Forum: Wirtschaft
Schäubles Plan für Griechenlands Euro-Aus: Minister Gnadenlos
REUTERS

Wolfgang Schäuble macht kein Geheimnis mehr daraus: Er plädiert offen für Griechenlands Euro-Austritt - trotz Einlenken der Syriza-Regierung. Wie wurde der einstige Europa-Vordenker so kompromisslos?

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ThomasGB 12.07.2015, 15:42
190. Au weia,

da kommt man ja garnicht mehr hinterher, die Fehleinschätzungen des Autors zu benennen:

1. "Dann legte Tsipras ein detailliertes Reformkonzept vor. Dessen einziger großer Unterschied zum Gläubiger-Angebot: Griechenland fordert eine Erleichterung der ..."

Nein! Das ist falsch. Der Unterschied liegt darin, daß es im ersten Fall um eine Restzahlung aus dem zweiten Reformpaekt ging. Griechenland hat aber geglaubt, man könne das als die einzigen Auflagen für ein neues Reformpaket verkaufen. Und daß hier in Summe und Laufzeit ein erheblicher Unterschied besteht, ist ja wohl klar ersichtlich.

2. "Schäuble schlägt mit einer erprobten Waffe zurück: Spott. Auf einer Bundesbanktagung sagte er jüngst, Griechenland könne im Austausch für Puerto Rico dem Dollar beitreten"

Falsch! Der Spott galt seinem Amerikanischen Amtskollegen, da aus den USA immer die Stimme kommt, man möge Gr. im Euro halten.

3. "Nun aber spürt er wachsenden Rückhalt im In- und Ausland. Teile der Union rebellieren offen gegen ... finnischer Amtskollege Stubb ...

So kann man das nicht sagen. Schäuble merkt, daß von anderen Ländern der EU und der Eurozone Widerstand kömmt und möchte ein Auseinanderfallen der Eurozone und der EU nur wegen Griechenland nicht riskieren. Für die Finnen ist der Euro eher ein Hobby denn eine Notwendigkeit. Mit einer Griechenlandrettung gegen die Finnen riskieren wir das Entstehen einer OST-EU unter der Führung Finnlands.

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Sabi 12.07.2015, 15:42
191. Spiegel-Leser

Früher hieß es "Spiegel Leser wissen mehr !"
Das stimmt nicht mehr , muss ich denken !
Einige denken, das Geld um was es geht, gehört Herrn
Schäuble und wollen ihn zwingen das Geld doch für
Griechenland auszugeben. Nein , liebe Leute.
Das ist euer Geld - das ist unser Geld, dass der Minister
versucht vom Brennen zu retten !

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lollipoppey 12.07.2015, 15:42
192. Schäuble hat meinen vollen Zuspruch

Das ewige nörgeln und rumgedruckse einiger anderer Europolitiker im Fall Griechenland und der Aufschrei beim bösen Wort GREXIT ist schädlich für alle Parteien in der Griechenlandverhandlung und führt zu Zwist. Erfrischend das Herr Schäuble eine klare Position hat und sich nicht von der Salamitaktik der Griechen inklusive der Franzosen und Italien vereinnahmen lässt. Es muss in Europa Regeln geben und ein Verständnis über Verlässlichkeit und Verantwortung der Regierungen, welche die Solidarität der anderen Staaten einfordern. Das ist das Mindeste.

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Pipopax 12.07.2015, 15:42
193. Bravo!

Varoufakis ist ein hochintelligenter Mann. Er hat Schäubles Männlichkeit und Eitelkeit immer wieder gekränkt, und zwar aus reiner Berechnung. Varoufakis wusste, dass der überschaubare Schäuble früher oder später Schaum vor dem Mund bekommen und explodieren würde. Er wusste, dass spätestens dann, Schäuble völlig unkontrolliert auf Griechenland einchlagen würde, mit unglücklichen Sprüchen und Vorschlägen, die Europa notwendigerweise an die Geister der Geschichte erinnern würden. Varoufakis hat damit spekuliert, dass dadurch die Unterstützung für Schäuble in der Eurogruppe geschwächt würde. Wie wir heute gesehen haben (siehe Renzis Aussagen), ist seine Rechnung aufgegangen. Es mag nur ein Etappensieg gewesen sein, aber was für eine Lektion in Sachen Vorausdenken und Einschätzen von politischen Situationen! Bravo, Yanis.

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europa2 12.07.2015, 15:43
194. Europa und Schäuble

Es geht ihm gar nicht um Griechenland sondern Europa! Diese Wertegemeinschaft mit allen Pros und Cons und auch unvollendeten Aufgaben wird nur dauerhaft sich weiterentwickeln können, wenn trotz all unterschiedlicher Geschwindigkeiten in den einzelnen Staaten die vereinbarten Ziele von allen eingehalten werden. Solidaität endet wo einzelstaatliche Verantwortung nicht wahrgenommen wird. Es geht also nicht um Griechenland! Sondern einen Vertragspartner der nachhaltig und systematisch Vertrauen zerstört hat? Und ferner seine Positionen opportunistisch kurzfristig verändert? Solche Staaten müssen zunächst wieder Vertrauen über eigene Vorleistungen aufbauen...credere erfordert starkes Vertrauen! Für das Vereinigte Königreich ist das aktuelle Verhandlungsprocedere hoffentlich keine Blaupause! Noch einmal, es nicht um Griechenland sondern Mindeststandards für das europäische Haus. Es wird nicht einfach für Griechenland, sie haben es sich in den zurückliegenden Jahren zu einfach gemacht! Richtig ist aber auch, dass die EU Politiker es diesem Partner zu einfach gemacht haben! Sie haben es sich selbst zu einfach gemacht! Heute müssen sie dies ihren Parlamenten und vor allem ihren Wählern erklären. Dies ist unbequem, jedoch angesichts der Argumente leistbar.

