Forum: Wirtschaft
Schäubles Griechenland-Diplomatie: Europas Rückfall
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Griechenland hat kapituliert, Deutschland gesiegt - das ist die traurige Bilanz des Wochenendes. Denn die Diplomatie von Wolfgang Schäuble war die Rückkehr Europas zu früheren Machtgefügen, in denen der Stärkere seinen Willen durchsetzt.

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Lion 13.07.2015, 19:05
540. Ein trauriges Wochenende für Europa

vielen Dank für diese Kolumne, der ich voll und ganz zustimme. Seit diesem Wochenende haben unsere Politiker Europa zerstört. Was hier wirtschaftspolitisch und europapolitisch passiert ist, ist ein Desaster und vollkommen irrational. Aber da sind wir Deutschen ja Weltmeister. Ich wünsche mir die SPD bei den nächsten Wahlen bei -2 %. Ich denke, dass Schäuble das nun mit seinem Gewissen ausmachen muss, wenn er denn eines hat.

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deutschlandgefälltmir 13.07.2015, 19:06
541.

die Vita des Autors passt nicht zu dem sinnentleerten Beitrag des Herrn M. Hat D alleine am Verhandlungstisch gesessen und entschieden ? Und weshalb genau hat D Nachkriegs-
geschichte kaputt gemacht? Alle Schuld auf D , immer das gleiche, fehlt noch der Kommentar des Pastors aus dem Osten, aber der kommt bestimmt auch bald um die Ecke. Vereinigte Nestbeschmutzer , mit ist übel von Euch

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Lion 13.07.2015, 19:08
542. Nein, diese Vergleiche greifen wieder

Zitat von brotherandrew
... gerne klagen. Allerdings wird das erfolglos bleiben. Aber das mit den "Herrenmenschen" ist unterste Schublade. Mit diesen Nazivergleichen schießen sich diejenigen, die sie anstellen, selbst ins Knie.
Und Sie werden sehen, dass das Ausland das auch so sieht. Fahren Sie jetzt mal selbstzufrieden in den Sommerurlaub über die Grenze. Der Vergleich ist angebracht. Wir schießen uns sowieso selbst ins Knie mit der Austeritätspolitik - auch hier in Deutschland.

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kippelman 13.07.2015, 19:09
543. Der Euro bleibt eh nicht mehr lange

Ein Grexit wäre besser gewesen, erst Drachme, dann Schuldenschnitt und auch mehr Spielraum für eigene Prioritäten in Griechenland - wenn auch auf niedrigem Niveau. Ansonsten hält der Euro nicht mehr lange. Die wieder aufblitzende Sehnsucht einiger Länder nach der traditionellen Weichwährungspolitik wird sich früher oder später Bahn brechen. Fatal ist aber, dass die früheren Weichwährungsländer durch den Euro und die damit verbundenen niedrigen Zinsen Schuldenberge angehäuft haben, die sie früher niemals hätten aufbauen können. Und deshalb wollen sie zwar gerne ihre altgediente Inflationspolitik wieder haben und trotzdem die Euro-Stabilität beibehalten. Dass Italien und Frankreich als eher inflationsorientierte Länder jetzt Gift und Galle spucken ist logisch - die hätten nämlich gar zu gerne eine Aufweichung für sich selbst genutzt.

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Herr_Ärmel 13.07.2015, 19:11
544.

Zitat von Pierrot7
Der nächste Schritt wird sein, dass "die Institutionen" nicht nur die nationale Gesetzgebung, sondern auch deren Umsetzung minutiös kontrollieren. Es läuft offenkundig auf eine Art Kolonisierung der €-Staaten hinaus, und langfristig werden nicht nur die "reformunwilligen", sondern ALLE Staaten zu postdemokratischen Protektoraten unter dem Brüsseler Regime.
Da könnte etwas dran sein. Die für das jeweilige Land zuständigen "Institutionen" können dann auch die gesamte Gesetzgebung und Verwaltungspraxis vorab auf Konformtät mit TTIP, CETA, TISA und ähnlichen - evtl. noch kommenden - Machwerken überprüfen.

