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Schäuble über die Flüchtlingskrise: "Die Zeit für Lösungen läuft uns weg"
REUTERS

Finanzminister Schäuble drückt in der Flüchtlingskrise aufs Tempo. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE warnt er vor dem Scheitern einer europäischen Lösung - und wirft Österreich mangelnde Absprache bei der Einführung von Obergrenzen vor.

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holik 22.01.2016, 09:52
30. Orbanlösung

brauchen wir. Alles anderes ist Quatsch.
Wenn in meinem Land Krieg herrscht, dann gehe ich nicht um die halbe Welt zu Fuß um Schutz zu suchen und dabei habe Wünsche (Sonderwünsche) wohin ich will.
Erstes sicheres Land muss wohl ausreichen. Es gibt Jordanien, Arabien, Türkei usw. Hilfe können wir auch dorthin schicken.

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querdenker101 22.01.2016, 09:52
31. Der Türkei

Geld geben, um die Problematik anzugehen, ist ein sehr großer Fehler. Es würde mit dem Geld nur die Kriegskasse gefüllt, sonst gar nichts. Erdogan macht sowieso was er will. Er lacht doch über die Bittsteller der EU, die er nun mit den Flüchtlingen an der Leine zu haben glaubt.

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tolate 22.01.2016, 09:53
32. Schäuble hat recht

Die Zeit für realistische Lösungen zur Verringerung der Migration ist längst verstrichen. Die jahrzehntelange Diskussion um den Status der Türkei hat die mittlerweile doch unverkennbare Islamisierung dieses Landes kaum zur Kenntnis genommen. Mit der Freigabe der Transfers über das Mittelmeer nach Griechenland hat die Türkei nicht nur Schleppern glänzende Geschäfte ermöglicht, sondern selbst einen Hebel in die Hand genommen, weitreichende Ansprüche an Europa vermittelst der dabei führenden Regierung Merkel durchzusetzen: Toleranz gegenüber der Verfolgung der Kurden, gegenüber der massiven Einschränkung demokratischer Rechte und gegenüber dem dubiosen Umgang mit dem IS zum Ausbau der eigenen Stellung als Regionalmacht, die auch noch Mitglied der Nato ist. Durch diese zentrale Stellung des Landes in der islamischen Welt und in den geostrategischen Plänen der USA kann und wird die Türkei von Europa fordern, was sie für nötig hält, und liefern, was ihr passt. Und dazu gehört sicher nicht die Mithilfe bei der Lösung des Problems der Migration aus den mittlerweile zahlreichen failed states im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika. Die Kanzlerin hat bereits im Herbst kapituliert, so ganz allmählich wird das deutlich.

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derwadenbeisser 22.01.2016, 09:53
33.

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Mit einem hat Schäuble sicher recht: Eine Grenzschließung und "wirkliche" Grenzkontrollen, so wie sich das klein-Foren-Fritzchen vorstellt, hätte massive Auswirkungen auf wirtschaftliche Versorgungslage in Deutschland, und zwar zwischenbetrieblich, wie auch abgeleitet auf Konsumgütermärkten. Denn eins darf man nicht vergessen: es hat seit den 80erJahren eine Just-in-Time-Revolution gegeben. Die Zwischenlager - wenn es denn überhaupt noch welche gibt - sind sehr schnell aufgebraucht. Heute findet Lagerhaltung auf der Straße statt. Und Staus an den Grenzübergängen (und da reden wir nicht von 10 Km) würden schnell zu leeren Regalen führen. Mit anderen Worten. Das ist überhaupt nicht machbar ohne die Wirtschaft in Deutschland und damit in Europa in Grund und Boden zu fahren.
Die klein Foren Fritzchen werden das nie versehen, Sie wollen doch nur gegen die Bundeskanzlerin hetzten.

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chilischweiz 22.01.2016, 09:54
34. der Flüchtlingsandrang ist eine externe Grösse...

... die kurzfristig nicht kontrolliert werden kann. Zwei der Hauptaufnahmeländer, Schweden und Österreich, geben zu, dass sie am Limit ihrer Integrationsfähigkeit sind und machen die Grenzen praktisch dicht. Da bleibt doch nur Deutschland übrig und der kalte Januar und die Situation in Nahost deuten nicht darauf hin, dass der Strom dieses Jahr abnimmt. Man muss doch kein Wahrsager sein, um zu vermuten, dass die Situation jenseits der Aussengrenzen der EU politisch zunehmend weniger wichtig wird. Und in diesem Kontext ist die Konzeptlosigkeit der Politik beschämend, da scheint nach wie vor das Prinzip vorzuherrschen, dass nicht sein kann, was nicht sein darf...

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lazyfox 22.01.2016, 09:54
35. Deutschlands mangelde Absprache bei Öffnung

Da staunt man als Wähler. Erst öffnet die Regierung Merkel selbst unabgesprochen die Grenzen und setzt die gemeinsame EU-Regel außer Kraft und jetzt bezichtigt man Östereich mangelnder Absprache. Wie denken Politiker? Das bleibt für mich ein Rätsel.

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aprilapril 22.01.2016, 09:54
36. Worüber reden wir?

