Forum: Wirtschaft
Schäubles Plan für Griechenlands Euro-Aus: Minister Gnadenlos
REUTERS

Wolfgang Schäuble macht kein Geheimnis mehr daraus: Er plädiert offen für Griechenlands Euro-Austritt - trotz Einlenken der Syriza-Regierung. Wie wurde der einstige Europa-Vordenker so kompromisslos?

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Hpb68 12.07.2015, 17:48
550. mein Gott Schäuble

Er sollte als deutscher Finanzminister frei von persönlichem Groll (Schäuble) und mit politischem Verstand entscheiden. Ausserdem offen für Ratschläge internationaler Wirtschaftsgrößen sein, die dringend ein Verbleiben von GR im Euro empfehlen.
Hiermit ist Herr Schäuble ganz offensichtlich überfordert. Er erscheint mehr und mehr als Buchalterseele, nur noch die schwarze Null vor Augen - während auch in unserem Land Investitionen in die Infrastruktur dringend erforderlich wären. Zwar könnte er hierfür durchaus Schulden machen, aber dazu fehlt ihm wohl die ökononische Sicht.
Im Falle GR ist diese Verbissenheit und Wut auf/ Enttäuschung über die Syriza-Regierung allerdings politisch gefährlich, weil die Folgen nicht absehbar sind.

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retterdernation 12.07.2015, 17:50
551. Rund 400 Marschallpläne ...

hat Griechenland seit dem Krieg bekommen ... so hoch waren die Subventionen - was es gebracht hat - sieht man ja.

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frank-xps 12.07.2015, 17:53
552. naja nur sie wissen irgendwie nicht alles

Zitat von pejaydarklord
as Gesabber von "Man kann den Griechen nicht mehr vertrauen" und die Tausende von Kotaus der Scheubleversteher in diesem springerindoktrinierten Stammtisch-Forum nur noch schwer ertragen. War nicht Scheuble derjenige, der sich wegen Partialamnesie und predementen Alsheimer nicht mehr an einen dubiosen Geldkoffer erinnern wollte? Wer hat da jetzt wessen Vertreuen wann verspielt. Und hat diese Schwarze Null nicht in seinem Haushalt diverse 100 Millionen € griechischer Zinszahlungen für den von Angie an die Griechenbank gezahlten Hilfskredit in Höhe von 10 Milliarden € stehen, den sie sich für 2 % Zinsen geliehen und für 5 % den Griechen weitergereicht hat? Also nochmal zum mitlesen: wir verdienen an der Griechenpleite nicht schlecht und bereichern uns auch noch an deren Not. Der Rolli-Fahrer macht einen auf Polizeiauto und spielt sich als Zuchtmeister und moralische Instanz der Euro-Zone auf. Wahrscheinlich nur um sicher zu gehen, dass er auch weiterhin mit so coole Deals andere Schuldenländer abzocken kann. Klasse Deutschland: weiter so! Und an alle die, die glauben, dass man "den Griechen" kein Geld mehr geben sollte: Es ist völlig schnurz, ob die Griechen" Geld/Kredite bekommen oder nicht. Das ganze wird so oder so teuer. Und dreimal darf geraten werden, wer dass ganze bezahlt. Ich gebe mal einen Tip: Banken sind's auf jeden Fall nicht; deutsche nicht und griechische Banken schon gar nicht. Es ist traurig, aber als überzeugter Europäer ist es mir fast lieber, diese Austeritäts-EU fliegt Scheuble und seinen Leuten mit einem lauten Knall um die Ohren.
Naja wie alle Befürworter von Milliarden
Haben sie entweder nur die Hälfte verstanden oder aber sie wollen durch das bewusste weglassen von Fakten Stimmung machen für ihre Sache das nennt man Polemik.

So na dann müssten ja im Bundeshaushalt die Zinsen als Einnahme auftauchen :-) oder doch wenigstens im Griechischen Haushalt als Ausgaben.
Seltsam das da nichts steht :-)
Ach da gibt es ja eine Vereinbarung Zins und Tilgung sind ausgesetzt bis 2020 Haha

Selbst wenn 5% Zins bei einer 100% Zahlungsausfall Wahrscheinlichkeit das klingt nicht nach Geld verdienen.

Und nun raten sie überzeugter Europäer mal welcher Art ihr Unwissen ist?

Es ist bestimmt ihre Europäische Idee das Griechen keine Steuern zahlen?

Oder das Osteuropäer mit wesentlich geringerem Lebensstandard für Griechen zahlen?

