Forum: Wirtschaft
Schäuble über Ex-Banker Ackermann: "Leider ist das kein Witz, es ist zum ..."
DPA

Josef Ackermann, Ex-Chef der Deutschen Bank, wehrt sich mit einem fadenscheinigen Argument gegen die Rückzahlung von Boni. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat dazu eine klare Meinung.

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SPONtisprüche 22.11.2016, 22:04
70. Aus dem Victory-Zeichen ist längst ein Stinkefinger geworden

Deshalb heisst das "soziale" Marktwirtschaft: Da können Manager eine AG wie die Deutsche Bank oder Volkswagen so richtig vor die Wand fahren - sie bekommen weiterhin ihre Millionen-Boni. Jede Aldi-Kassiererin, die einen gefunden Pfandbon von 50 Cent selber einlöst, jeder Kantinenmitarbeiter, der ein halbes Käsebrötchen selber isst - bekommt danach die Kündigung und allenfalls Hartz IV!

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spon_4_me 22.11.2016, 22:07
71. Warum

die Aufregung? Den Bonus nicht bekommen hieße doch für Herrn Ackermann, für eine (Fehl-)Entwicklung Verantwortung zu übernehmen. Wie käme er denn dazu? Da stürzten dann doch Weltbilder ein. Seit wann messen wir denn Leute an ihrer Moral, wenn gutes Branding genügt? Lestung, die Leiden schafft.

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dachhase 22.11.2016, 22:12
72. Tut mir leid

aber ich kann der offensichtlichen Mehrheit nicht zustimmen. Boni zurückgeben? Wie wir gelernt haben hat Geld in den Chefetagen doch nur Statuscharakter und ist eh beliebig vermehrbar. Macht endlich Gesetze, das man sie einsperren kann!

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Liberalitärer 22.11.2016, 22:13
73. Begründung

Zitat von bartsuisse
gegen die EU Kommision, gegen Ackermann (aber natürlich nicht gegen das Direktorium und Aktionäre die alles abnickten)...gegen England und heute??? Gegen Italien. Da wird er allerdings in den sauren Apfel beissen denn Italien hat Schäuble satt mit seinen hohlen Gifttiraden und seiner stumpfsinnigen Wirtschaftspolitik. Hat er etwas falsches gegessen in diesen Tagen?
Ich verteidigen Dr. Schäuble auch meist nicht:

aber

a.) ist das eben eine Meinungsäußerung, das darf er, das dürfen Sie auch
b.) geht es nicht um etwaige juristische Verpflichtungen Herrn Ackermanns, sondern um dessen Begründung und die ist in diesem Falle fragwürdig.

Darauf bezog sich das.

Und das unterscheidet das fundamental von anderen Äußerungen.

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dieteroffergeld 22.11.2016, 22:14
74. Ackermann .. Josef Ackermann ....

War das nicht der, dem Kanzlern ein fettes Wiegenfest gesponsert hat? Nö - eigentlich war's ja der Steuerzahler., der da zur Kasse gebeten wurde.
Himmel, welch abstoßene Eliten hängen da oben herum und spielen Monopoly mit uns.

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qlcasa 22.11.2016, 22:17
75. Haben Sie es ausgerechnet?

Zitat von xlabuda
Eigenkapitalrendite in den Wald. Wortwörtlich: 25 % Eigenkapitalrendite VOR STEUERN. Wenn Sie denn wissen was Eigenkapitalrendite ist, dürfen sie nachschlagen, was VOR STEUERN heisst und ausrechnen, was dann NACH STEUERN noch übrig bleibt. Quasseln sie am Stammtisch lieber über Kartoffelsalat. Von mir aus können die Dummen aussterben.
Hr. Ackermann ist für die Schieflage der Bank sicherlich mitverantwortlich. Ich denke auch das er über die ungesetzlichen Aktivitäten der Bank, zumindest gewusst hat. Aber ich verstehe nicht warum alle die 25% Eigenkapitalrendite rum hacken. 25% Eigenkapitalrendite dürften bei den notorisch niedrigen Eigenkapitalquoten der Banken, bei etwa 2.5% Umsatzrendite liegen. Wo ist da das Problem?

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allessuper 22.11.2016, 22:27
76. So ist es!