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tom_tom_berlin 13.07.2015, 19:11
545. Groß gegen klein

hat sich durchgesetzt? Nein Vernunft und Vorsicht obsiegt den Lügnern und Betrügern aus Athen! Mit Estland wären die Verhandlungen auf Augenhöhe verlaufen! Griechenland zerstört den Euro, nicht alle anderen!

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Lion 13.07.2015, 19:11
546. Und in Deutschland sieht es nach zig Jahren ohne

Zitat von luny
Sehr geehrter Freiheitimherzen, in Spanien, Portugal und Irland sieht es leider auch nicht sehr viel besser aus als in Griechenland. Auch Frank- reich "wackelt" schon bedenklich. Das läßt den Schluß zu, daß das "EUR-Heilmittel" nicht so funktioniert, wie ursprünglich gedacht. Es grüßt LUNY
reale Einkommenserhöhungen aber bei steigenden Mieten und Versicherungsbeiträgen auch nicht rosig aus. Aber da unsere Wirtschaft noch von der Krise profitiert, fällt es nicht ganz so auf. Kommt halt drauf an in welcher gesellschaftlichen Schicht Sie sich bewegen.

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dr_schiwago 13.07.2015, 19:12
547. Baron Münchau, die nächste Runde

Wenn man bedenkt, dass der Steuerzahler in Deutschland für den Großteil dieser 83 Mrd. € aufkommen muss, als ZWISCHENFINANZIERUNG für drei Jahre, muss man sich ernsthaft Fragen, welche verdrehte Weltsicht und Gerechtigkeitsvorstellungen Münchau hat - bzw. der SPON der solche Artikel publiziert.

Die beliebte, schrille anti-deutsche Rhetorik soll doch nur die Tatsache verschleiern, das hier wieder auf das Gröbste gegen die Interessen der hiesigen Steuerzahler verstoßen wird.

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j-db 13.07.2015, 19:12
548. Am Ende inkonsequent und mutlos.

Natürlich wird der Krieg mit anderen Mitteln weiter geführt. Wer das noch nicht kapiert hat, ist schon ein bisschen naiv. Die Globalisierung hat diesbezüglich Kräfte entfacht denen sich keiner entziehen kann. Auch nicht für fünf Jahren. Das Problem ist doch, dass Griechenland wirtschaftlich nicht viel mehr zu bieten hat, als ein anderes Schwellenland ausserhalb der EU. Und dies macht die Geschichte zu einem Fass ohne Boden (Perspektiven).

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roland56 13.07.2015, 19:13
549. So so

Zitat von deltametro2
kann sich nicht vorstellen wie sehr das Paar Merkel-Schäuble dem Deutschland-Bild im Ausland geschadet hat. Vor allen Dingen in Frankreich und Italien hört man immer mehr anti-deutsche Ansichten, und das selbst bei bekannten Intellektuellen wie z.B Thomas Picketty, mal ganz abgesehen von den ordinären und rapide überall anwachsenden nationalistischen Stammtischparolen. Das geht von harmlosen Bemerkungen wie etwa in der Dorfsuperette "wenn's dir nicht passt, geh' halt in Deutschland einkaufen", bis zu aggressiveren Parolen. Solche Entwicklungen sind sehr schwierig wieder gutzumachen. A. Merkel, die in der DDR aufgewachsen ist hat wenig bis kein Gefühl wie der europäische Westen und Süden funktioniert, und W.Schäuble leidet, um es milde auszudrücken, an Alterstarrheit. So kann es nicht mehr weiter gehen ohne große Kollateralschäden.
Sie erinnern sich vielleicht an die "Karrikaturen" und die Beschimpfungen aus Griechenland? Nein? Dagegen ist das was aus DE kommt, harmlos.

Außerdem, was schlagen Sie vor? Zahlen ohne Ende, nur damit Hollande zufrieden ist, und wir wieder "nett" sind.

Es ist in der EU eben einfach immer auf die Deutschen zu zeigen, sie lassen ja alles mit sich machen. Meine Meinung zu den französichen Politkern lasse ich, aus Zensurgründen, lieber weg.

Wissen Sie, das einzige was in allen EU-Ländern gleich ist, sind die nichtsnutzen Politiker, und dass die Rechnungen immer von den sogenannten kleinen Leuten bezahlt wird.

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