Forum: Wirtschaft
Saudi-Arabiens Mega-Projekt "Neom": Phantasia für den Prinzen
AFP

Ein neues Hightech-Land, mit eigenen Gesetzen und vielen Robotern: Das soll "Neom" sein, die Zukunftsvision des saudischen Kronprinzen. Umsetzen soll sie ein Deutscher. Darum geht es bei dem Mega-Projekt.

Seite 3 von 4
erwin9 29.10.2017, 08:57
20. Disneys Visionen

Ich gebe dem Projekt wenig Chancen. Eine Ideale Megastadt - solche Ideen gab es,auch Ende der 60iger im Westen. Ein prominenter Vertreter eines solchen Megaprojektes ist z. B. Disney, der ebenfalls eine riesige ideale Stadt bauen wollte, auf dem Höhepunkt dessen, was technisch machbar war. Auch in Asien gibt es solche Beispiele. Disneys hochfliegende Vision erwies sich trotz ausgewiesenem Knowhow als Rohrkrepierer par Excellence und kam nicht vom Reißbrett herunter. Andere Städte wurden zwar realisiert (siehe Asien), funktionieren aber nur als Ausstellungsstück und sind gähnend leer. Der Denkfehler ist dabei ist, Menschen als konforme Masse zu betrachten, die sich einem einzelnen Gestaltungswillen unterwerfen. Das mag vielleicht für Stadtteile - wo man die Wahl hat , auch woanders zu wohnen - funktionieren, nicht aber für größere Städte. Geplante Städte sind übrigens fast immer ein Ausdruck der Selbstüberschätzung eines Alleinherrschers. Das zeigt die Geschichte. Die Nazis planten ja auch so was. Ergebnis Rohrkrepierer. Es gibt nur wenige gelungene Beispiele aus der Zeit des Absolutismus (17.Jhdt). Die Regierungsform?
Bezeichnend! Siehe z. B. Mannheim.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merapi22 29.10.2017, 10:18
21. Mannheim bis Shenzhen = es kann gelingen

Zitat von erwin9
Ich gebe dem Projekt wenig Chancen. Eine Ideale Megastadt - solche Ideen gab es,auch Ende der 60iger im Westen. Ein prominenter Vertreter eines solchen Megaprojektes ist z. B. Disney, der ebenfalls eine riesige ideale Stadt bauen wollte, auf dem Höhepunkt dessen, was technisch machbar war. Auch in Asien gibt es solche Beispiele. Disneys hochfliegende Vision erwies sich trotz ausgewiesenem Knowhow als Rohrkrepierer par Excellence und kam nicht vom Reißbrett herunter. Andere Städte wurden zwar realisiert (siehe Asien), funktionieren aber nur als Ausstellungsstück und sind gähnend leer. Der Denkfehler ist dabei ist, Menschen als konforme Masse zu betrachten, die sich einem einzelnen Gestaltungswillen unterwerfen. Das mag vielleicht für Stadtteile - wo man die Wahl hat , auch woanders zu wohnen - funktionieren, nicht aber für größere Städte. Geplante Städte sind übrigens fast immer ein Ausdruck der Selbstüberschätzung eines Alleinherrschers. Das zeigt die Geschichte. Die Nazis planten ja auch so was. Ergebnis Rohrkrepierer. Es gibt nur wenige gelungene Beispiele aus der Zeit des Absolutismus (17.Jhdt). Die Regierungsform? Bezeichnend! Siehe z. B. Mannheim.
Es ist nicht die erste Vision eines Hitech-Staates, den man versehen mit Freihandel zu einem globalen Territorium umbauen will. Man sollte dieser Vision sehr Positiv gegenüber stehen und alte Vorurteile überwinden!
Eine bessere Zukunft und Reichtum für alle 7,5 Milliarden Weltbürger durch Umsetzung neuester Technologie ist möglich und sollte endlich umgesetzt werden.
Vor einigen Monaten hat China bekannt gegeben, nach Shenzhen ein neues Experiment umzusetzen: "Xiongan" nennt sich die Sonderwirtschaftszone, die Xi Jinping in der Provinz Hebei erricht, etwa 130 Kilometer südwestlich von Peking.
Auch hat es die Idee im Pazifik auf schwimmenden künstlichen Inseln, Hitech-Staaten zu errichten mit den neuesten an Technik und Möglichkeit für Forscher alles umzusetzen was in den Nationalstaaten unmöglich ist. Nicht zu verwechseln mit den Venus-Projekt von J. Fresco. http://www.ingenieur.de/Themen/Forschung/Schwimmende-Mikrostaaten-Hightech-Inseln
Im Süden von Malaysia, baut man an "Iskandar Malaysia", was die Fläche von Singapur verdreifachen wird, durch das Zusammenwachsen mit den Süden der malaysischen Halbinsel. Davon wird “Forest City" bald fertiggestellt sein.
Die Welt braucht mehr Projekte wie diese und damit mehr Optimismus, wenn wir uns mit Positiven beschäftigen, vergessen wir endlich den Nationalismus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
merapi22 29.10.2017, 10:28
22. Erfüllung findet man da wo Armut überwunden ist

