Forum: Wirtschaft
Saudi-Arabien: McKinsey soll Königshaus beim Kampf gegen Kritiker geholfen haben
DPA

Brisante Enthüllung der "New York Times": Das US-Beratungsimperium McKinsey soll dem Regime in Saudi Arabien Namen von Kritikern genannt haben - einige wurden verhaftet. Der Konzern zeigt sich bestürzt.

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voiceecho 21.10.2018, 13:52
20. Natürlich..

haben sie nichts gewusst, denn wenn man solche Aufträge aus der Muster-Demokratie Saudi-Arabien weiß man natürlich, dass der Auftrag nur für statistische Zwecke genutzt wird und die Führung in Riad keinerlei böse Absichten in Schilde führt.
Auch wenn der Auftrag von einem „privaten“ Unternehmen gekommen wäre, ist es naiv zu glauben, dass nicht staatlichen Institutionen dahinter stecken, in solchen Ländern ist es jedem bekannt, dass so ist!
Absolut beschämend, man kann nicht so viel essen, wie man k***en möchte!

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vliege 21.10.2018, 13:53
21. Gespielte Empörung seitens McKinseys

Was dachten die Berater denn was ein Staat wie SA mit den Informationen macht? So genannte "Beraterfirmen" mischen überall mit, Hauptsache die Bezahlung stimmt. Für McKinsey und Co zählen nur Geld und Macht. MMn sind Beraterfirmen eher etwas wie eine Schattenregierung, die die gesammelten Informationen an den Meistbietenden verscherbelt.

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blissball 21.10.2018, 13:57
22. wie immer

Man konnte nichts wissen, nicht ahnen....usw. die Saudis wussten erst nichts, dann wars ein Unfall ....alle plärren rum....und dann? Nichts. Wie immer. Wer will auch die Geschäfte mit den Saudis gefährden?

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gandhiforever 21.10.2018, 13:57
23. Konzern "bestuerzt"

McKinsey ist die fuehrende Beratungsfirma weltweit, wenn es Unternehmen darum ghet, ihre Organisation vorteilhaft umzukrempeln.

Auftraege nehmen sie gern entgegen und fuehren sie auch brav aus. So auch hier. Da nur betriebswirtlich gedacht wird, werden politische Auswirkungen der Arbeit nicht bedacht. Was der auftraggeber mit den Ergebnissen der Analyse macht interessiert in der Regel nicht.

Wenn man sich ploetzlich bei McKinsey bestuerzt zeigt, dann ist das dem eigenen Unbedachtsein zuzuschreiben.
Bestuerzt ist man dort primaer, weil die nicht erwartete "Nutzung" der eigenen Arbeit nun Folgen haben koennte fuer das Unternehmen.

Man hat Angst um die eigene Reputation, angst davor, dass sich das auch aufs Betriebsergebnis, den Profit, auswirken koennte.

Das ist die wahre "Bestuerzung".

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claudio_im_osten 21.10.2018, 13:59
24. Das kommt davon...

...wenn man seine eigenen Moralvorstellungen nur für den Sonntagsgottesdienst konserviert und danach weiter macht "as usual", wie das mit Saudi-Arabien seit Langem immer wieder geschehen ist.
In Saudi-Arabien herrscht eine mittelalterliche Führungsclique, die sich und ihre Familien-Clans bereichern ohne Ende und jeglichen Gegner gnadenlos vernichten. Das wissen wir seit Jahrzehnten. Im Unterschied zu solchen Diktaturen gibt es im Iran zwar auch einiges Mittelalter, allerdings wenigstens Wahlen.
Wie es dann mit den westlichen Werten steht, werden wir uns in den nächsten Wochen gut anschauen können. Das gilt gerade für unsere Regierungskoalition: Nachdem diese zum Thema nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft jede Glaubwürdigkeit komplett an die Grünen abgegeben haben, könnte jetzt durchaus die nächste Runde eingeläutet werden: Mit der üblichen Positionierung im Konflikt Business versus Wertesystem dürften sich die nächsten 10-15 Prozent der Wähler/-innen für immer von den etablierten Parteien verabschieden.

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marcoleonti 21.10.2018, 14:12
25. agefahren...(@neutron76)

Ja, die Saudis (i.e. Mohammad bin Salman Al Sa'ud = MbS) haben mal gerade uebehaupt nichts im griff - weder freund noch feind. Es basiert alles ouf outsourcing und dekadenz. Es sollte deshalb fuer die weltgemeinschaft einfach sein den KSA fuehrungszirkel um MbS international zu isolieren und eine politische wende herbeizufuehren. Insbesondere auch weil der grosse rest der saud familie nicht den kurs von MbS zu vertreten scheint aber unglaublicherweise von MbS kaltgestellt wurde...

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romeov 21.10.2018, 14:14
26. Die USA ist Weltmeister

...in der Desinformation und in der Destabilisierung weltweiter Regionen. Das bekommt vor allem Russland und die ganze arabische Welt zu spüren. Sie haben mit ihrer Politik Millionen von Menschen in die Flucht getrieben für die sie nicht die Bohne Verantwortung übernehmen, es sei den, man kann mit ihnen irgend ein Geschäft machen.

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decathlone 21.10.2018, 14:16
27. Ekelhafte Gier...

"McKinsey zeigte sich in einer Erklärung bestürzt. Das Unternehmen sei "entsetzt" von der Möglichkeit, dass der Bericht missbraucht worden sein könnte." Was denken die denn, weshalb so ein Papier bestellt wird? Demokratische Länder sollten die Büros dieser Firma zumachen und die Geschäftserlaubnis verbieten.

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n.strohm 21.10.2018, 14:20
28. Wenn diese

Angstmacherei vor "einem nicht gemachten (Waffen)Geschäft und dem damit vielleicht einhergehenden wirtschaftlichen Abschwung oder einer vielleicht auch nur einer klenen Korrektur in der Wallstreet" endlich aufhört, dann wäre Vieles einfacher.

Liebe Regierungen, Lobbyisten und Börsianer seht ihr eigentlich wohin eure Gier nach dem nächsten Geschäft führt ?

Wahrscheinlich nicht, denn Schuld sind immer die Anderen.

Ist McKinsey eigentlich so blöd, dass Sie nicht wissen was der Geschäftspartner mit den Daten anfangen könnte, oder hält McKinsey den Empfänger ihrer Entschuldigung für so einfältig ?

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harms 21.10.2018, 14:23
29. interessant...

wie jüngst zu lesen war arbeitet ein Sohn "unserer" Verteidigungsministerin - genau: "Flinten-Usch vdL" in leitender Postition bei McKinsey.
Ich glaube aber nicht, dass es da Interessenkonflikte bei Rüstungsgeschäften mit SA gibt und sich UvdL irgendwie von der Expertise ihrês tüchtigen Sohnes beeinflussen lässt. *Ironie off*

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