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retterdernation 12.07.2015, 15:44
195. Urlaub in Finnland ist der Hammer

mit der Fähre ins Baltikum - ein unvergessliches Erlebnis. Slowakei und Slowenien wollen auch entdeckt werden. Die Holländische Nordseeküste ist kaum zu verachten und wunderschön. Österreich hat schon immer Spaß gemacht. Und im eigenen Land - hat man auch zahlreiche feine Reiseziele. Warum sollen WIR uns beschimpfen lassen - gibt doch zahlreiche Alternativen. In Spanien, Portugal und Italien kam mir auch noch niemand schräg. In der Türkei wird man auch sehr herzlich empfangen. Ach so - die gehören ja nicht dazu...

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peterweingartz 12.07.2015, 15:44
196. enough is enough

hätte Frau Thatcher gesagt. Recht hat sie. Seit Ende der 60er Jahre wird die Währungsunion in Europa diskutiert; Stichwort: Werner-Plan. Einhellige Ansicht in der Wissenschaft (mit wenigen divergierenden Stellungnahmen) war: Währungsunion ohne gemeinsame Geld- und Währungspolitik und ohne gemeinsame Finanzpolitik kann nicht bestandsfest sein (nachhaltig würde man heute sagen). Die gemeinsame Geld- und Währungspolitik wurde mit der EZB etabliert. Eine gemeinsame Finanzpolitik gibt es im Euroraum nicht und wird es nicht geben. Die nationale Politik wird niemals auf die Verfügungshoheit über die (Finanz-) Mittel verzichten, die es erlauben, ihre jeweilige Klientel zu bedienen und so ihre Machtposition abzusichern. Damit bleiben Sprengsätze, die eine Währungsunion nach dem Muster des Euro immer wieder in die Krise treiben und a`la longue zum Scheitern verurteilen.

Von den Medien wäre zu erwarten, dass sie diese Zusammenhänge darstellen und erläutern und darauf verzichten, sich in billigem Meinungsjournalismus zu ergehen.

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Hmburgerin 12.07.2015, 15:44
197. Schäuble ist klug und integer

Man tut Schäuble unrecht, wenn man seine Haltung auf die persönliche Schiene schiebt. Er hat in den letzten Monaten eine Vielzahl völlig überzogener Angriffe abgleiten lassen. Dabei war und ist er immer sehr sachlich und läßt sich nicht für dumm verkaufen.Den Griechen geht es immer nur um frisches Geld. Dass sie das ohne Gegenleistung wollen, hat das Referendum gezeigt. Alles andere ist Augenwischerei. Wenn uns ein schmutziger Kompromiss erspart bleibt, haben wir es Schäuble zu verdanken.

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herbert F.Berg 12.07.2015, 15:45
198. Bei Teilen der

1. Herr Schäble hat mit seiner die deutschen Interessen
wahrenden Einstellung recht!
2. Es bleibt zu hoffen, dass auch Frau Merkel ihrem
Amtseid gerecht wird.
3. Der SPD würde es gut zu gesicht stehen wenn sie
ihrer Verantwortung als Regierungsmitglied gerecht
werden würde.
Hier wäre es angetan wenn die ewigen Besserwisser in
dieser Partei einmal Geschlossenheit in ihrer
Verantwortung für Deutschland zeigen würden.

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musca 12.07.2015, 15:45
199. Bin kein

Aber, ich hoffe, Schäuble bleibt diesmal hart.

Es reicht.

Die Griechen sollten diese fünfjährige "Euro-Pause wie der Schäuble-Vorschlag meint, durchziehen.

Den "Grexit auf Zeit"

EU-Mitglied bleibt das Land ja.

Und es könnte sich endlich sanieren - vielleicht wird es dann wirklich mal "Euroreif".

Sicher ist das für Griechenland erst mal hart, und humanitäre Hilfe von Resteuropa muss sowieso geleistet werden.

Aber ein weiteres drittes Hilfspaket und in ein paar Jahren dann wieder da wo man jetzt ist, ist einfach nicht mehr hinnehmbar.

Es gibt auch noch die Völker der anderen achtzehn Staaten der Euro-Zone, nicht nur Griechenland und die Griechen.

Scheint aber zwei Lager in der Eurogruppe zu geben - Frankreich Italien eher für ein weiteres Hilfspaket, Deutschland, Finnland,Niederlande, Österreich etc. mehr nach Schäubles Vorschlag.

Da sieht man leider schon wie der Euro Europa schon bereits jetzt gespalten hat, ( Nord/ Süd/Südwesteuropa) da und Mittel und Nordeuropa dort.

Das ist das traurige.

Eigentlich sollte der Euro ja nicht zu dem Zweck eingeführt werden um Europa wieder einmal zu spalten.

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