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SAP-Chef Apotheker: Abgang eines Ungeliebten

Der Blitzrücktritt von SAP-Chef Léo Apotheker war ein kalkulierter Rausschmiss: Der Manager passte nicht zur Kultur des Software-Konzerns - und brachte Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen gegen sich auf.

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barrakuda 08.02.2010, 22:13
20. Titel

Zitat von _walther_
Hat eigentlich irgendjemand mal Erfahrungen mit Outsourcing von Programmierarbeiten gemacht? Könnte mir gut vorstellen, dass man am Ende drauflegt.
Kann passieren, muss aber nicht...

Bei größeren Projekten für Individualsoftware (für größere Unternehmen) kann man als Anbieter häufig kaum noch konkurrieren, falls man nicht einen gewissen Offshore-Anteil mit einrechnet/anbietet. Die meisten größeren Dienstleister haben deshalb eigene Abteilungen in Ländern mit niedrigerem Lohnniveau, manche im osteuropäischen Raum (Polen, Tschechien, Rumänien; nicht ganz so hohe Lohnunterschiede, dafür kulturell näher und meinesachtens auch bessere Qualität), manche eben in Indien, Bangladesch (hohe Lohnunterschiede, dafür auch starke kulturelle Unterschiede). Von der Qualität in Indien habe ich bislang eher einen negativen Eindruck, wobei es auch da natürlich fähige Leute gibt, auch im indischen SAP-Support.

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_walther_ 08.02.2010, 22:40
21. Ibm

Zitat von MarianTremmel
IBM beschäftigt mittlerweile in Indien 100 000 Angestellte für Development & Support. Diese Entwicklung findet seit etlichen Jahren statt Wenn das kein Erfolgsmodell wäre, hätte es IBM schon längst gecancelt.
Najagut IBM, die planen auch langfristig und ziehen da ganze Abteilungen hoch. Die schicken wenn nötig Experten rüber un bilden sicher den eigenen Nachwuchs dort aus. Das sollte man eher als eigenständige Entwicklungsabteilung betrachten. Ging mir auch nicht darum, die Fähigkeiten irgendwelcher Inder in Frage zu stellen, sondern um die Vorstellung, mal schnell eine Software dort schreiben zu lassen.

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Opsat 08.02.2010, 22:57
22. Och nee,

Zitat von emmet
Wahrscheinlich erklärt "Klein-Berta" so die Welt. Unwissenheit, Sozialneid und Hörensagen. Das ist noch weit unter "Bi*d-Zeitungsniveau".
schon wieder die Leier vom Sozialneid...

Hab ich eigentlich ihre fundierte Meinung zum
Thema übersehen - wo vor oben genannter Beleidigung
kam die?

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sap_ler 09.02.2010, 00:01
23. Zustimmung!

Zitat von Wolf_68
Das Resultat ist wie folgt: Anstatt wie vorher der Telefonhörer zu nehmen, die Kollegen anrufen und das Problem in kurzer Zeit zu lösen....
Guten Tag,
dem stimme ich aus der Praxis kommend 100% zu!
Mfg

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Kelnor 09.02.2010, 00:02
24. Die Branche der Außenseiter?

Ich weiß ja nicht ob der Journalist seinen einleitenden Absatz wirklich ernst meint, aber falls ja, ist das der größte Blödsinn seit Erfindung des Z1. Die IT-Branche besteht schon lange nicht mehr aus sozialen Pariahs die in dunklen Kellergewölben seitenweise Code in verdreckte Tastaturen einhacken - falls dieses dusselige Klischee sowieso je zutreffend war. Sicherlich hat man auch in diesem Geschäft die üblichen Soziopathen und Kellerkinder, diese stellen jedoch die Minderheit.

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sap_ler 09.02.2010, 00:07
25. Anmerkung!

