Forum: Wirtschaft
Schäubles Plan für Griechenlands Euro-Aus: Minister Gnadenlos
REUTERS

Wolfgang Schäuble macht kein Geheimnis mehr daraus: Er plädiert offen für Griechenlands Euro-Austritt - trotz Einlenken der Syriza-Regierung. Wie wurde der einstige Europa-Vordenker so kompromisslos?

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ka117 12.07.2015, 14:51
1.

"Wenn du mich einmal betrügst - deine Schande. Wenn du mich zweimal betrügst - meine Schande".

Wie viele male haben inzwischen die Griechen betrogen?

Zuletzt 2012:

"Griechenland-Hilfen: Samaras gibt Deutschen Geld-zurück-Garantie

Der griechische Premier Antonis Samaras verspricht den Deutschen, sein Land werde alle Milliardenhilfen zurückzahlen. Das garantiere er persönlich"

"Ich versichere Ihnen: Wir werden liefern!" Der Parteichef der konservativen Nea Dimokratia sparte nicht mit Kritik an den Verhältnissen in seiner Heimat: "Ja, es ist viel falsch gelaufen. Es ist richtig, dass viele Griechen keine Steuern bezahlen. Wir müssen sicherstellen, dass das aufhört", sagte Samaras. Nun breche eine neue Zeit an, in der die ganze Politik Griechenlands auf Wachstum ausgerichtet werde."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/samaras-verspricht-deutschen-rueckzahlung-der-milliardenhilfen-a-851549.html

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meijoh 12.07.2015, 14:51
2. Schäuble Hurra

Möge Herr Schäuble die Kraft finden, dem Weg der Vernunft weiter zu folgen! Alles andere sprengt Europa.

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merlin 2 12.07.2015, 14:52
3. Recht hat er!

Man fährt ja nicht zweimal sehenden Auges vor die Wand, zumindest nicht, wenn man noch halbwegs klar im Kopf ist. Die griechische Bilanz ist bisher negativ (Import>Export) und ein Wandel ist nicht in Sicht. Jetzt muß man auch mal bremsen dürfen.

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m.brunner 12.07.2015, 14:53
4.

Wir diskutieren jetzt solange, bis Italien und Frankreich (die nächsten Pleite Kandidaten und GR-Investoren) ihren Willen bekommen, Griechenland bleibt im EURO.

Im Grunde wiederholen wir die Fehler die bei Aufnahme Griechenlands gemacht wurden. Man schönte die Zahlen (jetzt werden die Erwartungen und Ziele geschönt) um das polit. gewünschte Ergebnis zu bekommen. Angeblich hat man damals ja auch nicht die Wahrheit erkennen können.
Jetzt ist die Wahrheit und das Folgende evident. Griechenland will dauerhaft subventioniert auf einem überhöhten Lebensstandard verbleiben und die EU soll zahlen. Verständlich aber nicht akzeptabel wenn andere die Zeche zahlen. Die Katastrophe wird dann später kommen und dann mit einem Schuldenschnitt (od. verschieben auf den Sankt Nimmerleinstag) beantwortet.

Die Konsequenzen haben eh die Deutschen und auch erst die folgenden Regierungsoberhäupte zu tragen. Merkel, Renzi und Hollande sind dann in Rente.
Diese erkaufen sich nun mit unserem Geld (und dem der folgenden Generationen) ihr politisches Bleiberecht.

Alles (Kosten, Unbequemes) in die Zukunft schieben, des Politikers liebste Strategie.

Ich fühle mich so machtlos und vorgeführt. Mein demokratisches Recht bringt mir bei diesen weitreichenden Entscheidungen nichts. Vor allem, weil der CDU/SPD/GAL/LINKE Block im Grunde eh die gleiche Suppe kocht. Eine Alternative gibt es nicht (zum Glück für manchem, aber nicht so wirklich demokratisch).

Wahrscheinlich wird man in der Rückschau die unendlichen Hilfspakete genau wie die anderen Fehler bei der EU Aufnahme Griechenlands einordnen. Jetzt könnte man sie noch verhindern…..

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romaval 12.07.2015, 14:55
5. Wir müssen dankbar sein

einen Herrn Schäuble zu haben. Mancher Volkswirtschaft hätte solch ein Finanzminister sehr gut getan. Bravo Herr Schäuble.

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Hägar_zum_Zweiten 12.07.2015, 14:57
6. Hoffentlich, hoffentlich bleibt er dabei.

Der Zug ist abgefahren. GR tut seit 5 Jahren nichts, aber auch gar nichts gegen die strukturellen Probleme. Jetzt verspricht Tsipras wieder mal Reformen, die das eigene Volk gerade - auf seinen eigenen Wunsch hin !! - abgelehnt hat. Davon, dass diese Mehrwertsteuererhöhungen sowieso nicht eingetrieben werden, gar nicht erst zu reden. Die jetzige Eilfertigkeit der Regierung GR ist allein der Einsicht geschuldet, dass man kurz vor dem Zusammenbruch steht. Sobald das Geld geflossen ist, wird wieder nichts getan, werden Schulden kurzerhand für "illegal" erklärt, und das ganze Theater geht von vorne los. Nichts, gar nichts kann man diesen Leuten glauben. Die wollen nur wieder Geld abgreifen, und dann wieder nicht das Geringste tun. Schluss, aus, Ende. Und wenn F und I GR unbedingt halten wollen (aus durchsichtigen Motiven, denn zum einen lenkt das Dauertheater um GR wunderbar davon ab, dass F und I selber nichts auf die Reihe bekommen, zum anderen hofft man natürlich drauf, selbst als nächster von Milde profitieren zu können), hindert sie keiner dran, den Griechen bilateral Kredite bis zum Umfallen einzuräumen. 74 Milliarden Euro Finanzbedarf. Schon wieder. Das entspräche auf die Bevölkerungszahl von D umgelegt 572 Milliarden. Das wird nichts mehr, irgendwann muss irgendwo mal ein Schlussstrich gezogen werden.

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andreasbln 12.07.2015, 14:58
7. Kann Frau Merkel den mal zurückpfeifen

egal ob es richtig ist oder nicht was Herr Schäuble vorhat. Die Art und Weise schadet Europa und vor allem Deutschland. Sollen doch auch mal all die Länder, die sich immer hinter Deutschland verstecken, erklären, dass sie eine Grexit wollen: Belgien, Niederlande, Finnland, Irland, Lettland, Estland, Litauen etc...

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Thorsten_Barcelona 12.07.2015, 14:58
8. Syriza einlenken?

Nun ja, ich würde es nicht wirklich einlenken nennen. Das Angebot war nahe bei den Forderungen der Gläubiger für 15 Milliarden für 6 Monate. Allerdings sprechen wir jetzt von 74 Milliarden, Tendenz steigend, und 3 Jahren ...

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localpatriot 12.07.2015, 14:58
9. Wirtschaftlich ist ein GREXIT unvermeidbar

In GR fehlen die Strukturen effektiv innerhalb des Euros eine Wirtschaftsleistung zu liefern welche den Einwohnern ein ordentliches Leben liefern kann.

Dem Land fehlen die notwendigen modernen Strukturen und bei der vorgewiesenen Reformunfähigkeit ist es ein zwei oder drei Generationen Arbeit das Land zu modernisieren.

Bis es so weit ist, wäre der Euro schon lange versumpft.

Die Abwesenheit des GREXIT Konzeptes von der Lösungspalette ist einer der wesentlichen Gründe für die heutige Situation.

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