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Schäuble-Nachfolge: Gesucht: Finanzminister/-in, Griechisch-Kenntnisse von Vorteil
DPA

Mit der Nominierung von Wolfgang Schäuble als Bundestagspräsident wird in der Bundesregierung ein Topjob frei. Eine Stellenanzeige.

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Erwin S. 28.09.2017, 18:34
1.

"Sie verantworten den Haushalt der weltweit viertgrößten Volkswirtschaft und entscheiden über Ausgaben von derzeit rund 329 Milliarden Euro pro Jahr."

Öhm, Nein das tun Sie nicht. Das ist das ureigene Recht des gewählten Parlamentes, hier der Bundestag.

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bafibo 28.09.2017, 18:44
2. Sprachkenntnisse ...

Hilfreich wären zusätzlich Italienisch, Spanisch und Türkisch, auch Russisch, Polnisch und Ungarisch wären nicht von Übel. Und in allen Sprachen mindestens die passive Kenntnis des Schimpfwörterkatalogs (man muß ja auch wissen, wenn man beleidigt wird, und angemessen reagieren können)!

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ManeGarrincha 28.09.2017, 18:48
3. Ökonom

Zum Glück sind Lindner Politikwissenschaftler und Kubicki Jurist.

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St.Baphomet 28.09.2017, 19:04
4. @ManeGarrincha

Wie die langjährige Erfahrung mit Schäuble zeigt braucht man für diesen Job keine Kenntnisse in Ökonomie oder Finanzen.
Da kann man locker auch Trittin hinsetzen.
Starrsinnig wie Schäuble ist der allemal.

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sachsuli 28.09.2017, 19:20
5. Kein geeigneter Nachfolger

Ob es richtig war einen Minister wie Dr. Schäuble einfach - vermeintlich elegant- mit dieser Lösung zu entsorgen, um Platz für Herrn Lindner oder Herrn Kubicki zu schaffen, wird sich erst noch zeigen.
Tatsache ist, der derzeitige Finanzminister ist m.E., noch vor der Kanzlerin, das Beste was die Union aufbieten kann. In schwierigen Jahren, hat er mit enormer Disziplin, eisernem Willen und trotz schwerer Krankheit sein Amt als Finanzminister wahrgenommen. Hut ab!
Was jetzt nachkommen wird, muss sich an seiner Leistung messen lassen. Wenn sich der Finanzminister entschlossen hat, aus freien Stücken zu gehen sollte man dies auch so kommunizieren. Oder wird er etwa auf dem Altar der Koalitionsverhandlungen geopfert? Schade, wenn dem so wäre. Denn dann gäbe es wieder einen Grund mehr über die Linie der CDU nachzudenken. Denn je weiter sie sich von ihren konservativen Stammwählern entfernt, je beliebiger wird sie.

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D666D 28.09.2017, 19:27
6. Weiß nicht ...

... ob Kubicki griechisch kann!?!

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dirk1962 28.09.2017, 19:28
7. Schon der Gedanke

einen Mann im Alter von 75 Jahren noch einmal Minister werden zu lassen finde ich verwerflich. Deshalb ist die Ablösung von Schäuble immer das Gebot der Stunde.

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Brachtalsmörtel 28.09.2017, 19:39
8. Ganz wesentlich

Das Schaben geht Ihnen lockerer von der Hand als der Umgang mit Hobel oder Presse, bspw., selbstredend im Falle selbst auch beschlagener Sehhilfe. Allzeit wollten Sie die Saiten paarweise in ausreichender Zahl in petto zum Zwecke der Begleitung ziemlich salonfähig spontan heraufziehender Linsengerichte halten. Die strikte Einhaltung der... Pardon, die strikte Durchsetzung der konsequenten Einhaltung der Kehrwoche nicht nur auf interkontinentale Ebenen mühsamst zu beziehen, sollte geneigter machen dürfen, Ihnen das nötigste Selbstverständnis auf diverse Haushaltsstufen, welche bezogen - längst, wie auch zu hoffen, stets bezogen, nur, zu verleihen, nun, inkl. Haftpflichtklause. Denn mal geschmeidig: Viel Vorauseilens möglichst Erfolg jetzt!

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Frank_G 28.09.2017, 19:42
9. Schöner Artikel...

... aber es waren tatsächlich die "Griechischkenntnisse" in der Überschrift, die mich zum Lesen animiert hatten. Ich verstehe das mal symbolisch. Viel wichtiger wären, denke ich, tatächliche Kenntnisse über Griechenland. Das, was inzwischen als "Griechenlandkrise"sattsam bekannt ist, hatte bereits in den späten Siebzigern des letzten Jahrhunderts begonnen (oder war zumindest in Grundzügen absehbar). Dazu eine "Anekdote": Im Sommer 1979 war ich in einem kleinen Dorf im Süden Kretas, seinerzeit touristisch noch eher unerschlossen. Am Tag vor der Rückreise habe ich mich im örtlichen Kaufladen mit Reiseproviant versorgt. Ich dachte dabei auch an Feta-Käse, sah aber keinen in der Kühltheke und fragte, ob sie welchen hätten. "Ja, selbstverständlich." Die Verkäuferin verließ den Verkaufsraum und kam kurz darauf mit einem in Plastik eingeschweißten Feta-Laib zurück. Er war das Produkt einer deutschen Firma. "Schafskäsezubereitung aus Kuhmilch aus Oberhessen", stand auf der Verpackung geschrieben. Ich war kurz versucht, diesen "Schafskäse" nicht zu kaufen, habe es aber letzlich doch getan. Im Laufe der Jahre hatte ich diese Situation nahezu wieder vergessen, aber seit der Griechenlandkrise dieses Jahrhunderts geht sie mir nicht mehr aus dem Kopf und ist nahezu jedes Mal wieder präsent, wenn es um die "Forderungen" der angeblich "maßlosen" Griechen geht. Seinerzeit hatten sie sogar ihr "Nationalgericht" bei uns gekauft und damit unsere mittelständische Agrarwirtschaft unterstützt. Sicherlich ist eine veränderte Griechenlandpolitik nicht die einzige wichtige Aufgabe des künftigen Finanzministers, aber hier besteht die wirkliche Gefahr, dass sich Deutschland in jedem denkbaren Sinne an einem anderen Land unkorrigierbar schuldig macht, wenn es seine Politik nicht ändert.

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