Zitat von Aberlour A ' Bunadh
Mit einem hat Schäuble sicher recht: Eine Grenzschließung und "wirkliche" Grenzkontrollen, so wie sich das klein-Foren-Fritzchen vorstellt, hätte massive Auswirkungen auf wirtschaftliche Versorgungslage in Deutschland, und zwar zwischenbetrieblich, wie auch abgeleitet auf Konsumgütermärkten. Denn eins darf man nicht vergessen: es hat seit den 80erJahren eine Just-in-Time-Revolution gegeben. Die Zwischenlager - wenn es denn überhaupt noch welche gibt - sind sehr schnell aufgebraucht. Heute findet Lagerhaltung auf der Straße statt. Und Staus an den Grenzübergängen (und da reden wir nicht von 10 Km) würden schnell zu leeren Regalen führen. Mit anderen Worten. Das ist überhaupt nicht machbar ohne die Wirtschaft in Deutschland und damit in Europa in Grund und Boden zu fahren.
Ich denke, es geht doch darum, Flüchtlinge zu kontrollieren und ggfs zurückzuweisen, wenn sie nicht die Asyl-Voraussetzungen erfüllen.
Warum muss der Warenverkehr unter diesen Kontrollen leiden? Oder glaubt man, Flüchtlinge, die derzeit zu Fuß die Grenze erreichen, würden mit LKW-Transportern einreisen?
Ich finde die Diskussion zu sehr von Schwarz und Weiß beeinflusst, dabei gibt des 1000 Grautöne.

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Anti-Ideologe 22.01.2016, 09:56
37. Notwehr von Österreich und Schweden

Sorry Herr Schäuble, so sehr ich Sie sonst schätze, aber die Kritik an nationalen Entscheidungen ist Blödsinn! Was Skandinavier und Österreicher machen, ist schlicht Notwehr und in der aktuellen Lage alternativlos. Es gibt keine EU-Lösung und mit größter Wahrscheinlichkeit wird es auch nie eine geben. Also muss jeder Staat für zusehen, dass er sich und seine Bürger beschützt. Dass unsere Kanzlerin sich dem verweigert, grenzt für mich als Wähler, Bürger und Steuerzahler an Verrat. Richtig wäre, sofort die Grenzen zu schließen - auch als Druckmittel - und dann zu versuchen, eine europäische Grenzsicherung und Verteilung jener, die schon hier sind, voran zu treiben. Jeder Tag, der verstreicht, kostet uns Unsummen und Sicherheit. Gibt es denn hier niemand mehr einen Pfifferling auf seinen Amtseid? Wer wendet den Schaden von uns ab? Wer sichert unseren Wohlstand und unsere Sicherheit?

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heinzpeter0508 22.01.2016, 09:56
38. Merkel hat in Sachen Flüchtlingskrise

total vergaloppiert. Eine Kanzlerin die aus sanftmütiger Emotion heraushandelt, die Lage völlig falsch einschätzt, dann nur noch mit Durchhalteparolen agiert, keinen schlüssigen Plan vorweisen kann, und damit die innere Sicherheit in ihrem Land höchst gefährdet, dazu noch die EU entzweit, ist nicht mehr tragbar. Nachdem sie schon mit dem Afghanistan Einsatz der BW, bei der Energiewende und in der Ostpolitik mit der Ukraine und den Russlandsanktionen versagt hat, ist es höchste Zeit, dass sie aus dem Amt gedrängt wird. Mit Merkel’s Sturheit wird es mit den Partnern in Deutschland als auch mit den EU Partnern keine greifende Lösung geben, allenfalls nur faule Kompromisse. Herr Schäuble sollte als Übergangskanzler das Amt bis 2017 übernehmen, und erst einmal gemeinsam mit der CSU einen vernünftigen Weg zur Beendigung dieser Krise finden, der dann auch für die EU Partner akzeptabel ist. Die dringendste Forderung ist EU gemeinsam die EU Aussengrenzen wasserdicht zu machen, im Mittelmeer, vor der gesamten Nordafrika und Mid-East Küste, sodass die Flüchtlingsboote erst gar nicht auf das Meer kommen, und somit den Schleppern das Handwerk gelegt wird. Es muss der alte Spruch jetzt endlich gelten, „wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“. Die Merkel Murkserei muss endlich abgestellt werden, „sie kann es nicht“, hat Gerhard Schröder schon vor längerer Zeit gesagt. Und Helmut Kohl sagte, „sie macht mir mein Europa kaputt“. Und beide Aktkanzler hatten nur zu recht.

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paulpaulus 22.01.2016, 09:58
39. klar können wir noch mehr

Milliarden da runter schicken, nur wem hilft das? Es gibt in den Ländern genug Reichtum, der ist nur wie auch in anderen Ländern ungerecht verteilt. Noch mehr Geld dort hin schicken bringt nur den eh schon reichen etwas. Dazu kommt noch das die EU Exporte subventioniert, was zu mehr Gewinnen bei den Exporteuren sorgt, nur leider in den Ländern in die Exportiert wird bringt es nichts. Das Hauptproblem ist das Wirtschaftssystem, es sorgt für Armut bei der Masse und dicke Gewinne bei wenigen. Um für die Gewinne zu sorgen, wird dann von Westen auch gern eine Aussenpolitik betrieben die zu Kriegen führt. An der Situation im Irak, Libyen usw. ist der Westen nicht wirklich unschuldig.

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