Zitat von mopsfidel
Häuser und Straßen bauen, für gute Bildung und Gesundheitsversorgung sorgen, alles edel, alles sauber. Ja mit viel Geld geht das alles. Doch Inspiration oder Enthusiasmus kann man nicht mit klingender Münze aus dem Wüstensand zaubern. Ob sich die Bewohner in dem künstlichen Paradies glücklich und zufrieden fühlen werden? Wohl kaum. Erfüllung findet man nicht dort, wo einem automatisiert die gebratenen Tauben in den Mund fliegen.
Meine persönlichen Erfahrungen sind da konträr. Den Menschen geht es da am Besten, wo man Armut überwunden hat. Ist alles im Überfluss vorhanden, ist die Angst vor Fremden überwunden, dass diese uns was wegnehmen.
Dank mehr Wissen und neuer technischer Möglichkeiten wird unglaublich viel mehr Realität. Die Allermeisten ahnen doch gar nicht, das bald alle Krankheiten überwunden sind, wir dazu ewige Jugend und Leben erlangen. Viele meinen auch, das nur ein begrenztes Leben den Reiz ausmacht und sind erstmal dagegen. Aber wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass man im ewigen Sommer besser Leben kann und glücklicher ist, warum soll man dann Winter und Kälte ertragen?
Ich denke, erst wenn Tausende in diese neuen Hitech-Staaten abwandern, wird sich der Wunsch nach Veränderung/Verbesserung auch in DE und Europa regen. Sonnst bleibt alles beim Alten, das nie gut war!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
querulant_99 29.10.2017, 10:49
23. Dubai-XXXL

Zitat von outofgermany
Für 500 Milliarden eine Geisterstadt in die Wüste bauen, solange das von deutschen Firmen gebaut wird, Klasse. Anschließend ist Saudi Arabien dann pleite und niemand will in die Wüste ziehen, ich bestimmt nicht. Katar hat schon jede Menge leerstehende glitzernde Wolkenkratzer. Baut noch mehr davon bis die Petro Dollars weg sind.
Ich würde die Sache micht so pessimistisch sehen.
Es sollen ja allenfalls ein paar deutsche Firmen mitgestalten.
Die deutsche Bürokratie lässt man natürlich außen vor, sonst würde allein das Planfeststellungsverfahren für dieses Megaprojekt mindestens ein halbes Jahrhundert dauern.

