Forum: Wirtschaft
Saturn und Mediamarkt: Metro-Tochter greift Kundendaten ab
DPA

Der Metro-Konzern steigt nach seiner Aufspaltung ins Online-Werbegeschäft ein. Eine Tochter sammelt künftig Daten von Kunden bei Media Markt und Saturn. Es wartet ein einträgliches Geschäft.

Seite 1 von 4
verbal_akrobat 02.02.2017, 07:57
1. Jeder Stammkunde bei MM & Saturn

...hat seine persönlichen Daten im dortigen jeweiligen Hauseigenen System hinterlegt. Zur einfacheren Belegerstellung über die Jahre...
Bei der erstmaligen Erfassung der Daten, wird allerdings der Kunde bis dato darauf hingewiesen, dass ja keine personlisierte Werbung verschickt wird aus den beiden Unternehmen! (Soweit mir bekannt kein Pasus in den AGB`s, keine Unterschrift zur weiteren Genehmigung seitens des Kunden)
Frage an die Forumsgemeinde, dürfte mit Hilfe dieser seit Jahren hinterlegten Millionendatensätze, diese versandt - sprich, durch geführt werden?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_3139848 02.02.2017, 08:02
2.

Danke für diesen Artikel, dann weiss ich ja, wo ich Online bestimmt nicht einkaufen werde!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wll 02.02.2017, 08:08
3. Kein Titel

Wieder ein Grund mehr, Firmen dieser Unternehmensgruppe zu meiden.

Und wie soll es bitte funktionieren, Kunden "gezielt anzusprechen", wenn die Daten angeblich "anonymisiert ausgewertet" werden? Passt irgendwie nicht zusammen, nicht wahr? Entweder die werten die Daten der Schwesterunternehmen anonymisiert aus, dann dürfte das Kontaktieren der Kunden schwierig werden. Oder die haben die kompletten Kundendaten einschließlich Kundenstamm, dann kann man aber wohl schwerlich von anonymisierten Daten sprechen. Und was sagt eigentlich das Bundesdatenschutzgesetz dazu, fremden Unternehmen Zugang zu den eigenen Kundendaten zu gewähren? Ich glaube kaum, dass die Kunden von Saturn, Media Markt oder Redcoon dem zugestimmt haben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
themistokles 02.02.2017, 08:08
4.

Zitat von verbal_akrobat
Frage an die Forumsgemeinde, dürfte mit Hilfe dieser seit Jahren hinterlegten Millionendatensätze, diese versandt - sprich, durch geführt werden?!
Einfache Antwort: Ja. Zwischen diesen Kunden und der MSH besteht eine Geschäftsbeziehung. Die beiden Häuser dürfen ihre Kunden problemslos anschreiben.

Etwas anderes ist die Weitergabe der Daten und die Verarbeitung zu Werbezwecken. Dieses Metier ist aber leider seit Jahren schon eine rechtliche Grauzone. Hier klaffen teilweise erhebliche Lücken in der Gesetzgebung, welche die Firmen auch rege ausnutzen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mantrid 02.02.2017, 08:25
5. Meine Zielgruppendefinition

Ich will vor allen Dingen nicht mit Werbung zugepflastert werden Im Extremfall kaufe ich sogar Produkte deshalb nicht, weil mir deren Bewerbung auf den Sender geht. Und wer meinen Briefkasten, egal ob elektronisch oder real, übermäßig mit Werbung zumüllt, ist mich garanteirt als Kunden los.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
laracrofti 02.02.2017, 08:37
6. Werbung und dergleichen

sollte man vielleicht schön in einem DINA4-Umschlag stecken, Adresse der M-S Zentrale draufschreiben mit der Bemerkung "Porto zahlt Empfänger" und in den nächsten Briefkasten ... soll sich die liebe Post mit den M-S ler rumärgern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fluxus08 02.02.2017, 09:02
7. Lassen Sie mich raten,

Zitat von spon_3139848
Danke für diesen Artikel, dann weiss ich ja, wo ich Online bestimmt nicht einkaufen werde!
Sie sind eifriger Nutzer von Google, unbezahlten Apps, bestellen bei Ebay und Amazon und besitzen ein Profil auf Facebook?

Solche selbstgerechten Kommentare wie die Ihren habe ich schon oft genug gehört. Bei genauerer Betrachtung stellt es sich dann meistens heraus, dass gerade diese Leute ihre Daten schon längst freiwillig einer Datenkrake übereignet haben, weil sie alles für umsonst abgreifen und sich keinerlei Gedanken machen, dass das Geschäftsmodell gerade der oben genannten Unternehmen darauf basiert, mit Ihren Daten Geld zu verdienen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nic 02.02.2017, 09:08
8.

Zitat von themistokles
Einfache Antwort: Ja. Zwischen diesen Kunden und der MSH besteht eine Geschäftsbeziehung. Die beiden Häuser dürfen ihre Kunden problemslos anschreiben. Etwas anderes ist die Weitergabe der Daten und die Verarbeitung zu Werbezwecken. Dieses Metier ist aber leider seit Jahren schon eine rechtliche Grauzone. Hier klaffen teilweise erhebliche Lücken in der Gesetzgebung, welche die Firmen auch rege ausnutzen.
"Die beiden Häuser dürfen ihre Kunden problemslos anschreiben."

Dem kann man sicher widersprechen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frenchie3 02.02.2017, 09:15
9. Ach ja, der mündige Bürger

Werbung ist kein Kaufzwang. Bei Amazon bekommt man schon lange ergänzende Produkte bei der Suche (andere Kunden haben auch gekauft....) angezeigt. Es hat sich sogar schon rausgestellt daß das eine sinnvolle Ergänzung des Kaufs war. Nicht dieser spezielle Artikel, aber die Art. Ich sehe Reklame unter den Gesichtspunkten "was ist neu, was kostet was" um eine Idee zu haben wenn ich was brauche. Letztlich habe ich mir mal Bilder von Harley Davidson angesehen, prompt gab es im Motorradforum Reklamebanner von Harley. Was soll ich sagen - ich hab mir dann echt Keine gekauft

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4