Sie wollen ernsthaft behaupten das ein Land mit einem Jährlichen Defizit von 50 Mrd. den größten Staatsapparat der EU hält der zugleich auch noch der ineffektivste ist.
Und sie Faseln etwas von Austerität? Damit ist schon einmal klar das sie das Wort nicht kennen.

Aber eines in Ihr Stammbuch es sind solche Europa besoffenen die die Idee ruinieren mit ihren Immer weiter gehenden Forderungen obwohl die Ist Situation schon nicht mehr beherrscht wird.

Es ist Ihnen aber unbenommen Ihr eigenes Vermögen einzusetzen, ach ich vergaß Linke reden ja immer über das Geld der anderen :-)

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ostfale 12.07.2015, 17:54
553. Also nichts wert.

Zitat von Richard Hermann
In seinem im Mai letzten Jahres erschienen Memoire "Stress Test - Reflections on Financial Crisies " hat Timothy Geithner (US Finanzminister 2009 - 2013) Schäubles Haltung zum Grexit ausführlich beschrieben. Dabei erzählt Geithner auch über ein Treffen mit Schäuble auf Sylt am 30.7.2012. O-Ton Geithner: “He [Schäuble] told me there were many in Europe who still thought kicking the Greeks out of the eurozone was a plausible — even desirable — strategy” “The idea was that with Greece out, Germany would be more likely to provide the financial support the eurozone needed because the German people would no longer perceive aid to Europe as a bailout for the Greeks” “At the same time, a Grexit would be traumatic enough that it would help scare the rest of Europe into giving up more sovereignty to a stronger banking and fiscal union” “THE ARGUMENT WAS THAT LETTING GREECE BURN WOULD MAKE IT EASIER TO BUILD A STRONGER EUROPE WITH A MORE CREDIBLE FIREWALL.” “I [Geithner] found his [Schäuble's] strategy scary” Siehe auch New York Times: http://www.nytimes.com/2015/06/30/business/dealbook/the-hard-line-on-greece.html?smid=tw-share&_r=4 Hiezulande werden jetzt wohl einige versuchen hierzu US-Verschwörungstheorien aufzustellen, aber die Tatsache, dass Geithner all dies schon vor einem Jahr geschrieben hat, passt dabei eher nicht ins Bild.
Gutester Herr Hermann,
man muß nicht versuchen, US-verschwörungstherorien aufzustellen, da die USA weltweit zunehmend und richtig als selbstgefälliges bzw. -süchtiges Staatsgebilde erkannt werden. Das Kerbholz dieses Staates ist übervoll.
Und der von Ihnen zitierte Herr Geithner ist nichts als anderes 'his masters voice'.
Also sein Geplaudere nichts wert.

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anyone 12.07.2015, 17:54
554. Marshalplan

Zitat von gerneklein
Herr Schäuble sollte sich mal überlegen wie es den Deutschen nach dem WKII ging, und ob er da sitzen würde, wo er sitzt, wenn es keinen Marshalplan gegeben hätte.
Ja, Deutschland bekam Hilfen und die Deutschen honorierten sie, indem sie schufteten, um ihr eigenes Land wieder aufzubauen, und ihren Staat ordentlich verwalteten. Erkennen Sie den Unterschied?

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tpro 12.07.2015, 17:54
555.

Zitat von hawe
ein anderer Forist hat mitgeteilt, daß die Reedereien dann unter anderer Flagge tätig sein werden und dann gehen auch noch diese Arbeitsplätze verloren. GR lehnt viele Vorschläge ab. Leider erfährt man nur sehr wenig über die Begründungen und Hintergründe. Eigentlich Aufgabe der Politiker oder der 4. Instanz im Staate.
Die Reedereien in GR haben zum Großteil schon lange ausgeflaggt:

"...Laut einer Studie des Thinktanks IOBE wurden 2010 nur noch 28 Prozent der Fracht auf Schiffen im Besitz griechischer Reeder auch unter griechischer Flagge transportiert, heißt es beim „Spiegel“: Anfang der Neunzigerjahre waren es noch 83 Prozent. Ein Großteil des Personals wird heute in Billiglohnländern rekrutiert..."


"...Gleichzeitig ist die Branche, die einige wenige Griechen sehr reich gemacht hat, von hoher Arbeitslosigkeit gezeichnet. Aktuell sind rund 70 Prozent der griechischen Matrosen ohne Job...."



http://www.format.at/politik/international/griechenland-5488146

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Jota.Nu 12.07.2015, 17:54
556. Schäuble for President!