Zitat von huz6789
Angestellte tragen keinerlei unternehmerisches Risiko. Von daher sollten ihre Gehälter beschränkt sein auf sagen wir maximal 500.000 EUR pro Jahr. Es glaube bloss niemand, dass die reine Arbeits- und Initiativkraft mehr Wert sein kann. Alles darüber ist völlige Selbstüberschätzung, denn es ist doch easy schwerwiegende Entscheidungen zu treffen, wenn das Risiko jemand anders trägt. Wer das anders sieht, soll gefälligst Unternehmer werden. Das System ist vollkommen krank. Und es zieht die zu Hauf vorhandenen egokranken und gierigen Hofschranzen wie Ackermann überall.
das ist eben die Velwerchsung zwischen Bänker und Bankangestellter. Es wird Zeit, dass wir nicht mehr mit euphemistischen Worten arbeiten und einen Esel einen Esel nennen. Hier hätten wir schon einen. Und eine Kanaille eine Kanaille. Ob es nur einer ist, oder derer zwei, kann ich leider nicht abschließend beurteilen, aber ich mache mir so meine Gedanken.
Die einzige Frage, die ich habe ist folgende: Wir sind uns hier ziemlich einig über die Konstatierung eines allgemeinen, erdrutschartigen, gefährlichen Werteverfalls. WAS machen wir dagegen? Was können wir tun? Ich finde, wir sollten die Diskussion nun in diese Bahnen umlenken, die weitaus konstruktiver wären, da die Pappheimer bereits identifiziert, leider nicht überführt werden können.

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lkrenzien 22.11.2016, 22:32
77. Bock und Garten

Auch wenn ich W. Sch. inhaltlich recht gebe ist es doch mittlerweile normal geworden das Politiker zumindest in vielen Fällen in erster Linie an sich selbst denken. Oder nur das machen was die ganzen "Berater" so empfehlen. Und gerade das Finanzministerium incl. W. Sch. hat sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Stichwort CumEx. Details findet man genug in den unendlichen Weiten des Neulandes. Insofern wirken solche Aussagen gerade von Spitzenpolitikern auf mich etwas "unglücklich".

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comeback0815 22.11.2016, 22:34
78.

Zitat von xlabuda
Eigenkapitalrentabilität = Gewinn / Eigenkapital. üblicherweise gilt: Gewinn: Jahresüberschuss nach Steuern setzt man aber explizit hinzu: VOR STEUERN, wird das eindeutig anders, da ist die EK-Rendite eben höher als nach Steuern und möglicherweise schneller zu erreichen. Dann Folgendes: Werden im Rahmen der Tätigkeit des Unternehmens Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielt, so ist zusätzlich Gewerbesteuer zu zahlen. Zur Einkommen- und Körperschaftsteuer wird ein Solidaritätszuschlag erhoben. Laut Statistik Bundesfinanzministerium) wurden deutsche Unternehmen mit durchschnittlich 29,83 % besteuert (2013). Wie auch immer: von 25 % EK-Rendite VOR Steuern bleiben dann noch 17,5 % nach Steuern - nicht schlecht, aber auch nicht bombastisch, denn die Höhe der Eigenmittel (allgemein verwendet) demnächst Nach Art. 92 Nr. 3 CRR haben Kreditinstitute zu jedem Zeitpunkt ab Januar 2019 folgende Eigenmittelanforderungen zu erfüllen: harte Kernkapitalquote: mindestens 4,5 %, Kernkapitalquote: mindestens 6 % und Gesamtkapitalquote (=anrechenbare Eigenmittel): mindestens 8 % des Gesamtforderungsbetrags. Das heisst ganz verallgemeinert (das ganze verstehen sie vielleicht sofort - ich muss mich da immer reinfuchsen), dass bei jedem Kredit-Deal einer Bank das ganze mit 8 % Eigenkapital unterlegt sein muss. Dann können sie mal für alle ausrechnen, was die Bank da einsetzt, welche EK-Rendite vor Steuern und welche nach Steuern hat und dann begründen warum 17, 5 % nach Steuern so unanständig sind.
DingDingDing - 1 : 1

Jetzt wieder: Der Gärtner!

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practicus 22.11.2016, 22:44
79. Na und

Zitat von frank57
sind das Produkt dieses heutigen Gesellschaftssystems und somit nicht verwunderlich! Wer der Meinung ist das man sich 11 Mio pro Jahr "erarbeiten" kann hat noch nicht begriffen, daß so etwas nur auf Lug und Trug basieren kann und kein reeller Gegenwert vorhanden ist! Schäuble regt sich nur künstlich auf, schließlich geht es an die Wahlen!
das "verdienen" 18-jährige Fußballer auch, von deren "Spielerberatern" nicht zu reden. Ein Spitzenmanager ist nichts anderes als der neue Supertrainer, den sich ein Fußballclub holt, um Meister zu werden oder nicht abzusteigen. Der kriegt sein Geld auch, wenn nicht alles funktioniert wie geplant.
Stefan Raab verdiente damals mehr als Ackermann, und Sabine Christiansen bekam für eine Sendung(!) pro Woche auch mindestens 3 Mio - von unseren GEZ-Gebühren.
Sollen Spitzenmanager weniger verdienen als "Gladiatoren" und "Hofnarren"?
Übrigens: Die wahren Großverdiener waren die Investmentbanker, die "Trader" - die haben bis zu 100 Mio pro Jahr eingesackt, als Boni für Geschäfte, die höhere Strafzahlungen als Gewinne einbrachten

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