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SAP-Chef Apotheker: Abgang eines Ungeliebten

Der Blitzrücktritt von SAP-Chef Léo Apotheker war ein kalkulierter Rausschmiss: Der Manager passte nicht zur Kultur des Software-Konzerns - und brachte Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen gegen sich auf.

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berlin_rotrot 08.02.2010, 19:24
1.

die sapler können doch forh sein dass in ihrem weltweiten it konzern das headquater noch in walldorf sitzt. in der globalen it welt lässt sich alles leicht outsourcen und die abap (sap programmier sprache)entwickler in der slowakei und indien sind nicht weniger talentiert aber arbeiten billiger.

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gschober 08.02.2010, 19:30
2. SAP als Uebernahmekandidat?

Food for thought...

Etwas was im Spiegel-Artikel nicht angesprochen wird, ist ob SAP als eigenstaendiges Unternehmen ueberhaupt noch ueberlebenfaehig ist.

http://www.businessweek.com/news/201...-correct-.html

In diesem Beitrag in der amerikanischen Business Week wird offen darueber spekuliert, dass SAP nicht mehr viele Optionen besitzt.

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rotverschiebung 08.02.2010, 19:45
3. To be continued...

Léo Apotheker hat unstreitbar Qualitäten, ansonsten wäre er nicht über 20 Jahre im Unternehmen gewesen und das durchaus erfolgreich. Die Frage ist eher, ob er am Ende an der richtigen Stelle war. Und das war er definitiv nicht. Dafür hat er leider zu oft den falschen Ton getroffen.

Was nahezu untergeht: Ein anderes Vorstandsmitglied ist ebenfalls ausgeschieden. Jetzt kann man mutmaßen, warum.

Die Nachhaltigkeit der neuen Doppelspitze kann aus meiner Sicht in Frage gestellt werden. Was das Unternehmen dringend bräuchte, wäre ein hochkarätiger Manager von außerhalb. Es muss kein Techie sein aber jemand, der sowohl auf Augenhöhe mit den Entscheidern der ganz großen Kunden ist als auch den Respekt des Mittelstandes genießt.

Es gibt derzeit eine recht gute Option auf dem Markt...

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rotverschiebung 08.02.2010, 19:48
4. Nichts Neues...

Zitat von gschober
Food for thought... Etwas was im Spiegel-Artikel nicht angesprochen wird, ist ob SAP als eigenstaendiges Unternehmen ueberhaupt noch ueberlebenfaehig ist. In diesem Beitrag in der amerikanischen Business Week wird offen darueber spekuliert, dass SAP nicht mehr viele Optionen besitzt.
Diese Spekulationen gibt es seit soooo vielen Jahren. Selbst wenn SAP nicht viele Optionen besitzt (wofür?), es gibt noch weniger Optionen für einen potenziellen Käufer...

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Durchschnittsbürgerin 08.02.2010, 19:57
5. Ein toller Hecht

Komisch, der Herr ist doch ein unglaublich toller Hecht. Siehe (Werbe-)Video:

http://www.sap-tv.com/der-tag-an-dem...ceo-wurde/2954

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b00nlander 08.02.2010, 19:59
6. outsourcing qualifizierter arbeit

Zitat von berlin_rotrot
in der globalen it welt lässt sich alles leicht outsourcen und die abap (sap programmier sprache)entwickler in der slowakei und indien sind nicht weniger talentiert aber arbeiten billiger.
wenn man keine Ahnung hat, ... :)

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Berta 08.02.2010, 20:01
7. Diese arroganten

Schnösel Edel Manager mit randloser Designerbrille und piekfeinen Zwirn
meinen alles mit der Brechstange lösen zu müssen.
Herrenmenschen sagt man dazu.

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gschober 08.02.2010, 20:03
8. Uebernahme

Zitat von rotverschiebung
Diese Spekulationen gibt es seit soooo vielen Jahren. Selbst wenn SAP nicht viele Optionen besitzt (wofür?), es gibt noch weniger Optionen für einen potenziellen Käufer...
Das Geruecht ueber eine potentielle Uebernahme und der Link zur Business Week waren genau das was ich in meiner Einleitung gesagt habe: "food for thought". Ich bin keineswegs Insider genug um mir anzumassen ueber SAPs Zukunft zu urteilen ;).

Stimmt, die Geruechte gibt es seit Jahren, der Unterschied ist nur, dass SAP in der Vergangenheit in einer starken Position war, was heute vielleicht ein wenig anderst aussieht.

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Odde23 08.02.2010, 20:09
9. Aw

Apothekers personeller Führungsstil war nicht gerade das, was ein Software Konzern braucht, der erfolgreich neue Produkte auf den Markt bringen muß um nicht geschluckt zu werden. Um das zu schaffen müssen sie erreichen, dass sich der Entwickler mit dem Unternehmen indentifiziert. Das war bei SAP jahrzehnte der Fall, doch heute identifiziert sich nur noch jeder 2. Mitarbeiter weltweit mit dem Konzern. Da wurde viel Porzelan zerschlagen, würde ich sagen.

Auch der Umgang mit den Kunden, in der größten Wirtschafftkriese der letzten 100 Jahre, einfach die Supportkosten um 5% zu erhöhen, ist wahrlich keine unternehmerische Meisterleistung. Zumal wenn man bedenkt, dass der Support dazu nicht besser wurde und zudem großteils ins Billiglohnland Indien ausgelagert wurde.

Apotheker hat es einfach nicht geschafft zu begeistern weder bei den Kunden noch bei den Mitarbeitern. So kann kein wachstum genereirt werden und der Konzern kommt in Gefahr durch Mitbewerber übernommen zu werden. Die Personalie Apotheker abzuwickeln, war daher die richtige Entscheidung des Aufsichtsrats. Hoffen wir, dass SAP nun wieder zur Ruhe kommt.

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