Nicht Schäuble sprengt die EU, sondern alle diejenigen, die in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben nicht gemacht habe, sondern sich immer schön auf die "reichen" Länder verlassen haben.
Scas kann's ja wohl nicht sein!
Es geht hier nicht um den Frust eines 72 Jährigen, sondern um die Verantwortungslosigkeit der betroffenen Staaten, die es nicht schaffen ihre Strukturen so zu gestalten, dass am Ende alle gemeinsam in einer produktiven EU-Gruppe stabil gegen die aufkommenden BRIC-Staaten bestehen können!
Das will den Sozen und den Linken einfach nicht in den Kopf!

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Celestine 12.07.2015, 17:54
557.

Zitat von spiel_casino_club
In Finnland diskutiert man zurzeit einen möglichen Austritt aus dem Euroclub. Schäuble fürchtet Diskussionen über den Euro, die Eurozone, über andere Euroländer. Wahrscheinlich will er den Fall Griechenland abschließen, quasi teuer entsorgen. Doch Griechenland bleibt auch nach einem Euroaustritt als Hilfskandidat auf der Bühne.
Tut man das? Ich habe eben in den finnischen Medien nach einem seriösen Bericht gesucht, habe absolut nichts gefunden, außer, dass die jetzige, überaus unsympathische Regierung den Grexit-Vorschlag von Schäuble evtl. unterstützen würde. Besonders die Basis-Finnen, mit 5 Ministern >< 15 konservativ-liberale Ministern sind Anti-EU Hardliner, aber ähnlich wenig ernst zu nehmen, wie die anderen rechts außen Eiferer.

Ich fand den Euro von Anfang an für eine Fehlgeburt, aber das aktuelle Gejammer ist nichts als Schaumschlägerei, welche zu nichts führen wird, my two cents.

Die Finnen sind EU Pudel und werden alles tun und tüchtig "liefern", damit sie im "inner circle" bleiben dürfen. Dto. alle baltischen Staaten: diese werden ohne jeden Zweifel Deutschlands Kurs folgen, unabhängig davon, wohin der Weg auch führen wird. Und ob Merkel zum Grexit zu haben wird: Ich halte das für ausgeschlossen. Mutti wird jetzt für Griechenlands Erhalt plädieren, damit sie als große Europäerin glänzen kann, my2cents.

btw. Dass die Finnen schon mal extra Garantien von Griechenland bekamen, war auch nur ein Gerücht, daraus ist in Wirklichkeit nichts geworden.

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jeze 12.07.2015, 17:56
558. Europäische Idee

Zitat von ziegenkäse
Ja, Herr Schäuble ist frustriert. Aber vollkommen zu Recht. Denn er hat natürlich erkannt, dass das europäische Projekt gerade an die Wand gefahren wird. Und damit meine ich nicht seine Vorschläge und Ansichten. Die sind nämlich real und absolut richtig. Das wird die Geschichte zeigen. Und zurücktreten wird er, weil die europäische Idee verloren ist und er auf die ganze Kackophonie keinen Bock mehr hat. Sollen doch irgendein Europaschwätzer als Finanzminister nach ihm den Totengräber von EU und Euro spielen...
Der Euro ansoch ist das Problem, nicht Europa. Der Euro stiftet kosntruktionsbedingt Unfrieden zwischen den Mitgliedsstaaten.

Erinnert sich noch jemand an früher, wenn man über die schwache Lira der Italiener geredet hat? Das war ein nett gemeintes Häneln mit einem Zwinkern.

Wenn Länder heute zu schwach sind, sieht man, was dabei herauskommt: die Völker gehen aufeinander los. Aber die Wirtschaftsleistung der Euroländer war schon immer unterschiedlich, der Fehler wurde durch die gemacht, die das in Form des Euro ändern wollten.

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Andreas J. 12.07.2015, 17:56
559. Wenn wir jetzt nicht auf Schäuble hören ...

... fliegt uns die ganze Sache nach 3 Jahren spätestens um die Ohren. Welcher vernünftig denkende Mensch glaubt jetzt noch an ein Wirtschaftswachstum in Griechenland in den nächsten Jahren. Wenn wir jetzt Geld geben, können wir es Griechenland gleich schenken - zusammen mit den bisherigen Milliarden. Wiedersehen werden wir es nicht.
Noch mehr sparen können die Griechen auch nicht, also bleibt nur der Grexit. Und das hoffen, dass es die Griechen in den nächsten 10 Jahren schaffen, auf eigenen Füssen zu stehen (5 Jahre erscheinen mir zuwenig).

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