sie wirklich machen wird. Nicht ohne Grund hat Trump die Drohungen mit Zöllen bis Anfang Juni aus gesetzt. Diese Denkpause wird die Entscheidung der EU zum Iran Vertrag helfen, das Richtige zu tun. Sie werden alle umfallen, ganz egal wie hoch der Schaden für die Wirtschaft auch sein wird .

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Beat Adler 09.05.2018, 17:27
14. Diplomatisches Geschick? Nein! Einheimsen von Profiten!

Zitat von Georg E.
...irgendwelchen Europäischen und amerikahörigen Banken weichen? Oder mal auf die Amis pfeifen und eine eigene Euro-Iranpolitik machen? Mit mehr diplomatischem Geschick als Trump würde für Europa und dem Iran mehr herausspringen als wenn die Amis am Ruder sind...
Diplomatisches Geschick? Nein! Einheimsen von Profiten! Ohne Profite keine Arbeistplaetze, keine Sozialleistungen, keine Steuern. Wer will das? Bei welchem Geschaeft springt mehr heraus bei einem Boykott gegen die USA oder einem Boykott gegen den Iran?
mfG Beat

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fackelimohr 09.05.2018, 17:34
15. Warmlaufen für den Krieg

Die USA drohen unverblümt mit Regimewechsel im Iran. Damit zielen sie auf einen Krieg mit dem iranischen Regime, genauso wie es mit Saddam Hussein praktiziert wurde. Und was kommt danach? Noch mehr Chaos und Blutvergiessen. Und Europa wird damit noch mehr Probleme vor der Haustür bekommen: Flüchtlingströme werden von neuem anschwellen, und der internationale Terrorismus wird weiteren Aufwind bekommen. Damit passt dann alles besser in Donald Trump's Weltbild, und ISIS wird noch besser rekrutieren können.

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noworriesmate 09.05.2018, 17:48
16. Und China ?

Was ich nicht verstehe: warum reden alle nur von der EU ? China ist inzwischen der mit Abstand größte Handelspartner des Iran, mit einem Exportvolumen von 60 Milliarden Euro. Bei uns kuschen die Banken vor den USA dass es nicht zu glauben ist. Wir können - als mittelständisches Unternehmen - nicht einmal Zahlungen aus dem Iran erhalten, ohne Kredite zu wollen ! Da können Wirtschaftsminister noch so schöne Show Besuche im Iran abhalten wenn anschließend nicht einmal einfachste Geschäfte abgewickelt werden können. China hat einen riesigen Handelsüberschuss mit den USA und „traut“ sich trotzdem mit dem Iran große Geschäfte abzuwickeln. Vielleicht sollten sich die europäischen Politiker mal diese Haltung aneignen.

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Ottokar 09.05.2018, 17:49
17. Es ist nicht wichtig

gross der Handel mit dem Iran ist sondern das uns ein ausländischer und fremder Staat vorschreiben will mit wem Deutschland Handel treiben will. Sich in dem Fall auf die deutsche Regierung zu verlassen wird ganz schnell feststellen wie verlassen er ist. Meine Hoffnung liegt dabei auf anderen politisch unabhängigen innerhalb der EU. Wenn das so weitergeht wie es angesagt ist dann sollen die deutschen Unternehmen schon mal ihre Investitionen in den USA abschreiben.

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joG 09.05.2018, 17:58
18. Die Frage sollte eigentlich sein....

....was die Europäer sich oder gar wir uns denken jetzt so zu schimpfen. Wir haben die Amis die internationale Sicherheit mit Geld und das Leben Tausender ihrer Kinder alleine bezahlen lassen während wir sie dauernd moralisierend anklagten. Während dessen verwendeten wir die so gesparten Gelder und miese Tricks (Bestechung, Betrug) um gegen sie konkurrenzfähiger zu sein. Wir stärken einen Autokraten, der gegen die Amis (und generell gegen die demokratische Ordnung) assymetrischen Krieg führt. Was erwarten wir denn? Dass Politiker ihre Position durch Anfeindungen gegen den ungeliebt gemachten Trump festigen wollen. Aber, dass das Publikum sich so ins Dunkel führen lässt, ist gefährlich irrational.

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gandhiforever 09.05.2018, 17:59
19. Die USA entschaedigen Europa

Es wird immer deutlicher, dass es die Kriegssuechtigen, angefuehrt vom VerFuehrer Trump, der auf Netanjahu hoert, und die bereits bekannten Bolton und Pompeo, darauf anlegen, einen weiteren Kriegsschauplatz zu erstellen.

die Europaeer sind nicht der gleichen Meinung wie der Dominator Washington, werden aber kaum wi8rkungsvoll dagegen opponieren.

Ausserden ist ja bekannt, dass Washington die Europaeer fuer den wegen seiner Politik entstehenden Schaden in der Form von Fluechtlingen
"entschaedigen" wird.

Ich verstehe sowieso nicht, wieso die EU, wenn Trump auf das ungleiche Handelsvolumen hinweist, nicht die Kosten fuer die Bewaeltigu7ng der von den USA ausgeloesten Fluechtlingsstroeme in die Diskussion einbringen.

Es darf doch nicht angehen, dass der, der sie verursacht, sich nicht an den Kosten beteiligt.

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