Zitat von sogos
Es kommt extrem darauf an, was man outsourced. Wer denkt, dass die einzigen fähigen Programmierer in Westeuropa & Nord Amerika sind, liegt da gewaltig falsch. Es gibt viele fähige Coder, zB in Osteuropa, aber auch in China & Indien. Das Problem ist aber, dass viele Firmen erwarten, dass Sie einfach....
Es gibt wieder den starken Trend zum In-Sourcing und das ist aus meiner Sicht (SAP seit Anfang 90ig) auch gut so!
Man muss auch Unterschiede machen. Während eines Projektes braucht man externe Mitarbeiter. Bei diesen handelt es sich auch oft um Mitarbeiter aus Niedriglohnländern (anders würden die Beratungsfirmen oftmals nicht auf Ihren 'Schnitt' kommen). Allerdings muss man da sehr auf die Qualität achten. Ist das Projekt abgeschlossen halte ich nicht sehr viel von Outsourcing. Ein ERP System bzw. die Prozesse die diese System abbildet gehört mit zu den Kernkompetenzen eines Unternehmens und es ist immer besser das Wissen in Mitarbeiter zu investieren die im Unternehmen verankert sind und dort einen 'Mehrwert' schaffen, als Geld für ‚günstige‘ ‚Mitarbeiter‘ aus zu geben, die mit dem Unternehmen eigentlich nicht verbunden sind.
Mfg

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spiegeldich 09.02.2010, 00:25
26. Hr. Apotheker hat viel versprochen, doch sehr wenig erreicht. Mittelstand ja oder

Zitat von sysop
Der Blitzrücktritt von SAP-Chef Léo Apotheker war ein kalkulierter Rausschmiss: Der Manager passte nicht zur Kultur des Software-Konzerns - und brachte Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen gegen sich auf.
nein?

Viel angekündigt hier, aber nichts erreicht. Was sagt nun Herr Hopp dazu?

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Bernd.Brincken 09.02.2010, 00:35
27. Technologie

Die Geschichte von dem technik-unkundigen Kaufmann, der den notwendigen technischen Fortschritt bremst, klingt plausibel und gibt eine gute "Story".

Tatsächlich war SAP nie technologisch führend oder gar in der IT-Welt als besonders fortschrittlich angesehen. Wesentliche Entscheidungen auch bei der Produktpolitik wurden sichtbar mit kaufmännischer Perspektive getroffen - und eine strukturell saubere Umsetzung dabei vernachlässigt.
Dem Erfolg hat das keinen Abbruch getan, offenbar kann es die Konkurrenz meist auch nicht besser.

Nur - das Ausscheiden des Herrn Apotheker kann kaum daran gelegen haben, dass er die falsche Brille trug...

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nuschelsud 09.02.2010, 03:35
28. Antisemitismus!

Zitat von Berta
Schnösel Edel Manager mit randloser Designerbrille und piekfeinen Zwirn meinen alles mit der Brechstange lösen zu müssen. Herrenmenschen sagt man dazu.
Die Ablösung von Herrn Apotheker ist nichts als bösartiger, eliminatorischer Antisemitismus! Potente Geschäftsleute aus der muslimisch-arabischen Welt, mutmaßlich Timbuktu (wo es noch nictmal zuevrlässig Strom gibt) haben massiven Druck auf Plattner ausgeübt. Und der ist eingeknickt aus lauter Geldgier!

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matbhm 09.02.2010, 04:53
29. Zeit wird's!

Wieder einer weniger von jenen, die der Konzern, die Gesellschaft, die Umwelt, das menschlich Gedeihen schlicht überhaupt nicht interessiert, die nur für ihr Ego leben, denen nichts anderes zählt, als die eigene Karriereleiter, die nur bestiegen werden kann, wenn man gnadenlos auf Rendite macht. Verkaufen, verkaufen, verkaufen - nötigenfalls die eigenen Mitarbeiter, die Ehefrau, die Kinder usw. Die Hauptsache, wir haben abgezockt. Und: Die Karawane zieht weiter! Will sagen: Wir machen das zwei, drei Jahre, SAP macht Kasse - und wenn sich die Folgen zeigen, weil die Kunden abziehen, dann zieht man selber weiter. Man hat sich ja einen Namen als Renditemeister gemacht, jeder will einen haben, damit die Rendite stimmt. So hat damals Lopez bei GM und VW gewirkt. Und das Geheimnis (seines vermeintlichen) Erfolges: Kunden ihrer Rechte berauben, die Zulieferer bütteln bis zur Unerträglichkeit usw. Und wenn dann die Zulieferer eine grässliche Qualtität liefern, sind wir als Renditemeister längst beim nächsten Konzern, um ihn zu "sanieren". Setzt den Egomanen eine Ende. So gesehen ist mir Hasso Plattner äußerst sympatisch!

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