Wenn dann ein paar glitzernde Wolkenkratzer am Bedarf vorbei geplant wurden, dann ist das alles halb so schlimm. Auch in Dubai gibt es viele leerstehenden Hochhäuser, aber das Ganze rechnet sich trotzdem. Dubai war vor einem halben Jahrhundert ein Fischernest von wo man mit Dhows aus Meer hinaus fuhr um nach Perlen zu tauchen. Heute ist Dubai eine florierende Metropole. Die Saudis planen offensichtlich ein Dubai-XXXL-

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zoroaster1981 29.10.2017, 11:05
24. Traumtänzer

Visionen sind ja schön und gut, aber das sind größenwahnsinnige Utopien, die an der Realität scheitern werden.

Ich kenne Saudi Arabien, habe dort schon gearbeitet und weiß, wie Großprojekte realisiert werden: das Ergebnis sind eine schlechte Bausubstanz, unzureichende Fundamente, Überflutung, wenn es denn ein Mal im Jahr regnet, ausgebeutete Arbeiter aus Indien und Bangladesh, die auch gerne mal boykottieren usw.

Aus Metropolis wird dann schnell ein Milliardengrab. Wenn es mal nicht funktioniert mit der automatischen Zustellung der Lebensmittel, weil irgendwas ausgefallen ist, dann kommt Erdung schneller als angenommen.

Dieser Größenwahn des Prinzen zeugt jedenfalls von Unreife. Die Konsequenzen müssen dann wieder die "Unteren" tragen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vipclip 29.10.2017, 12:09
25. Wo sind Deutschlands Visionen?

Wir haben jedes Jahr Milliardenüberschüsse aber bekommen nicht mal ein Flughafen gebacken und deutsche bauen in aller Welt Megaprojekte für andere nur bei uns klappt es nicht. Mehr Mut und Umsetzung in D wäre gut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MiniDragon 29.10.2017, 13:02
26. Jazirat Tiran; Sanafir -geostrategische Bedeutung!

Die vor ``Neom´´ liegenden, unbewohnten Inseln Tiran und Sanfir und die sie umgebenden Korallenriffe sind sicherlich nicht nur für Tauchtouristen interessant.
Auf Tiran gab es einst sogar schommal ne Airbase:
http://www.lib.utexas.edu/maps/middle_east_and_asia/strait_tiran_83.jpg (Googel weiß alles)

Und wenn es dort wirklich fast nie regnet : Ideale Voraussetzungen zur für Meerwasser- Entsalzungs und -Elektrolyseanlagen zur Gewinnung von Wasserstoff zur Synthese von Kohlewasserstoffverbindungen aus dem auch in der dortigen Atmosphäre überreichlich enthalten Kohlendioxid.

Wenn Geld keine Rolle spielt, ist alles möglich!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shodanpc 29.10.2017, 13:08
27. Umsonst wohnen und konsumieren...

....finde ich Klasse. :)
anders gehts ja nicht wenn alle Essentiellen arbeiten an Roboter übergeben werden. Also werden die Bewohner entweder ein BGE bekommen oder es ist halt alles für Lau, weil ja keiner dort Arbeit findet um Geld zu verdienen.
DAS ist wirklich mal ein Zukunftsprojekt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
von Hinnen 29.10.2017, 13:50
28. Weil die Afrikaner nichts anderes zu tun haben als zu schnackeln

sind solche Millionenstädte natürlich nötig. Zum Weiterschnackeln.

Nach 20 Jahren sind dann auch diese Neubaustädte nur noch Slums. Wie Lagos in Nigeria (18 Mio. Einwohner) in Nigeria.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hohnstein2016 29.10.2017, 13:58
29. @ 25.

In Deutschland gibt es keine Visionen... nur Talkshows und endlose Diskussionen ohne Ergebnisse. Die Chinesen bauen auch, wie hier schon beschrieben Forest City, eine Futuristische Zukunftsstadt neben Singapore. Dort sind 97% der Apartments schon verkauft. Nur von Deutschland aus bekommt man nicht viel mit wie schnell sich die Welt verändert. In Deutschland, Europa sind nicht nur die Flughäfen mittlerweile veraltet... Grüsse aus Beijing

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4